Asadofeuer und Gauchos auf einer Estancia von 1906

100.000 Hektar patagonische Steppe am Torres del Paine

Gelebtes Gaucho-Erbe in der weiten Steppe Patagoniens

Torres del Paine, Chile

5 Tage (4 Nächte)

Privatreise ab 1 Person

Privatlodge-Programm in Patagonien | 5 Tage / 4 Nächte | ab 2 Gästen, auf Wunsch ab 1 Person | Saison Oktober bis März | englisch- und spanischsprachige Guides

Wenn der patagonische Sommer die Steppe in goldenes Licht taucht, zeigt sich diese Weite von ihrer großzügigsten Seite: lange Tage, stille Nächte und ein Leben, das seit über hundert Jahren dem Rhythmus von Wind, Wolle und Weite folgt. Eine Estancia ist eine patagonische Ranch. Diese hier zählt zu den größten und ältesten der Region, eine historische Boutique Wildlife Lodge am Rand des Torres-del-Paine-Nationalparks. Vier Nächte verbringen Sie zwischen Gaucho-Erbe, wilder Tierwelt und goldenem Abendlicht. Im Mittelpunkt steht ein Naturschutzprojekt, das es so nur hier gibt: die friedliche Koexistenz von Schafzucht und Puma.

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Die Ranch geht auf das Jahr 1906 zurück und wurde 2022 als Boutique Wildlife Lodge neu gestaltet. Sie erstreckt sich über rund 107.000 Hektar, auf denen bis heute Schafe gehalten werden. Aus der Pionierzeit der patagonischen Schafzucht stammen das Haupthaus im britisch-patagonischen Stil, die alten Schafscherereien, die Viehgatter und das Dorf der Gauchos. Heute ist sie das erste Hotel Chiles, das nach dem weltweiten Wildlife-Friendly-Standard zertifiziert ist.

Auf der ganztägigen Conservation Safari folgen Sie mit erfahrenen Fährtenlesern den Spuren der Pumas, werten Kamerafallen aus und sehen, wie Herdenschutzhunde die Koexistenz von Herde und Raubtier möglich machen. Die Region gilt als Teil eines biologischen Korridors mit einer der höchsten Pumadichten weltweit; Guanakos, Nandus, Füchse und kreisende Kondore begleiten die Pirschfahrten durch die weite Steppe, und mit etwas Glück zeigt sich auch ein Puma.

Jeder Tag folgt einem eigenen Rhythmus: eine Kulturtour durch Schafschererei und Gaucho-Dorf, ein ganzer Tag auf Pumaspur, ein Ausritt mit den Gauchos auf alten Viehtreiberpfaden und zum Abschluss die Wahl zwischen einer Wanderung in der fossilreichen Sierra Baguales und einer Exkursion in den Torres-del-Paine-Nationalpark. Abends versammelt der Quincho El Ruedo die Gäste am offenen Feuer, an ausgewählten Abenden zum traditionellen Asado de Cordero al Palo. Mit nur 21 Zimmern in drei historischen Häusern, Vollpension und Guides, deren Familien seit Generationen mit der Estancia verbunden sind, bleibt der Aufenthalt familiär und ungestört.

Verbinden Sie das Programm gern mit einem Vor- oder Nachprogramm: Nahe Puerto Natales am Fjord Última Esperanza lohnt die Cueva del Milodón, eine Höhle, in der Reste eines ausgestorbenen Riesenfaultiers entdeckt wurden. Wer mehr Gletscher sehen möchte, fährt über die Grenze nach El Calafate zum Perito-Moreno-Gletscher. Sprechen Sie uns gerne an, wir stellen Ihr individuelles Vor- oder Nachprogramm zusammen.

