200 Vogelarten auf acht Kilometern Insel

Insel Støtt, Helgelandküste

Frühling · 4 Tage (3 Nächte)

Privatlodge-Reise

Privatlodge-Reise auf der Insel Støtt | 4 Tage / 3 Nächte | Helgelandküste, Nordland, Norwegen | Frühlingssaison 1. April bis 1. Juni | Guides auf Norwegisch und Englisch

Zwischen dem 1. April und dem 1. Juni kommt der Frühling an der Helgelandküste auf Flügeln: Zugvögel kehren von fernen Ufern zurück, Seeadler ziehen über den Inseln ihre Kreise, und Schwärme von Watvögeln folgen den wechselnden Gezeiten. Schauplatz dieser vier Tage ist Støtt, eine kleine Insel nördlich des Polarkreises, auf der ein Handelsposten aus dem 19. Jahrhundert steht, eines der besterhaltenen Zeugnisse der Küstenkultur Nordlands.

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Für wen diese Reise gedacht ist: Støtt ist eine kleine Privatlodge, geführt von Eva und ihrem Bruder Sven, in einem Familienbesitz, der über Generationen weitergegeben wurde. Die restaurierten Häuser des Handelspostens nehmen mehrere Parteien gleichzeitig auf, deshalb wird die Insel für Familienfeiern gebucht, für den runden Geburtstag etwa, zu dem alle anreisen, ebenso wie für Retreats und Klausurtagungen. Und weil Støtt an der Küstenschifffahrtsroute liegt, lässt sich der Aufenthalt als Zwischenstopp einer Hurtigruten-Reise einplanen: in Ørnes aussteigen, ein paar Tage bleiben, später wieder zusteigen. Von den Lofoten aus ist die Insel ebenfalls zu erreichen.

Was uns an diesem Ort überzeugt: Er ist keine Kulisse. Rund 25 Menschen leben ganzjährig hier, in den alten Holzhäusern wohnen bis heute Familien, und der Posten wird Gebäude für Gebäude restauriert, statt nachgebaut zu werden. Wer bleibt, wohnt nicht neben der Geschichte, sondern darin. Nach Norden blickt man von der Insel über den Vestfjord auf die Gipfel der Lofoten, nach Süden über eine Vielzahl kleiner Inseln bis zu den Meløy-Alpen.

Erstmals erwähnt wurde das Fischerdorf 1530, der Name bedeutet „Inseln am aufragenden Berg“. Gehandelt wurde über Generationen mit dem, was das Meer hergab. Zur Fangsaison lagen bis zu tausend Fischer vor der Insel, es gab eine eigene Bäckerei, eine Telegrafenstation und den Kaufladen, der bis 1959 in Betrieb war. Geführt wurde der Posten über Generationen von der Familie Gotaas, bis 1884 lag er in den Händen von Kristiane Bolette Gotaas und ihren Erben.

An drei vollen Tagen führen Sie ortskundige Guides durch das Programm. Gegessen wird im Gammelbutikken, dem alten Kaufladen, dessen Küche von dem lebt, was vor der Tür aus dem Wasser kommt. Der Hafen davor gilt als einer der bestgeschützten der Küste: Weil die Berge des Festlands und der Svartisen-Gletscher den Südostwind abschirmen, suchten Fischer hier über Generationen Schutz, bevor sie den Vestfjord überquerten.

Für die Tage davor oder danach lohnt die Region ringsum. Vor den Toren von Bodø presst sich bei Saltstraumen viermal täglich die Flut durch eine 150 Meter schmale Meerenge, der stärkste Gezeitenstrom der Welt. Ab Bodø fährt außerdem die Nordlandsbanen über den Polarkreis; wer in Lønsdal aussteigt, steht nach knapp zwei Stunden mitten im Saltfjellet. Weiter südlich an der Helgelandküste liegen die Vega-Inseln, seit 2004 UNESCO-Welterbe, weil ihre Bewohner über Jahrhunderte von der Eiderdaunen-Ernte lebten. Sprechen Sie uns gerne an, wir stellen Ihr individuelles Vor- oder Nachprogramm zusammen.

Stephanie Gräf

Stephanie Gräf

Reiseexpertin, inventia | Reisen jenseits vom Mittelmaß
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Gut zu wissen

Einreisebestimmungen: Für deutsche Staatsangehörige ist ein gültiger Reisepass erforderlich. Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts finden Sie für Norwegen. Für andere Nationalitäten können Regelungen abweichen. Sprechen Sie uns gerne an.

Wetter und Kleidung: Der Frühling bringt an der Helgelandküste längere Tage und die Rückkehr der Vogelwelt. Für die Touren an Land und auf See empfehlen wir wind- und wasserdichte Oberbekleidung, dazu Wollkleidung, feste Wanderschuhe, warme Stiefel, Mütze und Handschuhe. Ein Fernglas lohnt sich in dieser Jahreszeit besonders.

Reiseart: Privatlodge-Reise mit geführtem Tagesprogramm in Helgeland, der Küstenregion im Norden von Norwegen, auf einer Insel mit rund 25 ganzjährigen Einwohnern. Die Termine sind innerhalb der Frühlingssaison vom 1. April bis 1. Juni frei wählbar.

