Das Reisen in den Zeiten der Corona

Fragen & Antworten

#inventiaTravelInsider

 

Updates zum Thema Corona-Virus und Reisen

 

Update 9.5.20

Mittlerweile hat die Lufthansa Staatshilfe über 9 Mrd. Euro erhalten. Ich finde das aus verschiedenen Gründen generell in Ordnung und halte Lufthansa für systemrelevant. Anders als in den USA und der Schweiz wurde an die Staatshilfe jedoch keine Verpflichtung zur weiterhin rechtsgültigen Rückzahlungspflicht annullierter Flugtickets geknüpft. Sehr schade, liebste Bundesregierung. Die vorgelegten Zahlen in der Hauptversammlung bestätigen einen aktuellen Rückzahlungsstau von ca. 1,5 Mrd. Euro an Kunden, deren Flüge wegen der Pandemie gestrichen werden mussten. Auch die EU-Kommission hat die Fluggesellschaften aufgefordert, der gesetzlichen Zahlungsverpflichtung gegenüber ihren Kunden nachzukommen. In den USA und der Schweiz ist hingegen klar: Wer Hilfen aus Steuergeldern erhält, darf keine weiteren Zwangskredite von seinen Kunden (= den Steuerzahlern) fordern. 

Ich warte weiterhin auf Rückzahlungen aus ca. 40 Eurowings- und Lufthansa-Tickets. Wenn ich die Tickets für eine Pauschalreise eingesetzt habe, wurden meine Kunden bereits durch mich ausbezahlt. Das bedeutet, dass meine Kunden ihren gesamten Reisepreis zurückerstattet bekommen, sobald ich die Reise storniert habe – unabhängig davon, ob ich das Geld von den einzelnen „Leistungsträgern“ (= Hotel oder Fluggesellschaft) bereits zurückerhalten habe. Als Ihr Vertragspartner halte ich mich an die geltenden Gesetze und zahle Pauschalreisen bei Stornierung wegen unvermeidbarer außergewöhnlicher Umstände (= weltweite Reisewarnung wegen Pandemie) unverzüglich aus. Deshalb kann ich mit „Guthaben“ und „Gutscheinen“ als Rückzahlung von den Leistungsträgern, die ja personenbezogen sind, gar nichts anfangen. 

Wer reine Flugtickets als Einzelleistung oder Verbundene Reiseleistung gebucht hat, ist Vertragspartner der Fluggesellschaft. Ich unterstütze meine Kunden bis zum Ende bei den anfallenden Forderungen mit Musterbriefen und Geltendmachung auf allen Kanälen. Die Rückzahlung erfolgt über mich, sobald die Fluggesellschaften zurückerstattet haben.

Lufthansa und Eurowings sind nicht die einzigen schwarzen Schafe. Sämtliche Fluggesellschaften (außer der amerikanischen und wohl in Zukunft auch der Swiss) haben den Rückfluss von Ticketerstattungen gestoppt, sodass nicht einmal unsere Flugagenturen direkt die Tickets zurückholen können. Das war bisher immer unser großer Vorteil gegenüber Online-Portalen und Direktbuchung bei Airlines.

Bezahlt haben bei mir bisher Emirates, Qatar und United Airlines. 

Der so oft zitierte Satz „In der Krise zeigt sich der wahre Charakter“ von Helmut Schmidt begleitet mich täglich bei meiner Arbeit. Auf die Lufthansa werde ich natürlich nur schwerlich verzichten können (und ich glaube, sie weiß das ;-)). Deshalb kämpfe ich hier weiterhin täglich dafür, dass unsere Kunden ihr Geld zurückerhalten. 

 

Wir haben unsere Werte überarbeitet und dabei gleich erweitert:

  • Richtungsweisend: Die Corona-Krise hat uns gezeigt, welche Partner kundenorientiert und seriös zu Ihnen und uns stehen. Wir bei inventia lassen uns weder auf rechtlich unhaltbare Gutschein-Verschreibungen noch auf andere massive Benachteiligungen unserer Kunden durch die „großen Reiseveranstalter“ drängen. Wir stehen für Sie ein. Das ist oft ein unbequemer und steiniger Weg, doch Sie sind uns das wert. Unser Fremdveranstalter-Sortiment ist nach der Krise geschrumpft, wir haben weiter selektiert, damit Sie auch weiterhin gut und sicher reisen können. Unser Trend geht zu eigenveranstalteten Reisen.

 

> inventias Welt der Werte

 

Update 2.5.20:

Wir planen für 2020 keine Reisen ein. Nicht für uns und nicht für unsere Kunden.

Wir beginnen mit der Reiseplanung für unsere Kunden erst wieder, wenn wir zuverlässige Informationen zu coronafreien Gebieten, offenen Grenzen, zuverlässigen Flugverbindungen und funktionierenden Infrastrukturen haben. Bis dahin stellt jede Reisebuchung ein potenzielles finanzielles Risiko für Sie dar. Immerhin können wir nicht abschätzen, wie viele Fluggesellschaften, Hotels und Reiseveranstalter die Durststrecke überleben werden.

Gesichert ist auf jeden Fall, dass inventia die Krise überstehen wird. Und gestärkt daraus hervorgeht. Und dann zählen wir wieder auf Sie!

 

Update 30.04.2020:

Vorgestern hat das Auswärtige Amt die weltweite Reisewarnung bis zum 14.6.2020 verlängert. Die Bundesregierung macht uns keine Hoffnungen auf Auslandsreisen in diesem Sommer. Was genau ist eine Reisewarnung und wie wirkt sich sich auf unsere Reisen aus? Unser „Reiserechts-Guru“ Professor Dr. Ernst Führich hat diese Frage auf seiner Webseite beantwortet.

Gleichzeitig habe ich heute unter „Wann kann ich wieder Reisen buchen?“ meine Einschätzung dazu geschrieben.

Noch immer halten sich Reiseveranstalter und Fluggesellschaften nicht an die geltenden Gesetze und zahlen weiterhin keine Reisepreise oder Ticketkosten zurück. Denken Sie insbesondere bei Pauschalreisen daran, dass Gutscheine nicht insolvenzversichert sind. Die Zahlungsfrist bei Pauschalreisen beträgt 14 Tage, bei Flügen sogar nur 7 Tage. Im Moment kann es etwas länger dauern. Wenn Sie eine Rückzahlung wünschen und der Reiseveranstalter oder die Fluggesellschaften sich weigern, können Sie ihm eine Mahnung mit Fristsetzung zukommen lassen. Empfehlung für Rechtsanwälte, die jeden Trick der Veranstalter und Fluggesellschaften kennen, finden Sie unter „Interessante Links“.

Heute werde ich mich an meinen nächsten Newsletter setzen. Darin geht es um inventia und wie wir die Krise meistern.

 

Update 10.4.2020:

Heute einmal gute Nachrichten für Sie aus Brüssel!

Die EU-Kommission hat der massiven Benachteiligung der Verbraucher durch Gutscheine als Reisepreiskompensierung eine Absage erteilt. Fordern Sie Ihr Geld zurück!

Quelle: European CommissionCOVID-19: Commissioner Reynders repeats his call for respect of consumer protection and support to travel and tourism businesses for package travel holidays

 

Update 9.4.2020:

Heute möchte ich einen weiteren nützlichen Link zur Verfügung stellen, in dem Rechtsanwalt Jochen Seeholzer die wichtigsten reiserechtlichen Fragen in Bezug auf Corona & Reisen beantwortet:

Link zum Verkehrs-Rechts-Report von RA Detlef Burhoff

Folgende Punkte finden hier eine außerordentliche reiserechtliche Betrachtung:

  • Pauschalreisen
    • Rechte des Reisenden
    • Reiserücktrittskostenversicherung
    • Rechte der Veranstalter (bei Pauschalreisen)
    • Rechte der Reisevermittler (bei Pauschalreisen)
  • Individualbuchungen (keine Pauschalreisen)
    • Flugbuchungen
    • Hotel / Ferienwohnung
    • Mietwagen
    • Aussichten / Lösungsansätze

______________

Die etwas eigenwillig formulierte Überschrift meines Artikels ist Gabriel García Marquez‘ Weltbestseller entlehnt.