Stephanie Gräf

Stephanie Gräf

Reiseexpertin, inventia | Reisen jenseits vom Mittelmaß
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Sie erreichen mich telefonisch oder per E-Mail:
+49 (0)201 858 90 960
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Gut zu wissen

An- und Abreise: Auf Wunsch übernehmen wir die komplette Reiseplanung für Sie, von den Langstreckenflügen über die Inlandsflüge bis zu den Transfers vor Ort. Die nächstgelegenen Flughäfen sind Puerto Natales (rund 100 Kilometer) und Punta Arenas (rund 330 Kilometer).

Einreisebestimmungen: Für deutsche Staatsangehörige ist ein gültiger Reisepass erforderlich. Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts finden Sie für Chile. Für andere Nationalitäten können Regelungen abweichen. Sprechen Sie uns gerne an.

Klima: Im patagonischen Sommer von Oktober bis März liegen die Temperaturen meist zwischen 14 und 20 Grad. Es ist zugleich die windreichste Zeit des Jahres, und das Wetter kann an einem Tag mehrere Jahreszeiten zeigen. Wir empfehlen wetterfeste Kleidung im Zwiebellook, eine winddichte Jacke und festes Schuhwerk.

Reiseart: Privatlodge-Programm ab zwei Gästen, auf Wunsch auch ab einer Person (Privatprogramm gegen Aufpreis), mit täglich geführten Exkursionen. Die Termine sind innerhalb der Sommersaison von Oktober bis März frei wählbar; das Tagesprogramm orientiert sich vor Ort an der Wetterlage.

HIGHLIGHTS

  • Größte und älteste Estancia der Region – Über 100.000 Hektar patagonische Steppe und ein Erbe, das bis 1906 zurückreicht, direkt am Torres-del-Paine-Nationalpark.
  • Koloniales Haupthaus und Gaucho-Dorf – Die original erhaltenen Gebäude aus der Pionierzeit erzählen vom Aufbruch der ersten Siedler.
  • Conservation Safari auf Pumaspur – Ein ganzer Tag mit den Fährtenlesern der Estancia, zwischen Kamerafallen, Guanakos und kreisenden Kondoren.
  • Ausritt mit den Gauchos – Im Sattel patagonischer Criollo-Pferde durch die offene Steppe, auch ohne Reiterfahrung.
  • Asado de Cordero al Palo – Patagonisches Lamm am offenen Feuer im Quincho El Ruedo, an ausgewählten Abenden begleitet von Wein und Liedern.
  • Sierra Baguales oder Torres del Paine – Wahlweise eine Wanderung durch ein fossilreiches Bergtal oder der selten besuchte Nordost-Sektor des Nationalparks.
  • Guides mit Wurzeln – Ihre Begleiter stammen aus Familien, die seit Generationen mit der Region verbunden sind.

Route

Lagekarte der Reiseregion am Torres del Paine in Patagonien

Reiseverlauf

Tag 1 | Ankunft auf der Estancia

Schon mit dem ersten Atemzug in der klaren Sommerluft spüren Sie die Weite Patagoniens. Über die offene Steppe reicht der Blick bis zu den Torres del Paine, die schon den ersten Siedlern als Orientierung dienten. Beim Mittagessen kommt die saisonale Küche der Estancia auf den Tisch, mit Zutaten aus der Umgebung, so wie sich einst die Arbeiter hier versorgten.

Am Nachmittag führt die Kulturtour ins Herz der Estancia: zum Haupthaus im britisch-patagonischen Stil, zu den historischen Schafscherereien, den Viehgattern und Stallungen. Sie hören, wie die Wolle von hier in alle Welt ging und wie eng die Geschichte von Siedlern, Gauchos und indigenen Gemeinschaften miteinander verwoben ist.

Am Abend treffen Sie die Gauchos im Quincho El Ruedo. Bei Mate und der lokalen Spezialität Candola, einer warmen Gewürz-Weinmischung, erzählen sie von einer Zeit, in der das Leben hier von Härte, Zusammenhalt und Stolz geprägt war, bevor die Sonne in warmen Farben über den Ebenen untergeht.