HIGHLIGHTS

  • Rückkehr der Zugvögel – Ein ganzer Vormittag auf den Inseln, wenn die Vogelwelt aus dem Süden zurückkommt und die Schutzgebiete wieder voll sind.
  • RIB-Fahrt zu den äußeren Inseln – Hinaus nach Grøna und nach Valvær, das über Jahrhunderte ein Fischerdorf war und heute den Vögeln gehört.
  • Sauna am Leuchtturm – Am Kalsholmen wartet nach der Fahrt die Sauna, für Unerschrockene mit anschließendem Bad im kalten Meer.
  • Mittagessen am Svenningen-Plateau – Oben zwischen den Bunkern der deutschen Küstenbefestigung wird das Picknick ausgepackt, mit Blick über den Vestfjord.
  • Nordlicht in den letzten dunklen Nächten – Im April reicht die Dunkelheit noch, dann führt der Guide nach dem Essen hinaus zum Basislager.
  • Sechs Gänge aus dem Meer – Zum Abschluss das Degustationsmenü des Küchenchefs, jedes Gericht erzählt, jeder Wein auf Wunsch dazu erklärt.
  • Stockfisch aus eigener Trocknung – Das Restaurant im alten Kaufladen ist das einzige in Norwegen, das seinen Stockfisch selbst trocknet.
  • Übernachten im Denkmal – Bäckerei, Fischerhütte und Vorratsspeicher aus dem 18. und 19. Jahrhundert, restauriert und mit antiken Möbeln eingerichtet.

Route

Routenkarte der Insel Støtt mit den äußeren Inseln Valvær und Kalsholmen sowie Bodø

Reiseverlauf

Tag 1 | Vom Museum auf das Plateau

Der erste Tag beginnt dort, wo die Insel ihre Geschichte aufbewahrt: im Fischereimuseum im Obergeschoss des alten Kaufladens. Ihr Guide erzählt vom Leben und der Mühsal der Fischer, von den Kaufleuten, die den Handelsposten führten, und vom alten Handwerk der Kabeljautrocknung, mit dem Støtt bis nach Bergen und ins Ausland verbunden war. An den Wänden hängen die Illustrationen, die Kaare Espolin Johnson zu Johan Bojers Roman schuf.

Danach führt der Rundgang hinaus ins Fischerdorf, vorbei an den Häusern der Inselbewohner und an den Gebäuden des Handelspostens. Der Weg steigt weiter zum Svenningen-Plateau, einem der höchsten Punkte der Hauptinsel, wo Bunker und Geschützstellungen aus dem Zweiten Weltkrieg liegen. Der Ausblick von dort oben ist der Grund, warum hier gegessen wird: Das Picknick wird im Freien ausgepackt, und die Umgebung macht das Essen besser.

Der Nachmittag gehört der Sauna am Rand des Restaurants, unmittelbar am Wasser. Zwischen der Wärme im Inneren und der kühlen Seeluft draußen entsteht der Kontrast, der diese Stunden ausmacht.

Am Abend wartet im Gammelbutikken ein Menü über drei Gänge. Die Küche folgt dem, womit die Kaufleute ihre Gäste über Jahrhunderte bewirteten: Kabeljau und Heilbutt, Klippfisch, Stockfisch und Bacalao. Danach führt der Nordlicht-Guide hinauf ins Museum, zeigt einen Film über das Polarlicht und erzählt die Mythen, die sich darum ranken. Anschließend gehen alle gemeinsam hinaus zum Basislager, wo ein Feuer brennt und ein heißes Getränk gereicht wird.

Gäste im historischen Kaufladen Gammelbutikken auf Støtt zwischen alten Regalen
Zwei Austernfischer mit orangefarbenen Schnäbeln stehen am Tanggürtel eines Felsufers

Tag 2 | Ein Tag mit der Vogelwelt

Der ganze Vormittag gehört einem Gang über die Inseln von Støtt, gemeinsam mit Ihrem Guide. Er weiß, wo die Seeadler ihre Horste haben, wo die Watvögel bei ablaufendem Wasser stehen und welche Flächen jetzt besser gemieden werden, weil dort gebrütet wird.

Unterwegs bleibt viel Zeit zum Stehenbleiben. Was sich hier zwischen Meer, Land und Himmel abspielt, läuft in jedem Frühjahr gleich ab und wirkt trotzdem jedes Mal neu: ankommen, ein Revier besetzen, brüten, füttern.

Zum Abendessen ist draußen gedeckt. Der Tisch steht direkt am Ufer, ringsum Inseln und offener Horizont, dazu das Geräusch der Wellen und der Seevögel. Serviert wird frisches Fleisch aus der Region, während der Himmel in Gold und Rosa wechselt.

Tag 3 | Weit hinaus zu den äußeren Inseln

Am Morgen bringt Sie Ihr Guide im RIB-Boot zu den äußersten Inseln vor Støtt. Sie besuchen Grøna, bekannt für seinen Tierreichtum, und Valvær, das über Jahrhunderte ein Fischerdorf war. In der Winterfangsaison hielten sich hier oft bis zu vierhundert Fischer auf; riesige Mengen Kabeljau hingen zum Trocknen auf Gestellen, unzählige Fässer Hering wurden gesalzen.

Gestoppt wird am Kalsholmen-Leuchtturm, wo der Koch das Mittagessen serviert. Außerhalb der Brutzeit vom 15. April bis 31. Juli steuern die Guides auch eine der kleinen Inseln an. Am Leuchtturm gibt es eine Sauna, und wer mag, geht danach zur Abkühlung ins Meer. Wer lieber selbst mit anpackt, fährt stattdessen zum Fischen hinaus, mit traditionellen Netzen auf Kabeljau, Seelachs und Heilbutt und mit Reusen auf Krabben.

Der letzte Abend gehört der Küche. Der Küchenchef serviert sein Degustationsmenü über sechs Gänge, kleine Gerichte aus dem Meer und das Beste, was das Haus zu bieten hat. Zu jedem Gang wird erzählt, woher er kommt, und zu jedem passenden Wein, aus welcher Rebsorte er stammt und wie er entsteht.

RIB-Boot liegt am Kai unter dem weißen Leuchtturm Kalsholmen fyr vor Støtt
Verschneite Schäreninseln und offenes Wasser vor Støtt aus der Luft

Tag 4 | Abschied von der Insel

Am letzten Morgen deckt das Gammelbutikken ein letztes Mal den Frühstückstisch. Draußen sind die Vögel längst wach, und wer mag, geht vor der Abfahrt noch einmal mit dem Fernglas an den Kai.