 

Mich erreichen im Moment täglich viele Nachfragen von Reisenden, die mich um meine Meinung und Einschätzung zum Thema „Corona & Reisen“ bitten. Ich möchte die Fragen hier gesammelt beantworten.Stephanie Gräf | Reiseagentin & Inhaberin

 

Wohin Sie reisen, Sie kommen mit anderen Menschen in Verbindung. Der Virus kann überall sein: An der Türklinke, am Klapptisch im Flugzeug, an der Suppenkelle beim Dinner im Hotel.

Wenn Sie eine Reise planen oder eine gebuchte Reise ansteht, haben Sie bestimmt viele Fragen. So ging es auch denen, die mich in den vergangenen Wochen angerufen oder -geschrieben haben und mich um meine Einschätzung gebeten haben. So konnte ich viele Fragen beantworten und an der ein oder anderen Stelle auch ein wenig beruhigen. Manchmal reicht eben auch ein kurzes Gespräch.

 

Fragen, die mir in den letzten Wochen zum Thema Coronavirus und Reisen gestellt wurden:

  • Kann ich überhaupt im Momant eine Reise buchen?
  • Welche Länder sind sicher?
  • Muss ich meine Restzahlung für eine Reise im nächsten Monat noch leisten?
  • Kann ich von meiner Reise zurücktreten?
  • Kann ich von meinem Reisevertrag zurücktreten?
  • Kann ich meine Reise absagen? Und wenn ja, bezahlt meine Versicherung die Stornogebühren?
  • Kann ich meine Reise kostenlos stornieren? (Spoiler: Es gibt Fälle, in denen das möglich ist)
  • Ich bin in vorsorglicher Quarantäne und kann meine Reise nicht antreten. Was muss ich tun?

 

Spoiler-Alarm: Ein Hoch auf die Pauschalreise!

Ich kann vorab verraten: Wie immer, wenn die Welt verrückt spielt, sind Sie auf der sicheren Seite, wenn Sie eine Pauschalreise gebucht haben. 

Nicht so gut abgesichert sind hingegen die Internet- und Individualbucher mit gebuchten Einzelleistungen. Sie sind ihr eigener Reiseveranstalter und kommen für Extrakosten und neue Rückflüge somit auch selbst auf. Gut für Sie, wenn Sie Ihre Reise bei einer fähigen Reiseagentur gebucht haben, die Umbuchungen unkompliziert für Sie organisiert. Auf Reiseportale können Sie da wohl kaum zählen.

 

Allzeit gute Reise und bleiben Sie gesund!

Ihre Stephanie Gräf

Wichtige Links [Letzes Update: 30.4.2020]

Quellen für seriöse Informationen / Dateien:

 

Empfehlungen für Anwälte mit Schwerpunkt Reiserecht:

  • RA Jochen Seeholzer / Hamburg: anwalt[at]anzeigen-recht.de
  • RA Klaus Weitkemper / Dortmund: Tel: 0231 164001

 

Interessant:

 

Interessante Artikel:

Fluggesellschaften: Stornierungs- und Umbuchungsangebote

Interessante Links dazu:

 

Aktuelle Stornierungs- und Umbuchungsangebote der Fluggesellschaften

(noch immer weisen nicht alle Fluggesellschaften auf die Rückzahlungsmöglichkeit hin, die Ihnen jedoch gesetzlich zusteht):

 

Update am 13.4.20:

Die EU-Kommission beabsichtigt keine Änderung der Rückzahlungspflicht. Fordern Sie Ihr Geld zurück!

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von reisetopia.de zu laden.

Inhalt laden

 

Update am 10.4.2020:

ACHTUNG: Gutschein statt Bargeld müssen Sie nicht akzeptieren!

 

USA – Letztes Update: 3.4.2020):

Das US-Verkehrsministerium hat am 3.4.20 eine Verordnung erlassen, die Fluggesellschaften dazu verpflichtet, Passagieren, die ihre Flüge aufgrund der Corona-Pandemie nicht antreten konnten, das Geld für die Tickets zurückzuzahlen.

Die Verordnung gilt

  • für Stornierungen und Umbuchungen jeder Art,
  • auch für „signifikante“ Flugzeiten oder -plan-Änderungen,
  • für alle Flüge innerhalb, aus und in die USA,
  • für US-Fluggesellschaften und ausländische Fluggesellschaften

Anders als in Deutschland / Europa haben sich US-Verbraucherschützer gegen die „Gutschein statt Bargeld“-Bestrebungen der Fluggesellschaften ausgesprochen und auf die massive Schlechterstellung der Passagiere (u.a. durch nicht insolvenzversicherte Gutscheine) hingewiesen. 

Wie immer und überall gilt auch hier: Wenn der Kunde sich von selbst für einen Gutschein entscheiden möchte, kann er das tun.

Quellen und weiterführende Informationen:

 

Update 3.4.2020:

Bereits am 3. April hatte die Europäische Union darauf hingewiesen, dass Fluggäste laut EU-Recht im Fall ausgefallener Flüge einen Anspruch auf Barerstattung ihrer Tickets haben und sich nicht ersatzweise mit Gutscheinen zufriedengeben müssen, wie es Fluggesellschaften vorgeschlagen hatten.

Wie Die EU-Kommissarin für Verkehr Adina Vălean betonte, kann eine Erstattung selbstverständlich auch mittels Gutscheinen erfolgen – aber nur, wenn die Reisenden damit einverstanden sind

Reiseveranstalter: Stornierungs- und Umbuchungsangebote

Interessante Links dazu:

 

ACHTUNG: Die Kreativität der Reiseveranstalter ist maßlos, wenn es darum geht, Ihnen kein Geld zurückzahlen zu müssen. Bleiben Sie konsequent und fordern Sie Ihr Geld zurück.

 

Update 10.4.2020:

Generell sieht das gültige EU-Pauschalreisegesetz eine Rückzahlung des Reisepreises bei Annullierung durch den Reiseveranstalter eine Rückzahlung innerhalb von 14 Tagen vor.

Viele Veranstalter haben Rückzahlungen aktuell eingestellt und berufen sich auf das sogenannt Corona-Gutschein-Gesetz. Sie bieten Ihnen Gutscheine über den Reisepreis bzw. die Anzahlung oder eine Umbuchung der Reise auf ein neues Datum an. Dieses „Corona-Gutschein-Gesetz“ gibt es nicht. Der DRV hat zusammen mit den deutschen Reiseveranstaltern und dem CDU-Tourismusbeauftragten der Regierung, Thomas Bareiß, einen entsprechenden Antrag zur Gesetzesänderung im „Corona-Kabinett“ gestellt, das dort Zustimmung fand.

Für eine Gesetzesänderung bedarf es jedoch einer entsprechenden Zusage der EU-Kommission. Diese liegt nicht vor. Die EU-Zuständigen haben (m.E. richtig) erkannt, dass mit diesem Gesetz (Gutschein statt Bargeld) Verbraucherrechte massiv eingeschränkt werden. 

Zudem ist nicht damit zu rechnen, dass eine rückwirkende Anwendung entschieden werden kann.

Die ersten Reiseveranstalter (zuerst Alltours und dann Schauinsland-Reisen (Stand 10.4.2020) rudern deshalb zurück und beginnen mit den Rückzahlungen für abgesagte Reisen bis Ende April.

Schauen Sie in die AGB / ARB Ihres Reisevertrages oder lesen Sie im „Führich“ nach: Wenn der Reiseveranstalter wegen außerordentlicher Umstände Ihre Reise absagt, ist die Restzahlung innerhalb von zwei Wochen zu erstatten.