Historisches Haupthaus der Estancia mit Garten im Sommer
Schafe der Estancia grasen vor den Türmen des Torres del Paine

Tag 2 | Conservation Safari auf Pumaspur

Nach dem Frühstücksbuffet mit Blick auf die erwachende Steppe brechen Sie mit dem Naturschutzteam zur ganztägigen Conservation Safari auf. Wo einst riesige Schafherden weideten, steht heute der Schutz des Pumas im Mittelpunkt, des Symboltiers Patagoniens und einstigen Gegners der Viehzüchter. Sie folgen frischen Fährten, beobachten Guanakos, Nandus, Füchse und Kondore und sehen, wie aus einem historischen Konflikt ein Modell der Koexistenz von Vieh und Wildnis geworden ist.

Mittags kehren Sie zum Essen auf die Estancia zurück, am Nachmittag folgen weitere Pirschfahrten im goldenen Licht. Den Abschluss bildet ein Abendessen im Freien: Am Lagerfeuer, unter weitem Himmel, umgibt Sie die Stille und Größe Patagoniens, so wie es die Gauchos seit Generationen kennen.

Tag 3 | Im Sattel mit den Gauchos

Der Vormittag gehört den Pferden. Auf dem halbtägigen Ausritt Caravana reiten Sie auf historischen Viehtreiberpfaden Seite an Seite mit den Gauchos und erleben die jahrhundertealte Reitkultur Patagoniens aus erster Hand. Die Pferde, die Viehgatter und die offene Steppe gehören zu derselben Geschichte, die einst Pioniere und Gauchos verband.

Nach dem Mittagessen auf der Estancia bleibt der Nachmittag zur freien Verfügung, ob im Barbereich mit Blick über die weite Steppe oder beim Erkunden der historischen Gebäude. Am Abend lodert im Quincho El Ruedo das Feuer: Wer mittwochs oder samstags zu Gast ist, erlebt das Asado de Cordero al Palo, patagonisches Lamm langsam über offener Flamme gegart, begleitet von Wein, Geschichten und Liedern.

Zwei Gauchos reiten durch die sommerliche Steppe Patagoniens
Die Tafelberge der Sierra Baguales über der weiten Pampa

Tag 4 | Sierra Baguales oder Torres del Paine

Heute wählen Sie Ihr Ganztages-Erlebnis. Die Sierra Baguales ist nicht nur geologisch bemerkenswert, sondern voller Mythen: Fossilien erzählen von Urzeiten, zerklüftete Berge vom ewigen Spiel der Elemente, und für die Gauchos galt die Sierra lange als geheimnisvolle Grenze. Alternativ führt Sie eine Exkursion abseits der klassischen Routen an die Nordostseite des Torres-del-Paine-Nationalparks, zu Panoramablicken, Tierbeobachtungen und historischen Pfaden.

Unterwegs stärkt ein Box Lunch, ganz wie ihn die Viehtreiber einst auf ihren langen Wegen dabei hatten. Am Abend lässt ein ruhiges, regional inspiriertes Dinner Raum für Austausch und für die Bilder des Tages.

Tag 5 | Abschied von der Steppe

Ein letztes Mal taucht die Morgensonne die Ebenen in klares Licht. Beim Abschied führt ein Spaziergang über das Gelände vorbei an Orten voller Geschichte, und Sie spüren, dass die Estancia mehr ist als eine Unterkunft. Mit Ihnen reist die Erinnerung an Geschichten am Feuer, an die Weite der Steppe und an ein Licht, das hier nie ganz vergeht.

Die Torres del Paine im goldenen Abendlicht über der Estancia
Vollpension gemäß Reiseprogramm.