Dann legt das Schnellboot ab. Vom Wasser aus schiebt sich die Insel langsam in die Reihe der anderen zurück, bis sie nur noch eine unter vielen an dieser Küste ist.

Alle Mahlzeiten laut Reiseverlauf sind inklusive. Das Tagesprogramm richtet sich vor Ort nach Wetter und Seegang.

Hier übernachten Sie

Bakeriet · Die alte Bäckerei
Weiße Tür mit Emailleschild Bakeriet an einem ockerfarbenen Holzhaus auf StøttGästezimmer mit zwei weißen Betten mit geschnitzten Kopfteilen, antikem Spiegel und cremefarbenen HolzpaneelenZimmer unter der Dachschräge mit weiß gestrichener Holzdecke, zwei Betten und Sprossenfenster mit Spitzengardine
Lage

Das Bäckereigebäude steht mitten im historischen Handelsposten, wenige Schritte vom alten Kaufladen mit Restaurant und Fischereimuseum und vom Kai, an dem das Schnellboot anlegt. Weiter als ein paar Minuten hat man es auf dieser Insel ohnehin nirgendwohin.

Zimmer

Die Bäckerei hat acht Doppelzimmer, das sind die besten des Hauses. Sechs davon haben ein eigenes Bad, zwei teilen sich eines; eines dieser beiden hat eine eigene Küchenzeile, eine Sitzecke und Blick auf den Hafen. Die Zimmer gibt es mit Doppelbett oder mit zwei Einzelbetten.

Ausstattung

Das Gebäude wurde sorgfältig restauriert und um modernen Komfort ergänzt, ohne seinen Charakter zu verlieren. Zur Ausstattung gehören Daunendecken, Bettwäsche und Handtücher, Bademäntel und warme Hausschuhe, Haartrockner, Pflegeprodukte im Bad, Schokolade, Kaffee und Tee mit Wasserkocher sowie ein Regenschirm für den Weg zum Restaurant. Im Zimmer liegen außerdem die Geschichte des Handelspostens, eine Übersicht der Aktivitäten und die Fahrpläne der Schnellboote aus. Die Einrichtung folgt dem Zeitstil des Hauses: antike Möbel und die eleganten Details aus der Epoche des Handelspostens.

Die Geschichte des Hauses

In der Blütezeit lagen zur Fangsaison bis zu tausend Fischer zusätzlich zu den Einwohnern vor der Insel, und die brauchten Brot. Der Ofen der alten Bäckerei buk nach Überlieferung sechzig Brote auf einmal und lief von früh morgens bis spät nachts. Als das Gebäude 1878 vollständig abbrannte, segelte der Kaufmann Gotaas nach Åsvær, einem anderen Handelsposten an der Helgelandküste, kaufte den kompletten Posten samt Bäckerei und ließ alles über See nach Støtt versetzen. So kam das Haus, in dem Sie heute schlafen, überhaupt erst auf diese Insel. Seit 2018 wird darin wieder übernachtet.

Für wen

Für alle, die den höchsten Komfort auf der Insel möchten. Sechs der acht Zimmer haben ein eigenes Bad, zwei teilen sich eines.

Rorbua · Die Fischerhütte am Kai
Rote und gelbe Holzspeicher auf Pfählen über dem Wasser von StøttWohnzimmer eines der Häuser auf Støtt mit Kristalllüster, Goldspiegel, rundem Tisch und gepolsterten Stühlen
Lage

Die Rorbua steht dort, wo früher gearbeitet wurde: direkt am Wasser, im Kern des Handelspostens. Restaurant, Museum und Kai liegen in Gehweite, der geschützte Hafen mit seiner Mole beginnt vor der Tür.

Zimmer

Das Haus teilt sich in zwei Abschnitte mit jeweils eigenem Eingang. Rorbua Nord hat drei Doppelzimmer, ein Badezimmer und ein Wohnzimmer. Rorbua Sør hat vier Doppelzimmer, zwei Badezimmer und ein Wohnzimmer. Beide Abschnitte lassen sich als Einheit belegen, was einer Gruppe einen eigenen Rückzugsbereich gibt, ohne dass man sich das Haus mit Fremden teilt.

Ausstattung

Atmosphäre und Einrichtung spiegeln die Blütezeit des Handelspostens: antike Möbel im Zeitstil und schwere Daunendecken, dazu Bettwäsche und Handtücher, Hausschuhe, Haartrockner, Pflegeprodukte im Bad, Schokolade, Kaffee und Tee sowie Regenschirme. Das Wohnzimmer ist der gemeinsame Treffpunkt, wenn nach den Touren die nassen Sachen zum Trocknen hängen. Die Bäder werden innerhalb des jeweiligen Hausteils geteilt, in Rorbua Nord teilen sich drei Zimmer ein Bad, in Rorbua Sør vier Zimmer zwei Bäder.

Die Geschichte des Hauses

Eine Rorbu war die Hütte, in der die Fischer während der Fangsaison schliefen und aßen. Hier bereiteten sie ihre Fanggeräte vor und beköderten die Haken der Langleinen, oft bis tief in die Nacht. Typischerweise bestanden diese Häuser aus nur zwei Räumen: einem Lager für Lebensmittel und Ausrüstung und einem Wohnraum mit den Betten. Mit ihrer leuchtend roten Farbe und den weißen Zierleisten sind Rorbuer bis heute ein Sinnbild des maritimen Erbes Norwegens, und an der Helgelandküste stehen sie dort, wo über Jahrhunderte der Kabeljau angelandet wurde.

Für wen

Für Familien und Freundesgruppen, die zusammen wohnen und sich abends im eigenen Wohnzimmer treffen wollen. Für viele Gäste ist die Rorbua die erste Wahl auf Støtt.