 

Schauinsland Reisen

Der/Die o. g. Veranstalter haben uns informiert, dass alle Restzahlungen bei Reisebeginn bis einschließlich 31. Mai 2020 vorerst nicht zu begleichen sind.

Bei Kreditkartenzahlungen erfolgt kein Einzug. Sollten Sie Ende April von uns die Information erhalten, dass die Reise stattfinden kann, so ist die Restzahlung analog der Fälligkeit zu begleichen bzw. wird von der Kreditkarte (wenn hinterlegt) eingezogen.

 

FTI Group: dazu gehören FTI Touristik,  5vorFlug, BigXtra (Sonnenklar.TV Veranstalter)

Der/Die o. g. Veranstalter haben uns informiert, dass alle Restzahlungen bei Reisebeginn bis einschließlich 20. Mai 2020 vorerst nicht zu begleichen sind. 

Bei Kreditkartenzahlungen erfolgt kein Einzug. 

Sollten Sie Ende April von uns die Information erhalten, dass die Reise stattfinden kann, so ist die Restzahlung schnellstmöglich zu begleichen bzw. wird von der Kreditkarte (wenn hinterlegt) eingezogen.

 

Rewe Group: dazu gehören ITS Reisen, Jahn Reisen, DERTour, Meiers Weltreisen, Travelix, Jahn Reisen Indi und ITS Indi

Der/Die o. g. Veranstalter haben uns informiert, dass alle Restzahlungen bei Reisebeginn bis einschließlich 31. Mai 2020 vorerst nicht zu begleichen sind. 

Bei Kreditkartenzahlungen erfolgt kein Einzug. Sollten Sie Ende April von uns die Information erhalten, dass die Reise stattfinden kann, so ist die Restzahlung analog der Fälligkeit zu begleichen bzw. wird von der Kreditkarte (wenn hinterlegt) eingezogen.

 

Alltours-Flugreisen (letztes Update: 13.4.20):

Für alle von alltours zwischen dem 17. März 2020 und dem 30. April 2020 stornierten Reisen aus dem Pauschalprogramm und dem Individualprogramm werden die geleisteten Zahlungen an unsere Kunden zurückerstattet.

• Alle betroffenen Kunden, die per Lastschrift gezahlt haben, erhalten umgehend ihr Geld zurück.

• Die Rückerstattungen an Kunden, die den Reisepreis überwiesen oder per Kreditkarte bezahlt haben, werden in der Reihenfolge nach Abreisedatum, beginnend mit dem 17. März 2020, erfolgen. Da der Vorgang etwas aufwendiger ist, als beim Lastschriftverfahren, kann es ein paar Tage dauern, bis das Geld zurücküberwiesen ist. Gleiches gilt bei Bezahlung mit Kreditkarte.

 

Studiosus- und Marco Polo (letztes Update: 2.4.20):

„Wir bleiben daher bis auf Weiteres bei unserer bereits praktizierten kundenfreundlichen Vorgehensweise und zahlen unseren gemeinsamen Kunden das Geld zurück.“

 

Von allen anderen als den oben genannten Veranstaltern liegen uns keine Informationen vor und wir können keine Auskunft erteilen und es ist eine Zahlung analog der Fälligkeit der Restzahlung zwischen Ihnen und dem jeweiligen Veranstalter vertraglich bei Buchung vereinbart worden. 

Es steht Ihnen jedoch frei vom Recht zur Einrede der Unsicherheit (§321 BGB) Gebrauch zu machen und etwaige ausstehende Restzahlungen bis auf weiteres zurückzuhalten. Inwiefern dieses Vorgehen juristisch einwandfrei ist und auch ob man damit den Veranstaltern Unrecht tut können wir leider nicht abschätzen. 

 

 

 

Kreuzfahrten: Stornierungs- und Umbuchungsangebote

 

Update 10.4.2020:

Das us-amerikanische CDC hat eine 100-days-no-sail-order herausgebracht. Diese besagt, dass bis zum 22.6.20 weder Gäste noch Crews in US-Häfen ausschiffen dürfen. 

Derzeit liegen gut 100 Schiffe an der West-, Ost- und Karibik-Küste der USA oder auf Reede, die noch etwa 80.000 Crew-Mitglieder an Bord haben. Auf 20 dieser Schiffe sind Covid-19-Erkrankungen bekannt.

 

ACHTUNG!

Generell sieht das gültige EU-Pauschalreisegesetz eine Rückzahlung des Reisepreises bei Annullierung durch den Reiseveranstalter eine Rückzahlung innerhalb von 14 Tagen vor. Das gilt auch für Kreuzfahrtgesellschaften!

Viele Veranstalter haben Rückzahlungen aktuell eingestellt und berufen sich auf das sogenannt Corona-Gutschein-Gesetz. Sie bieten Ihnen Gutscheine über den Reisepreis bzw. die Anzahlung oder eine Umbuchung der Reise auf ein neues Datum an. Dieses „Corona-Gutschein-Gesetz“ gibt es nicht. Der DRV hat zusammen mit den deutschen Reiseveranstaltern und dem CDU-Tourismusbeauftragten der Regierung, Thomas Bareiß, einen entsprechenden Antrag zur Gesetzesänderung im „Corona-Kabinett“ gestellt, das dort Zustimmung fand.

Für eine Gesetzesänderung bedarf es jedoch einer entsprechenden Zusage der EU-Kommission. Diese liegt nicht vor. Die EU-Zuständigen haben (m.E. richtig) erkannt, dass mit diesem Gesetz (Gutschein statt Bargeld) Verbraucherrechte massiv eingeschränkt werden. 

Zudem ist nicht damit zu rechnen, dass eine rückwirkende Anwendung entschieden werden kann.

Die ersten Reiseveranstalter (zuerst Alltours und dann Schauinsland-Reisen (Stand 10.4.2020) rudern deshalb zurück und beginnen mit den Rückzahlungen für abgesagte Reisen bis Ende April.

Schauen Sie in die AGB / ARB Ihres Reisevertrages oder lesen Sie im „Führich“ nach: Wenn der Reiseveranstalter wegen außerordentlicher Umstände Ihre Reise absagt, ist die Restzahlung innerhalb von zwei Wochen zu erstatten.

 

Hapag Lloyd Cruises

AIDA

TUI Cruises

Carnival Cruise Line

Costa Kreuzfahrten

Hurtigruten

 

Corona-Updates aus den Reiseländern (letztes Update: 17.4.2020)
  • Aktuelle Informationen zu den COVID-19-Maßnahmen der einzelnen Länder erhalten Sie bei den Botschaften des jeweiligen Staates oder beim Auswärtigen Amt.
  • Zur weltweiten Reisewarnung für deutsche Staatsbürger

 

Update 17.4.2020:

Coronavirus: Reiselust nach der Krise

Wann dürfen wir wieder reisen – und wohin?

Eine der wohl wichtigsten Fragen, die sich die Tourismusbranche in Bezug auf das Coronavirus derzeit stellt. Dabei geht es inzwischen leider ebenso um finanzielle Aussichten, als auch um persönliche Wünsche. Denn wer etwas so Schönes wie das Reisen eine Zeit lang nicht darf, wird danach sicherlich umso mehr die Welt entdecken wollen.

Wir glauben an eine Reiselust nach der Krise und möchten euch deshalb einen aktuellen Überblick über die Reisebeschränkungen geben, die das Coronavirus in zahlreichen Ländern hervorgerufen hat. Insbesondere da, wo diese kurzzeitig befristet sind, lässt sich schließlich vorsichtig auf eine Lockerung der Bestimmungen – und damit auch auf eine schnellere Erholung des Tourismus – hoffen.