Unterkünfte auf Ihrer Reise

Die historische Estancia · Torres del Paine

Historisches Haupthaus der Estancia im goldenen Abendlicht

Diese Boutique Wildlife Lodge ist eine echte, bis heute bewirtschaftete Estancia am Nordostrand des Torres-del-Paine-Nationalparks, nur rund 40 Fahrminuten von der Park-Einfahrt Laguna Amarga und etwa 100 Kilometer von Puerto Natales entfernt. Anders als auf einer Gruppenreise holt Sie hier morgens kein Bus ab: Sie sind im kleinen Kreis mit eigenen Guides unterwegs, die das Land kennen, und stellen Ihr Programm individuell zusammen. So bleibt der Aufenthalt exklusiv und persönlich.

Die 21 Zimmer verteilen sich auf drei historische Gebäude, darunter das Haupthaus aus den 1920er-Jahren. Eingerichtet sind sie mit klassischen Möbeln und warmen Textilien, jedes mit eigenem Bad und biologischen Pflegeprodukten, Zentralheizung und Blick in die Gärten. In allen Zimmern und Gemeinschaftsbereichen gibt es WLAN.

Im Restaurant kommt die Küche von der eigenen Huerta, dem Bio-Garten, auf den Tisch; im Quincho El Ruedo, dem traditionellen Treffpunkt der Gauchos, gart das magellanische Lamm am Spieß über dem Feuer.

Aktivitäten

Naturschutz & Wildtiere

Ein Puma in der patagonischen Steppe

Aus diesem Katalog stellen Sie Ihr Programm vor Ort gemeinsam mit den Guides zusammen; die Auswahl richtet sich nach Saison, Wetter und Verfügbarkeit.

Im Mittelpunkt steht der Schutz des Pumas und die Frage, wie Viehzucht und Wildnis nebeneinander bestehen können. An der Seite des Naturschutzteams kommen Sie den Tieren der Steppe und ihren Fährten so nahe, wie es auf eigene Faust kaum möglich wäre. Ob sich ein Puma zeigt, lässt sich nie versprechen, mit etwas Glück und dem Gespür der Fährtenleser begegnet Ihnen aber einer der scheuen Jäger.

  • Bei der Conservation Experience ziehen Sie einen halben Tag lang mit Fernglas und Kamerafallen durch die Schutzgebiete und erleben aus erster Hand, wie die Forscher der Stiftung den Pumas auf der Spur bleiben. Etwa fünf Stunden, ohne besondere Anforderung.
  • Die Wildlife-Tour bringt Sie im Geländewagen in den Sektor Condorera, wo Herdenschutzhunde die Tiere bewachen und das Team das Wild beobachtet und kartiert. Etwa dreieinhalb Stunden, für jeden gut machbar.
  • Wer tiefer eintauchen möchte, verbringt bei der ganztägigen Conservation Experience einen vollen Tag mit den Fährtenlesern, besucht die Casa Puma und ist bei den Pirschfahrten in der Sierra del Toro dabei, wenn die Abendsonne die Steppe färbt. Etwa zehn Stunden, ohne große körperliche Anforderung.
Reiten mit den Gauchos

Gauchos treiben zu Pferd eine Schafherde durch die Steppe Patagoniens

Auf dem Rücken patagonischer Criollo-Pferde und in Begleitung erfahrener Gauchos folgen Sie alten Viehtreiberpfaden durch die offene Steppe. Für jedes Können ist der passende Ausritt dabei, vom ruhigen Schritt bis zum langen Galopp.