Stabburet · Der älteste Bau der Insel
Kleines weißes Holzhaus mit roten Fensterrahmen und rostrotem Wellblechdach, über der Tür ein Emailleschild mit der Aufschrift Stabburet, dahinter der Hafen von StøttSitzecke mit vergoldetem Spiegel, rundem Holztisch, roten Polstersesseln und brennenden Kerzen auf Støtt
Lage

Auch das Stabburet gehört zum Ensemble des Handelspostens und steht damit wenige Schritte von Restaurant, Museum und Kai entfernt.

Zimmer

Das Stabburet ist eine Wohnung über zwei Etagen für bis zu vier Personen. Im Erdgeschoss liegen der Eingang, ein gemütliches Wohnzimmer und eine Toilette mit Waschbecken, im Obergeschoss ein großes Schlafzimmer mit einem Doppelbett und zwei Einzelbetten. Man wohnt hier also nicht in einem einzelnen Zimmer, sondern in einem kleinen Haus für sich.

Ausstattung

Wie in den anderen Häusern des Postens: antike Möbel im Zeitstil, schwere Daunendecken und die charmanten Details aus der Zeit, als hier gehandelt statt übernachtet wurde.

Die Geschichte des Hauses

Jeder größere Handelsposten der Küste besaß ein Stabbur, in dem Getreide und Lebensmittel lagerten, sicher vor Feuchtigkeit und Nagern. Das von Støtt stammt aus den 1700er Jahren und ist damit das älteste Gebäude der Insel. Bau- und Konstruktionsholz muss vollständig über See herangeschafft worden sein, anders ging es hier draußen nicht. Später wohnte in dem Speicher das Personal des Handelspostens.

Für wen

Für ein Paar oder eine vierköpfige Familie. Das Haus gilt als das romantischste des Postens.

Restaurant Gammelbutikken · Küche und Mahlzeiten
Innenraum des historischen Kaufladens mit langem Holztresen, Apothekerschubladen und Regalen voller GläserLange Holztafel mit Messing-Kandelaber unter zwei Kristalllüstern im alten Kaufladen, an den Wänden historische ReklameschilderAlte rote Ladenwaage der Marke Exact auf dem Holztresen, daneben Gewichte und EmaillekannenGäste bedienen sich an einem Buffet mit Fischgerichten im Restaurant auf Støtt
Der alte Kaufladen

Gegessen wird im Gammelbutikken, dem alten Laden des Handelspostens. Bis 1959 wurde hier verkauft, was die Insel und die Fischer brauchten: ein umfangreiches Warensortiment, Proviant und Ausrüstung für die Fangsaison, dazu ein eigener Tresen für Spirituosen. Das Gebäude selbst wurde einst von Åsvær nach Støtt versetzt und war damals größer als heute. Für Übernachtungsgäste ist im Restaurant automatisch ein Tisch reserviert.

Der Tagesablauf

Frühstück gibt es von 07:30 bis 09:00 Uhr, sonntags bis 09:30 Uhr. Das Mittagessen läuft von 13:00 bis 15:00 Uhr, die letzte Platzvergabe ist um 14:30 Uhr. Zum Abendessen ab 18:30 Uhr setzen sich alle Gäste gemeinsam an den Tisch. An Werktagen wird ein täglich wechselndes Drei-Gänge-Menü serviert, je nachdem, welche Zutaten gerade am besten sind, samstags ein Fünf-Gänge-Menü.

Die Küche

Die kulinarische Linie kommt aus der Geschichte des Ortes: Über Jahrhunderte bewirteten die Kaufleute ihre Gäste mit Kabeljau und Heilbutt, Wal, Klippfisch, Stockfisch, Bacalao und Fischsuppe, in großzügigen Portionen. Zu den Menüs wird jeweils eine abgestimmte Weinauswahl angeboten, bei der Zusammenstellung der Karte berät ein Fachmann das Haus, und die Bar schenkt auch Spirituosen und Cocktails aus.

Eigene Stockfischtrocknung

Das Haus ist das einzige Restaurant Norwegens, das seinen Stockfisch selbst trocknet. Jeden März werden große Chargen Kabeljau und Küstenkabeljau direkt von lokalen Fischern gekauft, vom Rückgrat befreit und auf großen Gestellen im Freien aufgehängt. Ideal sind guter Wind und Temperaturen zwischen null und drei Grad, und genau die liefern März und April auf Støtt. Nach rund zwei Monaten wird der Fisch abgenommen, zum Zubereiten eingeweicht und enthäutet. Die Rückenstücke und die feineren Teile kommen als Hauptgang auf den Teller, kleinere Stücke in die Stockfischsuppe. Historisch war Støtt außerdem der erste Produktionsstandort für Lebertran an der Helgelandküste.

Gut zu wissen

Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten sollten Sie rechtzeitig vor der Anreise mitteilen, dann richtet die Küche sich darauf ein.

Das Ensemble · Kai, Mole und die übrigen Häuser
Gelbe und rote Speichergebäude des Handelspostens Støtt spiegeln sich im winterlichen WasserGroßes ockerfarbenes Holzhaus auf Pfählen über dem Wasser mit Außentreppe, gespiegelt im windstillen WinterwasserSegelboot am Steg vor den roten Speichern von Støtt unter dramatischen Wolken
Ein Posten, der nach und nach zurückkommt

Der Handelsposten wird Gebäude für Gebäude restauriert, in der Reihenfolge, in der es geht. 2012 eröffnete das Restaurant im alten Laden, 2014 wurden Stabburet und Rorbua als Unterkünfte fertig, 2015 kamen das Fischereimuseum und Konferenzräume im Obergeschoss darüber dazu, 2018 die Bäckerei. Was Sie beim Rundgang sehen, ist also ein Ort mitten in der Arbeit, kein fertiges Museum.

Rødbrygga

Der rote Speicher am Kai aus den 1820er oder 1830er Jahren ist das Gebäude, das den Blick auf den Handelsposten prägt. Hier kam der Fang an und wurde verarbeitet: ausgenommen, filetiert, gesalzen. Von diesem Haus aus ging der Klippfisch auf die Reise nach Bergen und weiter ins Ausland. Innen wartet der Speicher noch auf seine Restaurierung. Sie ist für die kommenden Jahre vorgesehen. Von außen bleibt er das Wahrzeichen der Insel.