Laut Stand vom 17.04.2020 haben folgende Länder ihre Grenzen zur Eindämmung von COVID-19 für Reisende aller Nationalitäten geschlossen (in alphabetischer Reihenfolge):

    •  
  • Äthiopien – Notstand bis voraussichtlich 08.09.2020, Einschränkungen unbefristet
  • Albanien – Einschränkungen unbefristet
  • Algerien – Einschränkungen unbefristet
  • Angola – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 25.04.2020
  • Anguilla – Einschränkungen bis voraussichtlich 30.04.2020
  • Antigua und Barbuda – Notstand bis voraussichtlich 23.05.2020, Einschränkungen bis voraussichtlich 22.04.2020
  • Argentinien – Einschränkungen bis voraussichtlich 26.04.2020
  • Armenien – Notstand bis voraussichtlich 14.05.2020, Einschränkungen unbefristet
  • Aserbaidschan – Einschränkungen unbefristet
  • Australien – Einschränkungen unbefristet
  • Bahamas – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 30.04.2020
  • Bahrain – Einschränkungen unbefristet
  • Bangladesch – Einschränkungen bis voraussichtlich 25.04.2020
  • Barbados – Einschränkungen unbefristet
  • Belarus – Einschränkungen unbefristet
  • Belgien – Einschränkungen bis voraussichtlich 03.05.2020
  • Belize – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 30.04.2020
  • Benin – Einschränkungen unbefristet
  • Bolivien – Einschränkungen bis voraussichtlich 30.04.2020
  • Bosnien und Herzegowina – Notstand und Einschränkungen unbefristet
  • Botswana – Notstand bis voraussichtlich 30.09.2020, Einschränkungen bis voraussichtlich 30.04.2020
  • Brasilien – Einschränkungen unbefristet
  • Britische Jungferninseln – Einschränkungen bis voraussichtlich 19.04.2020
  • Britisches Territorium im Indischen Ozean – Einschränkungen unbefristet
  • Bulgarien – Notstand und Einschränkungen unbefristet
  • Burkina Faso – Einschränkungen unbefristet
  • Chile – Notstand bis voraussichtlich 18.06.2020, Einschränkungen unbefristet
  • China – Einschränkungen unbefristet
  • Costa Rica – Notstand und Einschränkungen unbefristet
  • Dänemark – Einschränkungen bis voraussichtlich 10.05.2020
  • Demokratische Republik Kongo – Notstand und Einschränkungen unbefristet
  • Deutschland – Einschränkungen unbefristet
  • Dominica – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 20.04.2020
  • Dominikanische Republik – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 30.04.2020
  • Dschibuti – Einschränkungen unbefristet
  • Ecuador – Notstand bis voraussichtlich 16.05.2020, Einschränkungen unbefristet
  • Elfenbeinküste – Notstand unbefristet, Einschränkungen bis voraussichtlich 24.04.2020
  • El Salvador – Notstand unbefristet, Einschränkungen bis voraussichtlich 28.04.2020
  • Eritrea – Einschränkungen unbefristet
  • Eswatini – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 07.05.2020
  • Fidschi – Einschränkungen unbefristet
  • Finnland – Notstand und Einschränkungen unbefristet
  • Frankreich – Einschränkungen bis voraussichtlich 11.05.2020
  • Französisch-Guayana – Einschränkungen unbefristet
  • Gabun – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 17.04.2020, Verlängerung wahrscheinlich
  • Georgien – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 10.05.2020
  • Ghana – Einschränkungen unbefristet
  • Gibraltar – Einschränkungen unbefristet
  • Grenada – Einschränkungen unbefristet
  • Griechenland – Einschränkungen bis voraussichtlich 27.04.2020
  • Guatemala – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 20.04.2020
  • Guinea – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 27.04.2020
  • Haiti – Notstand und Einschränkungen unbefristet
  • Honduras – Einschränkungen bis voraussichtlich 29.04.2020
  • Indien – Einschränkungen bis voraussichtlich 03.05.2020
  • Indonesien – Einschränkungen bis voraussichtlich 23.04.2020
  • Iran – Einschränkungen bis voraussichtlich 18.04.2020, Verlängerung wahrscheinlich
  • Irland – Einschränkungen bis voraussichtlich 05.05.2020
  • Island – Einschränkungen unbefristet
  • Israel – Einschränkungen unbefristet
  • Italien – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 03.05.2020
  • Jamaika – Einschränkungen unbefristet
  • Japan – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 06.05.2020
  • Kaimaninseln – Einschränkungen unbefristet
  • Kambodscha – Einschränkungen unbefristet
  • Kamerun – Einschränkungen unbefristet
  • Kanada – Einschränkungen unbefristet
  • Kap Verde – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 17.04.2020, Verlängerung wahrscheinlich
  • Kasachstan – Notstand und Einschränkungen unbefristet
  • Katar – Einschränkungen unbefristet
  • Kenia – Einschränkungen unbefristet
  • Kirgisistan – Notstand und Einschränkungen unbefristet
  • Kolumbien – Notstand bis voraussichtlich 31.05.2020, Einschränkungen bis voraussichtlich 26.04.2020
  • Kongo – Einschränkungen bis voraussichtlich 30.04.2020
  • Kosovo – Einschränkungen bis voraussichtlich 03.05.2020
  • Kuba – Einschränkungen unbefristet
  • Kuwait – Einschränkungen unbefristet
  • Laos – Einschränkungen bis voraussichtlich 20.04.2020
  • Lesotho – Einschränkungen bis voraussichtlich 21.04.2020
  • Lettland – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 12.05.2020
  • Libanon – Einschränkungen bis voraussichtlich 26.04.2020
  • Liberia – Notstand und Einschränkungen unbefristet
  • Liechtenstein – Einschränkungen unbefristet
  • Litauen – Einschränkungen bis voraussichtlich 27.04.2020
  • Luxemburg – Einschränkungen bis voraussichtlich Ende Mai
  • Madagaskar – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 20.04.2020
  • Malawi – Einschränkungen unbefristet
  • Malaysia – Einschränkungen unbefristet
  • Malediven – Notstand bis voraussichtlich 30.04.2020, Einschränkungen unbefristet
  • Mali – Einschränkungen unbefristet
  • Marokko – Notstand und Einschränkungen unbefristet
  • Mauretanien – Einschränkungen unbefristet
  • Mauritius – Einschränkungen unbefristet
  • Mexiko – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 30.04.2020
  • Moldawien – Notstand und Einschränkungen unbefristet
  • Mongolei – Einschränkungen bis voraussichtlich 30.04.2020
  • Montenegro – Einschränkungen unbefristet
  • Montserrat – Einschränkungen unbefristet
  • Mosambik – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 30.04.2020
  • Myanmar – Einschränkungen unbefristet
  • Namibia – Notstand bis voraussichtlich 17.09.2020, Einschränkungen bis voraussichtlich 04.05.2020
  • Nauru – Notstand und Einschränkungen unbefristet
  • Nepal – Einschränkungen unbefristet
  • Neuseeland – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 26.04.2020
  • Nicaragua – Einschränkungen unbefristet
  • Niederlande – Einschränkungen bis voraussichtlich 28.04.2020
  • Niger – Einschränkungen unbefristet
  • Nigeria – Einschränkungen bis voraussichtlich 27.04.2020
  • Norwegen – Einschränkungen unbefristet
  • Österreich – Einschränkungen bis voraussichtlich Mitte Mai
  • Oman – Einschränkungen unbefristet
  • Osttimor – Notstand und Einschränkungen unbefristet
  • Pakistan – Einschränkungen unbefristet
  • Palästina – Notstand und Einschränkungen unbefristet
  • Panama – Notstand und Einschränkungen unbefristet
  • Papua-Neuguinea – Notstand bis voraussichtlich 02.06.2020, Einschränkungen unbefristet
  • Paraguay – Notstand unbefristet, Einschränkungen bis voraussichtlich 19.04.2020
  • Peru – Notstand bis voraussichtlich 26.04.2020, Einschränkungen unbefristet
  • Philippinen – Notstand und Einschränkungen unbefristet
  • Polen – Einschränkungen bis voraussichtlich 19.04.2020
  • Portugal – Einschränkungen bis voraussichtlich 17.04.2020, Verlängerung wahrscheinlich
  • Republik Nordmazedonien – Notstand bis voraussichtlich 16.05.2020, Einschränkungen unbefristet
  • Ruanda – Einschränkungen bis voraussichtlich 19.04.2020
  • Rumänien – Notstand und Einschränkungen unbefristet
  • Russland – Einschränkungen für Moskau unbefristet
  • Salomonen – Notstand bis voraussichtlich Juli 2020, Einschränkungen unbefristet
  • Sambia – Einschränkungen unbefristet
  • Samoa – Notstand und Einschränkungen unbefristet
  • San Marino – Einschränkungen unbefristet
  • São Tomé und Principe – Notstand bis voraussichtlich 17.04.2020, Verlängerung wahrscheinlich, Einschränkungen unbefristet
  • Saudi-Arabien – Einschränkungen unbefristet
  • Schweiz – Einschränkungen bis voraussichtlich 26.04.2020
  • Senegal – Notstand bis voraussichtlich 04.05.2020, Einschränkungen unbefristet
  • Serbien – Notstand und Einschränkungen unbefristet
  • Sierra Leone – Einschränkungen bis voraussichtlich 25.04.2020
  • Simbabwe – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 20.04.2020
  • Singapur – Einschränkungen bis voraussichtlich 04.05.2020
  • Slowakei – Notstand und Einschränkungen unbefristet
  • Slowenien – Einschränkungen unbefristet
  • Somalia – Einschränkungen unbefristet
  • Spanien – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 26.04.2020
  • Sri Lanka – Einschränkungen unbefristet
  • St. Kitts und Nevis – Einschränkungen unbefristet
  • St. Lucia – Notstand und Einschränkungen unbefristet
  • Sudan – Einschränkungen unbefristet
  • Südafrika – Notstand unbefristet, Einschränkungen bis voraussichtlich 30.04.2020
  • Südkorea – Einschränkungen unbefristet
  • Südsudan – Einschränkungen unbefristet
  • Suriname – Einschränkungen unbefristet
  • Thailand – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 30.04.2020
  • Togo – Notstand bis voraussichtlich 30.06.2020, Einschränkungen unbefristet
  • Tonga – Notstand unbefristet, Einschränkungen bis voraussichtlich 17.04.2020, Verlängerung wahrscheinlich
  • Trinidad und Tobago – Einschränkungen bis voraussichtlich 30.04.2020
  • Tschad – Einschränkungen unbefristet
  • Tschechien – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 30.04.2020
  • Türkei – Einschränkungen bis voraussichtlich Ende Mai
  • Tunesien – Einschränkungen unbefristet
  • Turkmenistan – Einschränkungen unbefristet
  • Turks und Caicosinseln – Einschränkungen bis voraussichtlich 04.05.2020
  • Uganda – Einschränkungen bis voraussichtlich 05.05.2020
  • Ukraine – Einschränkungen bis voraussichtlich 24.04.2020
  • Ungarn – Einschränkungen unbefristet
  • Uruguay – Einschränkungen unbefristet
  • Usbekistan – Einschränkungen unbefristet
  • Vatikan – Notstand und Einschränkungen bis voraussichtlich 03.05.2020
  • Venezuela – Einschränkungen unbefristet
  • Vereinigte Arabische Emirate – Einschränkungen bis voraussichtlich 19.04.2020
  • Vereinigte Staaten von Amerika – Einschränkungen unbefristet
  • Vereinigtes Königreich – Einschränkungen unbefristet
  • Vietnam – Einschränkungen bis voraussichtlich 22.04.2020
  • Zentralafrikanische Republik – Einschränkungen unbefristet
  • Zypern – Notstand unbefristet, Einschränkungen bis voraussichtlich 30.04.2020