  • Beim Macizo Paine Lookout reiten schon Einsteiger an einem halben Tag über sanfte Ebenen, die drei Türme des Paine stets vor Augen. Rund 13 Kilometer in zweieinhalb Stunden, ganz ohne Reiterfahrung.
  • Die Caravana führt die ganze Familie auf einem entspannten Halbtagsritt über die Felder rund um das Gestüt, vorbei an Schafen und grasenden Guanakos. Etwa 7,5 Kilometer in zweieinhalb Stunden, auch für Kinder und Anfänger.
  • Wer im Sattel zu Hause ist, reitet beim Puesto Marcou in Trab und Galopp zu einer alten Viehstation mit weitem Blick auf die Sierra Baguales. Rund 16 Kilometer in dreieinhalb Stunden.
  • Der Ritt zur Laguna Tegualda geht durch die weite Pampa bis zu einer Lagune, an der Flamingos rasten. Etwa 14 Kilometer in zweieinhalb Stunden, mit ein wenig Reiterfahrung.
  • Die Segunda Barranca ist ein anspruchsvoller Tagesritt durch lichten Nothofagus-Wald und offene Pampa, der geübten Reitern einiges abverlangt. Rund 25 Kilometer in sechs Stunden.
  • Am weitesten und schnellsten geht es bei Las Flores, dem langen Tagesritt mit der Sierra Baguales als ständiger Kulisse. Rund 33 Kilometer in sechs Stunden, für erfahrene Reiter.
Wandern

Wandergruppe in der patagonischen Bergwelt

Zu Fuß zeigt sich die Steppe am unmittelbarsten, vom kurzen Spaziergang bis zur langen Bergtour. Viele Wege führen abseits der bekannten Routen, oft sind Sie den ganzen Tag allein mit Ihrem Guide unterwegs.

  • Der Weg zur Laguna Sarmiento endet am Ufer des größten Sees im Nationalpark, wo bizarre Thrombolithen aus dem Wasser ragen, von winzigen Organismen über Jahrtausende aufgebaut. Etwa 5 Kilometer in zweieinhalb Stunden, leicht zu gehen.
  • Vom Gut aus folgen Sie beim Bosquecito-Aussichtspunkt einem von Lenga-Bäumen gesäumten Bach bis zu einem weiten Ausblick über die Ebene. Rund 7,5 Kilometer in drei Stunden, mit etwas Kondition.
  • Kurz, aber steil führt der Mirador Sierra Baguales hinauf zu den Felsnadeln Tridente und Ciudadela. Etwa 5 Kilometer in drei Stunden, mittlere Anforderung.
  • Anspruchsvoller wird die Wanderung ins Tal des Río Las Chinas, wo Fossilien und ungewöhnliche Felsformationen von einer fernen Vergangenheit erzählen und einst Chiles erster Dinosaurier entdeckt wurde. Rund 12 Kilometer in etwa fünf Stunden, für Geübte.
  • Die Sierra Baguales an der Grenze zu Argentinien ist ein langer Tag für Bergerfahrene, zwischen versteinerten Zeugnissen der Erdgeschichte und frei lebenden Pferden. Rund 14 Kilometer in zehn Stunden.
  • Der Chenque ist mit 1.270 Metern der höchste Gipfel der Sierra Contreras, gekrönt von einem Grabhügel der Aonikenk. Rund 17 Kilometer in acht Stunden, ein fordernder Tag.
  • Der Klassiker ist der Trek zum Fuß der drei Granittürme des Torres del Paine. Rund 20 Kilometer in zehn Stunden inklusive Parkeintritt, konditionell anspruchsvoll.
Overland im Geländewagen

Gelaendewagen-Tour durch die patagonische Steppe

Wo die Strecken für lange Wanderungen zu weit werden, bringt Sie der Geländewagen tief in die Ebenen rund um die Estancia und in entlegene Winkel des Nationalparks.

  • Die Fahrt zum Puesto Sarmiento am Lago Sarmiento führt an jenen Ort, an dem der deutsche Flieger Gunther Plüschow in den 1930er-Jahren seinen Stützpunkt hatte, um Patagonien aus der Luft zu vermessen. Etwa dreieinhalb Stunden, bequem im Fahrzeug.
  • Der Nordost-Sektor des Torres del Paine wird selten besucht und zeigt Ihnen das Las-Chinas-Tal, die tiefblaue Laguna Azul und den Wasserfall Cascada Paine. Ein ganzer Tag, überwiegend im Geländewagen.
  • Die große Runde durch den Torres del Paine führt vom Grey-Gletschersee über den Lago Pehoé bis zum Wasserfall Salto Grande. Ein ganzer Tag inklusive Parkeintritt.
E-Bike

Mit dem E-Bike durch die patagonische Steppe

Lautlos gleiten Sie auf dem E-Bike zum Puesto Rojo durch die offene Steppe ins Tal des Río Las Chinas, bis der leuchtend rote Puesto vor Ihnen auftaucht. Die rund zwölf Kilometer sind in anderthalb Stunden und ohne Mühe geschafft.