Telegrafstasjonen

Die Telegrafenstation war 1858 die erste zwischen Sandnessjøen und Bodø, errichtet auf Initiative der Kaufleute Bonsak und Kristiane Bolette Gotaas. Ein eigenes Gebäude bekam sie 1884, nachdem das große Haupthaus des Postens abgerissen worden war. Über diese Station lief für Jahrzehnte die schnellste Verbindung der Insel zur Welt.

Fischereimuseum

Im Obergeschoss über dem Restaurant erzählt das Museum vom Leben der Fischer, vom Küstenhandel im Zeitalter der Segelschiffe und vom Handwerk der Kabeljautrocknung. Zu sehen sind dort auch die Illustrationen, die Kaare Espolin Johnson zu Johan Bojers Roman schuf. Im Sommer dient der Raum zusätzlich als zweiter Speisesaal.

Hafen und Kai

Der Hafen gilt als einer der bestgeschützten der Küste, geschützt durch die Mole sowie vorgelagerte Inselchen und Riffe. Die Einfahrt weist nach Südosten, aus genau der Richtung, aus der hier nie Wind kommt, weil die Berge des Festlands und der Svartisen-Gletscher das Archipel abschirmen. Am Dampfschiffkai legten früher die Küstenschiffe an, heute beginnt dort der geführte Rundgang. Historisch verfügte die Insel zudem über eigenes, ausgezeichnetes Brunnenwasser.

Støtt Kolonial

Der Inselladen am Kai versorgt Einheimische wie Gäste und ist zugleich sozialer Treffpunkt, Poststelle und Verleihstation für Fahrräder, Kajaks, kleine Boote und Angelausrüstung. Für eine Gemeinschaft von rund 25 ganzjährigen Einwohnern ist dieses Geschäft von entscheidender Bedeutung. Im südlichen Teil der Hauptinsel gibt es außerdem Grillplätze und eine Schutzhütte am Strand.

Ihr Programm im Detail

Fischereimuseum, Fischerdorf und Svenningen-Plateau (inklusive, 10:00 bis 14:00)
Guide erklärt Besuchern im Fischereimuseum von Støtt Trockenfisch und altes FanggerätHolzkiste voller brauner und grüner Glaskugeln als Netzschwimmer, dahinter ein historisches Schwarzweißfoto und FischernetzeHistorisches Kontor mit antikem Pultschreibtisch, aufgeschlagenen Handelsbüchern und alten Belegen

Die geführte Tour verbindet drei Orte zu einer Erzählung. Im Fischereimuseum im Obergeschoss des alten Kaufladens geht es um die Fischer, die Kaufleute und den Küstenhandel im Zeitalter der Segelschiffe, um Stockfisch und Klippfisch und um die Kunstwerke von Kaare Espolin Johnson. Der anschließende Rundgang durch das Fischerdorf zeigt die Gebäude des Handelspostens und ihre frühere Nutzung.

Zum Schluss steigt der Weg zum Svenningen-Plateau mit den Bunkern und Geschützstellungen aus dem Zweiten Weltkrieg. Von oben reicht der Blick nach Norden über den Vestfjord bis zu den Gipfeln der Lofoten und nach Süden über die Inseln bis zu den Meløy-Alpen. Fragen an den Guide sind unterwegs jederzeit willkommen.

Picknick am Svenningen-Plateau (inklusive, 13:00 bis 14:00)
Wandergruppe in Regenkleidung geht über einen Grasrücken vor dem Handelsposten StøttVier Wanderer gehen gebeugt gegen den Wind über einen Grasrücken vor einer Felswand

Eine Stunde ist eingeplant, von 13:00 bis 14:00 Uhr, im Anschluss an den Rundgang und oben am Plateau. Der Weg dorthin gehört zur Führung, tragen müssen Sie nichts: Der Guide bringt die Körbe mit.

Gegessen wird zwischen den Bunkern und Geschützstellungen, mit Blick über den Vestfjord nach Norden zu den Lofoten und nach Süden über die Inselkette bis zu den Meløy-Alpen. Auf dem Plateau gibt es keinen Windschutz. Bei auflandigem Wetter entscheidet der Guide, ob stattdessen im Restaurant gedeckt wird. Der Rückweg ist kurz genug, dass diese Entscheidung erst oben fallen muss.

Arctic Sauna (inklusive, 16:00 bis 18:00)
Mann springt vom Kai des Handelspostens Støtt ins Meer, Gäste sehen vom Deck aus zu

Zwei Stunden gehören Ihnen allein, von 16:00 bis 18:00 Uhr. Die Sauna steht am Rand des Restaurantgebäudes, unmittelbar über dem Wasser; vom Zimmer sind es keine zwei Minuten.

Vom Steg führt der Weg direkt ins Meer. Im April ist das kurz und deutlich. Der Golfstrom hält das Wasser vor Støtt zwar eisfrei, warm wird es davon nicht. Wer lieber sitzen bleibt, verpasst nichts: Das Fenster geht auf den Sund hinaus, und um diese Tageszeit steht das Licht flach über den Schären.

Die Stunde liegt bewusst zwischen Programm und Abendessen. Wer vom Plateau zurückkommt, hat genug Zeit, sich umzuziehen, und sitzt anschließend rechtzeitig am Tisch.

Nordlichtpirsch (inklusive, abends nach dem Essen)
Kräftiges grünes Nordlichtband über der Insel, darunter die beleuchteten Holzhäuser am WasserWeiter grüner Nordlichtbogen über der beleuchteten Inselsiedlung, gespiegelt im ruhigen WasserGrünes Nordlicht über den Häusern des Handelspostens Støtt und dem dunklen Wasser

Nach dem Abendessen im Restaurant führt der Nordlicht-Guide Sie hinauf ins Museum und zeigt einen Film über das Polarlicht. Dort geht es um die Mythen und Geschichten, die sich um die Erscheinung ranken, und um die wissenschaftliche Erklärung dahinter.