Bitte beachten: Besonders die Angaben zur voraussichtlichen Dauer der jeweiligen Einschränkungen können sich jederzeit und schnell ändern. Alle Reisenden sollten sich in der aktuellen Lage noch einmal bei der zuständigen Auslandsvertretung erkundigen.

Jeder Reisende sollte sich derzeit noch einmal aktuell bei der jeweils zuständigen Auslandsvertretung erkundigen. Es muss davon ausgegangen werden, dass auch nach Öffnung der Grenzen Restriktionen wie Quarantänemaßnahmen oder verstärkte Kontrollen bestehen bleiben. Auch hierüber halten wir euch natürlich auf dem Laufenden.

Weitere Informationen zu Maßnahmen aller Länder rund um das Coronavirus können wir euch immer und ganz aktuell mitteilen.

Kontaktiert uns einfach unter welcome@inventia.de

Stand: 9.4.2020

 

Aus März:

Die Folgen des Coronavirus für den Tourismus nehmen immer größere Ausmaße an: Italien schließt seine Landesgrenzen, Israel macht Quarantänemaßnahmen zur Einreisevoraussetzung, Vietnam stellt keine Visa bei Ankunft mehr aus.

Dies sind nur drei von rund 100 Reisebeschränkungen, die in den letzten Wochen eingeführt wurden – und von denen auch deutsche Urlauber unmittelbar betroffen sind.

Hier erhalten Sie aktuelle Informationen über Sicherheits- und Reisebeschränkungen für Ihr Reiseland: Auswärtigen Amt: Länderinformationen: 

Corona-Virus & Reisen: Fragen und Antworten

Soll ich jetzt eine Reise buchen? [Letzes Update: 30.4.2020]

Update 30.4.2020:

Vor zwei Tagen wurde die weltweite Reisewarnung bis zum 14.6.2020 verlängert. Bis auf Weiteres. Denn gleichzeitig teilen unsere Bundeskanzlerin und unser Außenminister Heiko Maas unisono mit, dass Auslandsreisen wohl über den Sommer nicht möglich sein werden. 

Wir planen für 2020 keine Reisen ein. Nicht für uns und nicht für unsere Kunden.

Wir beginnen mit der Reiseplanung für unsere Kunden erst wieder, wenn wir zuverlässige Informationen zu coronafreien Gebieten, offenen Grenzen, zuverlässigen Flugverbindungen und funktionierenden Infrastrukturen haben. Bis dahin stellt jede Reisebuchung ein potenzielles finanzielles Risiko für Sie dar. Immerhin können wir nicht abschätzen, wie viele Fluggesellschaften, Hotels und Reiseveranstalter die Durststrecke überleben werden.

Gesichert ist auf jeden Fall, dass inventia die Krise überstehen wird. Und gestärkt daraus hervorgeht. Und dann zählen wir wieder auf Sie!

 

Update 10.4.2020:

Im Moment empfehle ich niemandem eine Reise zu buchen.

Niemand kann sagen, wann welches Land wieder sicher beweisbar ist, wann verlässliche Flugpläne entstehen können und welche neuen Regelungen es für Reisen geben kann.

 

Stand März 2020:

Ich verstehe, wenn Sie im Moment die Entwicklungen der Virus-Infektionen abwarten möchten.

Wenn Sie sich aber mit der Buchung einer Reise beschäftigen, buchen Sie! Die meisten Reiseveranstalter kommen Ihnen entgegen und bieten Ihnen an, dass Sie zum Beispiel bis Mitte April kostenfrei stornieren können.

Nutzen Sie also ruhig die günstigen Preise, buchen Sie und warten Sie dann ab.

Rufen Sie mich gern an und wir besprechen Ihre Möglichkeiten.

Stephanie Gräf | welcome@inventia.de | Tel. +49 201 94616306

Soll ich die Restzahlung für meine geplante Pauschalreise im kommenden Monat tätigen?