Kultur

Gaucho mit Hut vor seiner Schafherde in Patagonien

Bei der Kulturtour über die Estancia spazieren Sie an einem halben Tag durch das historische Gut, vorbei an den original erhaltenen Gebäuden, durch Bio-Garten und Gewächshaus, zum Herrenhaus und zur alten Schafschererei, in der zur Saison noch heute geschoren wird. In rund dreieinhalb Stunden erzählt jeder Winkel ein Stück Pioniergeschichte.

Archäologie

Gesteinsformationen und archaeologische Funde in Patagonien

Im Palique-Gebiet folgen Sie an einem halben Tag den Spuren der ersten Jäger und Sammler Patagoniens und besuchen Fundstätten, an denen sich ihr Leben vor Tausenden von Jahren ablesen lässt. Etwa vier Stunden, ohne besondere Anforderung.

Fliegenfischen

Kristallklarer Fluss zum Fliegenfischen in Patagonien

Mit erfahrenen Guides stehen Sie beim Fliegenfischen einen ganzen Tag an den klaren Flüssen Las Chinas und Baguales und werfen die Schnur nach Forelle und Lachs. Rund acht Stunden für alle, die das Angeln lieben. Gegen Aufpreis und nicht im Programm enthalten.

Termine & Preise

Fragen Sie hier Ihre Reise an!

Preise pro Person für 4 Nächte, Classic Room, Vollpension, Open Bar, Privattransfers, tägliche, private Ausflüge lt. Programm, zweisprachige Reiseleitung 01.09. – 31.10.2026 01.11. – 19.12.2026
11.01. – 31.03.2027
20.12. 26 – 10.01.2027
Einzelbelegung 5.896 € 8.247 € 9.480 €
Doppelbelegung 4.624 € 6.474 € 7.514 €
Dreierbelegung 4.624 € 6.474 € 7.514 €
Kinder (5 – 12 Jahre) 3.314 € 4.740 € 5.434 €

Informationen

Inklusivleistungen:

  • Vier Übernachtungen auf einer historischen Estancia
  • Vollpension mit Frühstücksbuffet, Mittagessen oder Box Lunch und Abendmenü
  • Geführte Exkursionen laut Programm, darunter die ganztägige Conservation Safari
  • Transfers vor Ort
  • Ausrüstung für die Reitausflüge
  • Eintritt in den Torres-del-Paine-Nationalpark bei der Park-Exkursion
  • Guides auf Englisch und Spanisch
  • Spende von 35 US-Dollar pro Person und Nacht an die Naturschutzstiftung der Estancia

Nicht inklusive:

  • An- und Abreise zur Estancia (auf Wunsch übernehmen wir die komplette Reiseplanung für Sie)
  • Trinkgelder
  • Wäscheservice und persönliche Ausgaben

Wichtig:

  • Wir empfehlen eine Anreise ein bis zwei Tage vor Reisebeginn, um mögliche Flug- oder Gepäckverspätungen auszugleichen.
  • Eine Auslands-Reisekrankversicherung mit unlimitierten Leistungen ist obligatorisch und muss nachgewiesen werden.
  • Die Reise führt in abgelegene Gebiete ohne Zugang zu hochentwickelten medizinischen Einrichtungen. Personen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen oder täglichem medizinischen Behandlungsbedarf können nicht teilnehmen.
  • Die Guides sprechen Englisch und Spanisch. Eine deutschsprachige Begleitung ist nicht vorgesehen.
  • Diese Reise ist für mobil eingeschränkte Menschen nicht geeignet.
  • Das Programm setzt mindestens zwei Gäste voraus; die Exkursionen werden täglich an die Wetterlage und Verfügbarkeit angepasst.