Anschließend geht es gemeinsam hinaus. Der Weg führt zum Basislager, wo ein Feuer entzündet und ein heißes Getränk gereicht wird, während Sie den Himmel beobachten. Abseits der Häuser ist der Sternenhimmel über der Insel außergewöhnlich klar und frei von Lichtverschmutzung. Ob sich das Nordlicht zeigt, lässt sich naturgemäß nicht versprechen. Die Saison des Hauses läuft von November bis März, im April reicht die Dunkelheit noch für eine Sichtung, im Mai bleibt davon kaum etwas übrig.

Arktische Tierwelt auf Støtt (inklusive, 10:00 bis 13:00)
Zwei Austernfischer mit orangefarbenen Schnäbeln stehen am Tanggürtel eines FelsufersEin Mittelsäger-Paar schwimmt auf leicht bewegtem Wasser vor StøttEinzelner Watvogel steht im flachen Wasser am Ufer von Støtt und spiegelt sich

Drei Stunden zu Fuß über die Inseln, in ruhigem Tempo. Ein Fernglas lohnt sich; das Haus arbeitet zudem mit Architekten an Beobachtungsverstecken, die sich in die Umgebung einfügen.

Auf Støtt und der Halbinsel Kunna sind rund 200 Vogelarten registriert. Die Besonderheit der Insel ist, dass Arten sehr unterschiedlicher Lebensräume dicht nebeneinander vorkommen: Feuchtgebiete und Küste, Kulturland, Wald, Heide und offenes Gelände liegen hier auf wenigen Kilometern beieinander. Neben dem Seeadler, für den Støtt ein bedeutendes Brutgebiet ist, sehen Sie Seevögel wie Sturmschwalbe, Basstölpel und Eissturmvogel und Greifvögel wie den Raufußbussard.

Vom 15. April an brüten die Vögel. Dann bleiben die Schutzinseln unbetreten, und der Weg führt über die Hauptinsel sowie über Helløya und Hundholmen. Die Guides des Hauses sind Biologen oder ausgebildete Naturführer und wissen, an welcher Stelle sich das Warten lohnt.

Tafel am Wasser (inklusive, 19:00 bis 22:00)
Festlich gedeckte lange Holztafel mit Kristallgläsern, Kerzenleuchter und einem Strauß WiesenblumenGedeckte Tafel bei Kerzenschein mit Rotwein und Gläsern auf einem Tischläufer aus einer SeekarteLange Holztafel unter einem Kristalllüster mit brennenden Kerzen, Kannen und Obstplatte

Für dieses Abendessen wird direkt am Ufer gedeckt, umgeben von Inseln und offenem Horizont. Wellen und Seevögel geben den Ton an, das Menü bleibt bis zum Servieren offen. Auf den Tisch kommt frisches Fleisch aus der Region, während der Himmel in weiche Gold- und Rosatöne wechselt.

RIB-Fahrt zu Grøna, Valvær und Kalsholmen (zur Wahl inklusive, 10:00 bis 16:00)
Zwei RIB-Boote mit Gästen in Flotationsanzügen liegen am Steg vor der Küste von StøttRIB-Boot liegt am Kai unter dem weißen Leuchtturm Kalsholmen fyr vor Støtt

Sechs Stunden, davon ein guter Teil auf offener See. Vom Gästehafen nimmt das Boot südwestlichen Kurs; nach 40 bis 50 Minuten liegt Valvær voraus. Für den Rückweg und die Stopps unterwegs ist der Rest des Tages eingeplant.

Am Kalsholmen-Leuchtturm führt der Weg bis auf den Turm hinauf. Von dort sehen Sie dasselbe Panorama, das die Leuchtturmwärter vor Augen hatten: das Festland Helgelands in der Ferne und entlang der Küste tausende Inseln. Unten am Bootshaus wartet das Picknick, für das die Küche Spezialitäten von Støtt einpackt. Danach bleibt Zeit für die Sauna am Leuchtturm und, wer mag, ein Bad im kalten Meer.

Das Haus stellt Guide, Boot, Flotationsanzug, Schwimmweste und die Verpflegung. Sie brauchen warme Kleidung zum Darunterziehen und eine Mütze, die bei Fahrtwind sitzt. Die Fahrt läuft ab vier Teilnehmern und bis zwölf Personen.

Bleibt der Wind zu kräftig, entscheidet der Skipper am Morgen über die Route; die Alternative für den Tag ist dann das Fischen mit Netz und Krabbenreuse. Für Personen mit Rückenproblemen ist die Fahrt im RIB nicht geeignet. Sprechen Sie uns an, wir stimmen etwas anderes mit Ihnen ab.

Fischen auf Heilbutt, Kabeljau oder Krabben (zur Wahl inklusive, 10:00 bis 14:00)
Drei Personen holen in einem offenen Boot vor Støtt ein Fangnetz einFischer hebt einen großen Heilbutt in der Fischannahme von Støtt auf den Tisch

Beim traditionellen Küstenfischen fahren Sie hinaus auf Kabeljau, Seelachs und Heilbutt und setzen Stellnetze, wie sie an dieser Küste seit jeher gesetzt werden. Dazu kommen Krabbenreusen, die geködert, auf den Meeresgrund gelassen und später wieder heraufgezogen werden.

Die Gewässer vor der Helgelandküste zählen zu den ergiebigsten Norwegens: Das kalte, raue Klima trifft hier auf die warmen Wassermassen des Golfstroms, was für ein nährstoffreiches Meer sorgt.