Update am 10.4.2020:

Hier möchte ich Ralf Benkö – Urlaubsretter und RTL-Reiseexperte zitieren, dessen Position gegen die „Corona-Gutscheine“ und für die Reisenden ich sehr begrüße:

„… soll ich jetzt für eine Reise im Mai zahlen: dem §321 des Bürgerlichen Gesetzbuches nach kann man als Kunde eine sogenannte „Unsicherheitseinrede“ erheben, wenn die Gegenleistung, in diesem Fall die Reise, durch mangelnde Leistungsfähigkeit des anderen, zum Beispiel des Veranstalters, gefährdet wird.

Durch die Corona-Krise, Reisewarnungen, Flugstreichungen und Rückzahlungsverweigerungen von Airlines und Veranstaltern ist die Leistungsfähigkeit der Anbieter gerade sehr stark in Frage gestellt.

Man könnte in einem solchen Fall hiernach als Urlauber also eine Frist setzen und eine Absicherung der Zahlung fordern. Bleibt diese bis zum Fristablauf aus, könnte der Reisende nach §321 BGB vom Vertrag zurücktreten und dann auch die vielleicht schon vorher gezahlte Vorauszahlung zurückfordern, das bestätigt uns Anwalt Paul Degott.

Wenn man Zahlungen für Reisen leistet, sollte man das im Augenblick möglichst nur per Kreditkarte machen. Denn über Mastercard und Visa lassen sich Gelder bei Leistungsausfall und ausfallender Rückzahlung meistens später über die Bank zurückbuchen.

Leider ist es derzeit noch unklar, wann Reisen in gewohnter/gebuchter Art wieder stattfinden können. Insofern sollte man sich sehr genau überlegen, ob man jetzt noch Zahlungen für Reisen leistet, die nicht abgesichert sind. Denn es sind nicht nur Pleiten in der Tourismusbranche zu befürchten.

Auch Kundengelder werden wegen der Gutscheinangebote und finanzieller Engpässe bei Stornierungen gerade von kaum einem keinem Anbieter mehr zurückgezahlt. Und auch der unsichere Insolvenzschutz der Pauschalreisen ist nach der Thomas Cook Pleite noch immer nicht neu geregelt. Das finanzielle Risiko für Urlauber ist gerade also sehr hoch!“

Quelle: Facebook

Kann ich wegen außerordentlicher Umstände von meinem Reisevertrag (Pauschalreise) zurücktreten? (Letztes Update: 10.4.20)

Update am 10.4.2020:

Ich möchte hier gern den führenden deutschen Reiserechtler Professor Ernst Führich zitieren:

„Ich möchte zu der Frage kostenloser Rücktritt bei außergewöhnlichem Umstand aU nach 651h BGB und Kündigung nach 651l BGB grundsätzlich Folgendes ausführen.

Man kann nicht nur den Rücktritt vom Vertrag vor Reisebeginn als Kunde eines Veranstalters erklären (§ 651h BGB), sondern auch seinen Rücktritt damit begründen, dass der aU einen erheblichen Reisemangel darstellt. Der Kunde kann auch vor Reisebeginn den Reisevertrag „kündigen“ und ist nicht gezwungen, einen oftmals mit der Gefahr hoher Stornoentschädigungen verbundenen Rücktritt nach § 861 h BGB zu erklären. Auch dann, wenn eine Urlaubsreise durch außergewöhnliche unvermeidbare Umstände beeinträchtigt wird, gilt die Sondervorschrift des § 651l BGB vorrangig vor der allgemeinen Rücktrittsvorschrift des § 651h BGB!!!

Diese Kündigung ist vor und während der Reise möglich! Die allgemeine Rücktrittsnorm des § 651h BGB ist schlechter für den Kunden, da hier gestritten werden kann, ob eine Stornoentschädigung anfällt oder nicht. Diesen Streit umgeht man, indem man die Lösung vom Vertrag über die Kündigung wegen Reisemangels vor Reisebeginn wählt! Die Kündigung nach § 651 l BGB setzt als besonderes Ereignis nur eine erhebliche Beeinträchtigung der Reise voraus. Dieses Ereignis liegt natürlich nicht nur bei den Reisewarnungen vor, sondern auch wegen den Gesundheitsgefahren durch die Pandemie Corona und den geschlossen Hotels, abgesagten Flügen etc. Und nochmals: natürlich ist eine Reisewarnung ein wichtiges Indiz für einen aU, ist aber keine notwendige Bedingung für die Annahme des aU.

Also nochmals: Die Regelung des § 651l BGB findet auch Anwendung, wenn die Pauschalreise durch unvermeidbare außergewöhnliche Umstände erheblich beeinträchtigt wird! Auch wenn der Pauschalreisende seinen Rücktritt ganz allgemein mit seiner Angst vor der Nichtdurchführung der gebuchten Reise begründet hat, kann er immer auch so wie hier argumentieren.

Wie der Urlauber seinen Rücktritt nennt: Storno, Rücktritt oder Kündigung, spielt keine Rolle! Der Urlauber ist kein Jurist! Der Reisende muss sich lediglich auf die Gefahr einer erheblichen Beeinträchtigung seiner Urlaubsreise dutch die Pandemie berufen! Wenn Sie das nicht glauben oder der Veranstalter mauert und auf eine Stornoentschädigung spekuliert, schreiben Sie ihm, dass dies nicht nur meine Meinung als Jahrzehnte langer Reiserechtler ist, sondern allgemeine Meinung im Reiserecht (Führich/Staudinger, Reiserecht, 8. Auflage 2019, § 20 Rn. 3 ff.) Die Rechtsabteilungen und Gerichte haben den Führich – wie ich weiss – auch auf dem Schreibtisch liegen!“

Quelle: Ernst Führich

Weiterführende Literatur:

Reiserecht: Handbuch des Pauschalreise-, Reisevermittlungs-, Reiseversicherungs- und Individualreiserechts (Deutsch)„: Gebundenes Buch – 12. April 2019 von Ernst Führich (Autor), Ansgar Staudinger (Autor)

Basiswissen Reiserecht: Grundriss des Pauschal- und Individualreiserechts (Deutsch)„: Taschenbuch – 2. Juli 2018, von Ernst Führich

Ich stehe unter Quarantäne, bin aber nicht erkrankt. Wer bezahlt, wenn ich storniere?

Sie müssen nicht selbst erkranken, um unter Quarantäne gestellt zu werden. Auch wenn Sie mutmaßlichen Kontakt zu einer infizierten Person haben, können Sie unter häusliche Quarantäne gestellt werden.

Wenn nun kurzfristig Ihre Reise ansteht, sollten Sie stornieren, um nicht in eine höhere Stonostaffel Ihrer Reise zu gelangen . Die anfallenden Stornokosten gehen zu Ihren Lasten. Die Reiserücktrittskostenversicherung trägt die Stornokosten nicht, weil sie nicht selbst erkrankt sind.

Es könnte jedoch eine Möglichkeit der Kostenübernahme* durch die Reiserücktrittskostenversicherung bestehen, wenn eine sogenannte Risikoperson unerwartet am Virus erkrankt ist und ein Attest des Arztes bestätigt, dass Sie – unabhängig von der Quarantäne – die Reise nicht antreten können.

HanseMerkur-Risikopersonen

Dieser Auszug ist von meinem bevorzugte Partner für Reisersicherungen: Hanse Merkur.

An meinem Reiseziel ist der Corona-Virus ausgebrochen. Kann ich stornieren?

letzte Aktualisierung: 4.3.20 

Wenn Sie eine Pauschalreise gebucht haben, können Sie unter bestimmten Bedingungen vom Reisevertrag zurücktreten. Dazu müssen an Ihrem Reiseziel unvermeidbare außergewöhnliche Umstände eingetreten sein, die die Durchführung Ihrer Reise und / oder Beförderung beeinträchtigt.