Die häufigsten Fragen und Antworten

Wie reise ich zur Estancia Cerro Guido an?

Die nächstgelegenen Flughäfen sind Puerto Natales (rund 100 Kilometer) und Punta Arenas (rund 330 Kilometer), beide mit Verbindungen über Santiago de Chile. Die Transfers zwischen Flughafen und Estancia sind im Programm enthalten. Die internationale An- und Abreise ist nicht im Preis enthalten; auf Wunsch übernehmen wir die komplette Flug- und Anreiseplanung für Sie.

Brauche ich ein Visum für Chile?

Für deutsche Staatsangehörige ist für touristische Aufenthalte kein Visum erforderlich, es genügt ein gültiger Reisepass. Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts finden Sie für Chile. Für andere Nationalitäten können die Regelungen abweichen. Sprechen Sie uns gerne an.

Wann ist die beste Reisezeit für die Estancia?

Das Sommerprogramm läuft von Oktober bis März. In diesen Monaten sind die Tage lang, das Wetter ist mild und die Steppe zeigt sich in goldenem Licht. Anders als im Winter sind im Sommer auch die Reitausflüge mit den Gauchos fester Teil des Programms. Die Termine sind innerhalb der Saison frei wählbar, das Tagesprogramm wird vor Ort an die Wetterlage angepasst.

Welche Tiere kann ich auf der Estancia beobachten?

Cerro Guido liegt in einem biologischen Korridor, den die Estancia als Region mit der weltweit höchsten Pumadichte beschreibt. Auf der Conservation Safari folgen Sie mit Fährtenlesern den Spuren der Pumas. Häufig zu sehen sind außerdem Guanakos, Nandus, Füchse und Kondore, in den Lagunen auch Flamingos. Sichtungen in freier Wildbahn lassen sich nie garantieren, das geschulte Naturschutzteam erhöht die Chancen jedoch deutlich.

Wie anspruchsvoll ist das Programm?

Die Exkursionen sind moderat und für Gäste mit normaler Grundkondition geeignet. Der Ausritt Caravana führt auf ruhigen Criollo-Pferden über alte Viehtreiberpfade und ist auch ohne Reiterfahrung möglich. Wanderungen wie in der Sierra Baguales und die Pirschfahrten der Conservation Safari lassen sich an Ihr Tempo anpassen. Die Reise führt in eine abgelegene Region; mobil stark eingeschränkte Gäste können nicht teilnehmen.

In welcher Sprache werden die Ausflüge begleitet?

Die Guides der Estancia begleiten Sie auf Englisch und Spanisch. Eine deutschsprachige Reiseleitung ist nicht vorgesehen. Gerne beraten wir Sie vorab ausführlich auf Deutsch zu Ablauf und Inhalten Ihres Aufenthalts.

Ist die Reise für Alleinreisende geeignet?

Ja. Das Programm ist bereits ab zwei Gästen buchbar, und die Exkursionen finden in kleinen Gruppen statt, sodass der Kontakt zu anderen Reisenden ganz von selbst entsteht. Für Einzelbelegung steht ein eigener Tarif zur Verfügung. Sprechen Sie uns gerne an, wir finden die passende Lösung für Sie.

Kann ich den Aufenthalt verlängern oder mit anderen Zielen kombinieren?

Sehr gerne. In der Region bieten sich die Cueva del Milodón nahe Puerto Natales, ein Aufenthalt im historischen Kühlhaus von Puerto Bories oder ein Abstecher über die Grenze nach El Calafate zum Perito-Moreno-Gletscher an. Auch eine Kombination mit der Atacama-Wüste oder der Osterinsel lässt sich umsetzen. Sprechen Sie uns gerne an, wir stellen Ihr individuelles Vor- oder Nachprogramm zusammen.

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