Degustationsmenü des Küchenchefs (inklusive, 18:30 bis 21:00)
Angerichtetes Kabeljaufilet auf Safranrisotto mit Brokkoli auf hellem TellerGäste sitzen bei Kerzenlicht an einer langen Holztafel im Restaurant Gammelbutikken

Zweieinhalb Stunden, von 18:30 bis 21:00 Uhr, im Restaurant im alten Kaufladen. Der Küchenchef serviert sechs Gänge, und zu jedem erklärt er, woher er kommt. Die meisten Zutaten stammen aus dem Wasser vor der Tür oder von der eigenen Stockfischtrocknung.

Die Weinbegleitung ist nicht im Reisepreis enthalten, lässt sich aber vor Ort dazubestellen; eine abgestimmte Auswahl liegt für jedes Menü bereit. Wer keinen Wein möchte, bekommt lokale Biere oder alkoholfreie Begleitung.

Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten teilen Sie uns bitte vor der Anreise mit, dann stellt die Küche die Gänge entsprechend um. Außerhalb der Hauptsaison lässt sich das Menü ohnehin freier an die Wünsche der Gruppe anpassen.

Weitere Erlebnisse auf Anfrage

Über das Programm hinaus lässt sich der Aufenthalt erweitern. Ganzjährig möglich sind Kajaktouren mit Guide durch die geschützten Gewässer rund um den Hafen und Vogelbeobachtung auf der Insel und der Halbinsel Kunna. Auf Støtt stehen Fahrräder zur Miete bereit, acht bis neun Kilometer wenig befahrene Straße führen über die Hauptinsel.

Weiter hinaus geht es zum Svartisen, dem zweitgrößten Gletscher des norwegischen Festlands, oder zur Insel Myken mit ihrer arktischen Whiskybrennerei. Preise und Verfügbarkeit auf Anfrage.

Termine & Preise

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Zeitraum Preis pro Person weitere Informationen
1. April bis 1. Juni Preis auf Anfrage 4 Tage / 3 Nächte, Programm laut Reiseverlauf

Informationen

Inklusivleistungen:

  • Drei Übernachtungen in den restaurierten Gebäuden des alten Handelspostens
  • Frühstücksbuffet im Restaurant Gammelbutikken
  • Geführter Besuch des Fischereimuseums und Rundgang durch das Fischerdorf
  • Geführter Aufstieg zum Svenningen-Plateau mit Bunkern und Geschützstellungen
  • Picknick am Svenningen-Plateau
  • Arctic Sauna
  • Drei-Gänge-Menü im Restaurant im alten Kaufladen
  • Geführte Nordlichtpirsch mit Film im Museum, Feuer und heißem Getränk am Basislager
  • Geführter Tag mit der Vogelwelt auf den Inseln von Støtt
  • Abendessen an der Tafel am Wasser
  • Zur Wahl: RIB-Fahrt zu Grøna, Valvær und zum Kalsholmen-Leuchtturm mit Mittagessen oder Fischen mit Netz und Krabbenreuse
  • Degustationsmenü des Küchenchefs über sechs Gänge
  • Guides auf Norwegisch und Englisch

Nicht inklusive:

  • Getränke zu den Mahlzeiten, auch die abgestimmte Weinbegleitung zu den Menüs
  • An- und Abreise nach Støtt, also Schnellboottickets sowie Transfers per Hubschrauber, Wasserflugzeug oder Charterboot (auf Wunsch übernehmen wir die komplette Reiseplanung für Sie)
  • Persönliche Ausrüstung: wind- und wasserdichte Oberbekleidung (wasserabweisend reicht an dieser Küste nicht), Wollkleidung zum Darunterziehen, feste Schuhe, Mütze und Handschuhe
  • Miete von Fahrrädern, Kajaks, Booten und Angelausrüstung außerhalb des Programms
  • Trinkgelder und persönliche Ausgaben

Wichtig:

  • Wir empfehlen eine Anreise ein bis zwei Tage vor Reisebeginn, um mögliche Flug- oder Gepäckverspätungen auszugleichen.
  • Eine Auslands-Reisekrankversicherung mit unlimitierten Leistungen ist obligatorisch und muss nachgewiesen werden.
  • Die Reise führt in abgelegene Gebiete ohne Zugang zu hochentwickelten medizinischen Einrichtungen. Personen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen oder täglichem medizinischen Behandlungsbedarf können nicht teilnehmen.
  • Die Guides sprechen Norwegisch und Englisch. Eine deutschsprachige Begleitung ist nicht vorgesehen.
  • Diese Reise ist für mobil eingeschränkte Menschen nicht geeignet.
  • Die Inselchen und Schären rund um Støtt gehören zum Naturschutzgebiet Støttværet. Vom 15. April bis 31. Juli brüten dort die Vögel, in dieser Zeit darf auf den Inseln nicht angelandet werden; ausgenommen sind Helløya und Hundholmen. Bootsfahrten durch das Archipel bleiben möglich, die Guides wählen die Ziele entsprechend.
  • Sichtbar ist das Polarlicht an dieser Küste bis Mitte April; danach wird der Himmel von Woche zu Woche heller, bis Ende April kaum echte Dunkelheit bleibt und im Mai gar keine mehr. Die geführte Nordlichtpirsch als Programmpunkt bietet das Haus von November bis März an; in der ersten Aprilhälfte gehen Sie mit dem Guide hinaus, sobald die Bedingungen es hergeben. Wenn Ihnen das Polarlicht wichtig ist, empfehlen wir einen frühen Apriltermin. Garantieren lässt sich die Erscheinung ohnehin nicht.
  • Die Fahrten mit dem RIB-Boot sind für Personen mit Rückenproblemen oder ähnlichen Beschwerden nicht geeignet. Sprechen Sie uns an, wir stimmen eine Alternative mit Ihnen ab.
  • Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten teilen Sie uns bitte rechtzeitig vor der Anreise mit.

Die häufigsten Fragen und Antworten

Wie komme ich nach Støtt?