Das kann jedoch nicht generell angenommen werden. Wenn sich also Ihr Reiseziel in einer der Regionen Italiens befindet, die unter Quarantäne steht (aktuell), kann man davon ausgehen, dass Ihre Reise nur mit erheblichen Einschränkungen durchgeführt werden kann. Somit kann eventuell eine kostenfrei Stornierung möglich werden. Ihre Möglichkeiten werden hier fallspezifisch beurteilt. Kontaktieren Sie Ihren Reiseveranstalter, um mit ihm die Möglichkeit einer kostenlosen Stornierung zu besprechen. Wenn der Veranstalter nicht zustimmt, können Sie noch zu der in den Allgemeinen Reisebedingungen genannten Stornierungsstaffel kostenpflichtig stornieren. Wenn Sie Hilfe benötigen, kontaktieren Sie einen Anwalt, der sich sehr gut im Reiserecht auskennt und Sie entsprechend beraten kann.

Ebenso können Sie als Pauschalreisender höchstwahrscheinlich kostenfrei von Ihrem Reisevertrag zurücktreten, wenn Flugverbidnungen an Ihrem Reiseziel nicht mehr gewährleistet werden können.

Jede Reise muss im Einzelfall bewertet werden. Subjektive Ansichten zählen hier nicht.

Generell können Sie Ihre Reise natürlich immer stornieren, erhalten aber eben nicht den gesamten Reisepreis zurück.

 

Wenn Sie Einzelleistungen gebucht haben, kontaktieren Sie bitte Ihren jeweiligen Gesprächspartner. Es besteht kein Anspruch auf Stornierung des Hotels oder der Flüge durch Ihren Vertragspartner.

 

Ich habe Angst vor dem Corona-Virus und möchte meine Reise stornieren. Wer kommt für die Stornokosten auf?

Wenn Sie Ihre Reise aus Sorge um eine Ansteckung stornieren möchten, können Sie das natürlich zu den in den Reisebedingungen Ihres Reiseveranstalters, des Hotels oder des Flugtarifs genannten Bedingungen tun. Die Stornierungskosten gehen zu Ihren eigenen Lasten.

Eine reine Sorge ohne akute Krankheit wird durch die Reiserücktrittskostenversicherungen nicht versichert. Auch Ihr Reiseanbieter / Fluggesellschaft muss Ihnen nicht entgegenkommen.

Gründe für eine versicherte Reisestornierung sind zum Beispiel:

HanseMerkur-Gruende-fuer-Reiseruecktritt

Dieser Auszug ist von meinem bevorzugte Partner für Reisersicherungen: Hanse Merkur.

Kann mein Reiseveranstalter die Reise stornieren?

Wenn der Reiseveranstalter einer Pauschalreise die Reise storniert, kann er das nur vor Ihrer Abreise tun.

Und auch nur, wenn er darlegen kann, dass er die Reise wegen außergewöhnlicher Umstände nicht durchführen kann. Das kann eintreten, wenn zum Beispiel Fluggesellschaften Flugverbindungen einstellen, Staaten ihre Einreisebedingungen verschärfen, Ihr Hotel unter Quarantäne steht oder womöglich bestimmte Ortschaften nicht zu erreichen sind.

Das trifft auch auf Kreuzfahrten zu: Werden Kreuzfahrten abgesagt und storniert, erhalten Sie Ihr Geld zurück. Flüge werden zurückerstattet, wenn Sie diese in einem Pauschalreisepaket mit der Kreuzfahrt gebucht haben. 

 

Bei Einzelleistungen ist es wieder anders: Wenn Ihr Hotel nicht erreichbar ist oder unter Quarantäne steht, sollte es Sie entsprechend informieren und das Geld voll zurückzahlen. Das bedeutet nicht, dass die Fluggesellschaft aus diesem Grund auch die Flugtickets erstatten muss. Da hier ein separater und unabhängig von der Hotelbuchung entstandener Vertrag vorliegt, tragen Sie immer das Risiko.

Kreuzfahrten: Werden Kreuzfahrten storniert und Sie haben die Flüge separat gebucht, können Sie die Flugtickets nicht zurückgeben.

Mein gebuchtes Hotel steht unter Quarantäne und mein Reiserveranstalter hat mir ein Alternativhotel angeboten.

Bis heute sind mir nur zwei Hotels bekannt, die unter Quarantäne stehen (aktuell H10 Costa Adeje in Teneriffa und Grand Hotel Innsbruck). Natürlich können Sie dort nicht untergebracht werden.

Nun hängt es davon ab, wie Sie gebucht haben:

  • Sie haben eine Pauschalreise bei einem Reiseveranstalter gebucht: Herzlichen Glückwunsch! In diesen Situationen zeigt sich der Wert der Pauschalreise: Ihr Reiseveranstalter wird Ihnen ein Alternativhotel ohne Mehrkosten vorschlagen, das mindestens gleichwertig sein sollte. Wenn Ihnen das Alternativhotel nicht zusagt, können Sie unter bestimmten Umständen von Ihrem Reisevertrag zurücktreten und erhalten den Reisepreis zurück. Mit einer zusätzlichen Schadenersatzzahlung rechne ich hier nicht. Lassen Sie sich im Falle des Rücktritts anwaltlich begleiten. (Ich empfehle Ihnen den Reiserechtsexperten RA Jochen Seeholzer). Wenn Sie eine gute Reiseagentur oder ein Reisebüro zur Hand haben, werden Sie dort gut begleitet.
  • Sie haben im Internet auf irgendeinem Hotel- und Reiseportal gebucht? Wenden Sie sich an das Portal und fragen Sie nach Ihren Möglichkeiten. Eventuell wird man den Hotelvertrag stornieren. Wenn Sie Flüge und weitere Reisebausteine separat gebucht haben, kontaktieren Sie die einzelnen Stellen und fragen Sie nach Möglichkeiten der Stornierung. Es besteht jedoch keine Verpflichtung der Fluggesellschaft (oder anderer Anbieter) Ihr Flugticket kostenfrei zu stornieren, weil Ihr Hotel nicht bewohnbar ist.
  • Sie haben direkt beim Hotel gebucht: Nehmen Sie Kontakt zum Hotel auf und besprechen Sie Ihre Möglichkeiten.

 

Die Reiseveranstalter, die z.B. das unter Quarantäne stehende Teneriffa-Hotel unter Vertrag haben, haben Buchungsstopps zum Teil bis Mitte April verhängt und buchen die Reisenden bis dahin um.

Ich bin im Urlaub und habe Corona-Symptome

Wenn Sie bereits auf der Reise sind und aus Ihren Grippe-Symptomen vermuten, dass Sie mit dem Corona-Virus infiziert sind, melden Sie sich bitte umgehend beim zuständigen Gesundheitsamt Ihre Reiseortes. 

Bleiben Sie in Ihrem Zimmer und gehen Sie nicht unter Menschen.

Nähere Informationen finden Sie beim Auswärtigen Amt und unter dem jeweiligen Land unter Sicherheit. 

Eine sehr interessante internationale Zusammenfassung und Übersicht über den Covid-19.

Ich bin im Urlaub und mein Hotel steht unter Quarantäne

Haben Sie eine Pauschalreise gebucht? Dann haben Sie es (trotz allem) gut. Ihre Reiseveranstalter kümmert sich um alles Notwendige: Er hält Sie über alle relevanten organisatorischen Informationen auf dem Laufenden.

Ihr Reiseveranstalter bucht Ihre Flüge um und muss dafür Sorge tragen, dass die Hotelkosten getragen werden, solange die Quarantäne anhält.

Sollte sich Ihr Reiseveranstalter weigern, den Aufenthalt in der Quarantäne über den gebuchten Zeitraum hinaus zu bezahlen, können Sie ihm mit folgenden Paragraphen auf seine Fürsorgepflicht (richtig: Beistandspflicht) hinweisen: §651 q BGB

§ 651q Beistandspflicht des Reiseveranstalters

§ 651q Beistandspflicht des Reiseveranstalters (Quelle: Gesetze im Internet)

 

Normalerweise ist die Dauer der Weiterzahlung auf 3 Tage begrenzt. In Ihrem Fall handelt es sich jedoch um eine § 651k Abs.4, 5 Nr.2 d) BGB

Abhilfepflicht des Reiseverantalters 651k Abs.4,5

Abhilfepflicht des Reiseverantalters 651k Abs.4,5 (Quelle: Gesetze im Internet)

 

Wenn Sie Flug und Hotel separat gebucht haben, sieht es kostenmäßig schon nicht mehr so günstig aus. Nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Buchungsstelle auf. Den Flug werden Sie wohl leider auf eigene Kosten umbuchen müssen. Da Sie ja nicht wissen, wann Sie fliegen können, kann es durchaus sein, dass Sie den Rückflug neu buchen müssen. Vielleicht gewährt Ihnen das Hotel einen kostenlosen Aufenthalt während der Quarantäne. Aber wenn nicht, dann wird Ihnen Ihr Hotel für den Aufenthalt über die gebuchte Zeit hinaus eine Rechnung stellen.

Wie kann mich der Virus treffen?

Der Virus kann über die sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen werden. Eine infizierte Person hustet oder niest und verteilt Nasensekret und Speichel in seiner Umgebung, Auch ein „feuchtes Sprechen“ oder das Küssen einer infizierten Person kann ansteckend für Sie sein. Der Virus gelangt anschließend durch die infizierten Tröpfchen über den direkten Körperkontakt oder indirekt über Ihre Hand von der Klinke an Ihre Nase oder den Mund und so in Ihre Schleimhäute.

Somit klingt es nur logisch, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät, mindestens ein bis zwei Meter Abstand zu anderen Menschen zu halten, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. In kleinen Boutiquehotels und abgelegenen Regionen ist das ja vielleicht noch machbar. Aber wie ist es auf Städtereisen, z.B. der New Yorker U-Bahn, bei langen Schlangen vor beliebten Sehenswürdigkeiten, dem Aufzug auf den Eiffelturm?

Und erst im Flugzeug, längere Zeit auf engem und geschlossenem Raum mit vielen anderen Menschen?

Heute las ich in einem Flugbegleiterforum folgende Hinweisen:

  • Die Ansteckungsgefahr in einem Flugzeug ist aufgrund der Luftzirkulation gering.
  • Öffnen Sie die Lüftung und stellen Sie sie so ein, dass sie Ihnen ins Gesicht bläst. So atmen Sie gefilterte Luft ein.
  • Waschen Sie Ihre Hände öfters, mindestens 20 Sekunden lang mit Wasser und Seife.
  • Berühren Sie nicht Ihre Augen, Nase oder den Mund mit ungewaschenen Handen. Nutzen Sie Handdesinfektion mit mindestes 60 – 95% Alkohol.
  • Gesichtsmasken schützen nicht.
  • Gemäß einer Studie von National Geographic leben Passagie mit Fensterplatz gesündesten.

 

Eurowings erklärt: „Die Luft an Bord aller Flugzeuge der Lufthansa Group Airlines ist sauberer als die auf der Erde. Sie besteht zu 60 Prozent aus Frischluft von außen. Die in der Kabine zirkulierende Luft wird gefiltert und von Verunreinigungen wie Staub, Bakterien und Viren befreit. Filterleistung und Luftführung entsprechen den Standards für klinische Operationssäle. Gut gerüstet sind wir auch für eventuelle Corona-Verdachtsfälle an Bord. Dann würden die erprobten Verfahren greifen, die unsere medizinischen Dienste generell für Passagiere mit Infektionskrankheiten entwickelt haben und für die unsere Crews geschult sind.“

 

Generelle Empfehlungen, um die Ansteckungsgefahr gering zu halten

Wenn Sie Symptome haben, gehen Sie wie folgt vor:

  • Setzen Sie sich nicht ins Wartezimmer, sondern rufen Sie an, damit sie keine anderen PAtenten anstecken.
  • Wichtige Telefonnummern:
    • Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117
    • Einheitliche Behördennummer: 115
    • Unabhängige Patientenberatung Deutschland
    • Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100
  • Achten Sie auf gute Hygiene: Waschen Sie Ihre Hände bis zu den Unterarmen mindestens 20 Sekunden lang, mehrmals am Tag. Wasser und Seife reichen gewöhnlich. Ich nutze diesen Samtschaum von Sagrotan mit Kirschblüte und Rosenduft, er ist ganz weich und duftet toll. Anleitung zur richtigen Händedesinfektion.
  • Wenn Sie auf weiterführende Desinfektion zurückgreifen möchten, achten Sie darauf, dass diese „viruzit“ sind.
  • Wenn Sie husten oder niesen müssen, bedecken Sie Ihren Mund und die Nase mit Ihrer Armbeuge oder einem Taschentuch. Werfen Sie das Taschentuch gleich weg und waschen Sie sich die Hände.
  • Nutzen Sie einen Stift oder einen anderen Gegenstand, wenn Sie auf einen Knopf im Aufzug drücken.
  • Öffnen Sie Türklinken in der Öffentlichkeit mit dem Ellbogen.
  • Es gibt keine gesicherte Erkenntnis darüber, dass Sie ein Mundschutz vor Ansteckung schützt. Vielmehr schützt es andere in Ihre Umgebung, wenn Sie niesen oder husten müssen.
  • Vermeiden Sie Kontakt zu Personen, die an Atemwegserkrankungen leiden.
  • Wenn Ihr Hotelrestaurant (und natürlich auch ein Restaurant auswärts) einen Handsanitizer anbietet, nutzen Sie ihn bei jedem Besuch des Restaurants.
  • Kochen Sie Eier und Fleisch gründlich.
  • Wenn Sie Fieber, Husten oder Atemschwierigkeiten entwickeln und sich in Risikogebieten aufgehalten haben, kontaktieren Sie Ihren Hausarzt telefonisch und besprechen Sie das weitere Vorgehen.

 

Vorkehrungen während der Reise

  • Bleiben Sie locker und werden Sie nicht panisch! Schützen Sie sich ein wenig und genießen Sie Ihre Reise. Waschen Sie sich häufig die Hände mit Wasser und Seife und nutzen Sie Möglichkeiten, Ihre Hände unterwegs zu desinfizieren.
  • Planen Sie mehr Zeit bei der Einreise ein: Viele Länder nehmen sich sehr viel mehr Zeit bei den Formalitäten und auch gesundheitliche Untersuchungen (Fiebermessen etc.) können vorkommen.

Keep cool and wash your hands!

 

Kleine Hygiene-Einkaufsliste für unterwegs

Es braucht nicht viel, um sich auf Reisen hygienisch sicher zu fühlen. Ich trage immer diese Desinfektionstücher bei mir. Ich nutze Sie, um den Tisch an meinem Flugzeugsitz zu reinigen und in schlimmen Fällen mal eine Klobrille. Manchmal auch die Fernbedienung im Hotelzimmer.

 

Bleiben wir in Kontakt?

Herzlich willkommen bei inventia!

Mein Name ist Stephanie Gräf und ich bin Ihre Ansprechpartnerin für Reiseanfragen und -buchungen.

Ihr individuelles Angebot ist schon fast auf dem Weg zu Ihnen. Sagen Sie mir noch schnell, wann Sie reisen möchten.

Schicken Sie mir eine E-Mail an welcome@inventia.de oder rufen Sie mich unter +49 (0)201 946 16 306 an.

Geben Sie sich nicht mit Standards zufrieden. Sie verdienen mehr.

Stephanie Gräf

Reiseagentin & Inhaberin, inventia | Reisen jenseits vom Mittelmaß

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