Støtt liegt an der Küstenschifffahrtsroute und wird mehrmals täglich vom Schnellboot angelaufen: von Bodø aus dauert die Überfahrt etwa eine Stunde, von Ørnes 15 bis 30 Minuten. Bodø erreichen Sie mit Flug, Bahn oder Bus; nach Ørnes fährt mehrmals täglich ein Linienbus, rund zwei Stunden Fahrt entlang der Küste.

Für die Zeitplanung wichtig: Das Programm beginnt an Tag 1 um 10:00 Uhr mit dem Besuch des Fischereimuseums. Ab Ørnes legen die ersten Boote am frühen Morgen ab, die Verbindung ab Bodø erreicht die Insel dagegen erst am Nachmittag. Wer zum Programmstart auf der Insel sein möchte, reist deshalb über Ørnes an oder plant eine Nacht vorab ein.

Auf Anfrage organisieren wir den Transfer auch per Privathubschrauber, Wasserflugzeug oder Charterboot; die Insel hat einen eigenen Landeplatz. Die Schnellboot-Tickets sollten Sie früh und möglichst gleichzeitig mit dem Aufenthalt buchen. Auf Wunsch übernehmen wir die komplette Anreiseplanung für Sie, von den Flügen bis zum letzten Bootsanschluss.

Brauche ich ein Visum?

Für deutsche Staatsangehörige ist ein gültiger Reisepass erforderlich, ein Visum wird für Norwegen nicht benötigt. Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise finden Sie beim Auswärtigen Amt für Norwegen. Für andere Nationalitäten können abweichende Regelungen gelten. Sprechen Sie uns gerne an, wir prüfen Ihren Fall.

Welche Vögel kann ich im Frühling sehen?

Auf den Inseln von Støtt und auf der Halbinsel Kunna sind rund 200 Vogelarten registriert. Im Frühling kehren die Zugvögel von ihren Winterquartieren zurück, Schwärme von Watvögeln folgen den Gezeiten, und über den Inseln kreisen Seeadler, für die Støtt ein bedeutendes Brutgebiet ist. Dazu kommen Seevögel wie Sturmschwalbe, Basstölpel und Eissturmvogel sowie Greifvögel wie der Raufußbussard. Eine Besonderheit der Insel ist, dass Arten sehr unterschiedlicher Lebensräume nebeneinander vorkommen, von Feuchtgebiet und Küste über Kulturland und Wald bis zu Heide und offenem Gelände.

Kann ich im Frühling noch Nordlichter sehen?

In der ersten Aprilhälfte reicht die Dunkelheit dafür noch. An dieser Küste ist das Polarlicht bis Mitte April sichtbar. Danach wird der Himmel von Woche zu Woche heller, bis Ende April kaum echte Dunkelheit bleibt; im Mai gibt es keine mehr. Wenn Ihnen das Polarlicht wichtig ist, empfehlen wir einen frühen Apriltermin.

Der April ist dabei keine schlechte Wahl: Um die Tagundnachtgleiche im März koppelt der Sonnenwind besonders wirksam an das Erdmagnetfeld, weshalb März und September zu den Monaten mit den stärksten Polarlichtern zählen. Der Frühlingsanfang liegt also direkt vor der Saison. Beobachtet wird üblicherweise zwischen 20 und 2 Uhr.

Solange die Nächte reichen, gehört die geführte Nordlichtpirsch zum Programm. Garantieren lässt sich die Erscheinung ohnehin nicht, und das größte Hindernis ist die Bewölkung. Sicher sind die Geschichten dazu, die wissenschaftliche Erklärung und der Abend am Feuer.

Was sollte ich einpacken?

Wichtig sind wind- und wasserdichte Oberbekleidung, warme Wollkleidung zum Darunterziehen, feste Wanderschuhe und warme Stiefel für die Zeit auf dem Boot, dazu Mütze und Handschuhe. Eine Sonnenbrille gehört ebenfalls ins Gepäck, sie steht auf den Empfehlungslisten für die Touren an Land und auf See. Für die Vogelbeobachtung lohnt sich ein Fernglas.

Wie anstrengend ist das Programm?

Das Tagesprogramm ist gut zu bewältigen, verlangt aber Bewegung an der frischen Luft. Der Rundgang am ersten Tag steigt zum Svenningen-Plateau hinauf, einem der höchsten Punkte der Hauptinsel, und dauert mit Museum und Dorf etwa vier Stunden. Der Tag mit der Vogelwelt führt zu Fuß über die Inseln. Wenn Sie sich am dritten Tag für die Fahrt zu den äußeren Inseln entscheiden, sitzen Sie mehrere Stunden im offenen RIB-Boot. Für mobil eingeschränkte Menschen ist die Reise nicht geeignet.

Für wen eignet sich diese Reise?

Für Reisende, die eine Küstenlandschaft nicht im Vorbeifahren sehen, sondern für ein paar Tage in einem lebendigen Fischerdorf ankommen wollen. Wer Interesse an Küstengeschichte, an guter Küche aus dem Meer und an Tagen im Freien mitbringt, ist hier richtig. Støtt ist eine Insel mit rund 25 ganzjährigen Einwohnern und etwa acht bis neun Kilometern Straße, entsprechend ruhig und überschaubar geht es zu.

Kann ich den Aufenthalt verlängern oder mit anderen Zielen verbinden?

Ja, und die Anbindung macht es leicht. Das Schnellboot verbindet Støtt in beide Richtungen mit weiteren Inseln der Helgelandküste, sodass sich ein Inselhüpfen anschließen lässt. Die Anschlüsse und die Häuser entlang der Route folgen dabei teils eigenen Saisonzeiten; für Ihren Termin prüfen wir das vorab. Mit dem Travel Pass Nordland reisen Sie eine Woche lang unbegrenzt mit Schnellboot, Fähre und Bus innerhalb der Provinz Nordland. Nach Norden führt dieselbe Küstenlinie zu den Lofoten, deren Gipfel von der Insel aus über dem Vestfjord sichtbar sind. Sprechen Sie uns an, wir stellen Ihr Vor- oder Nachprogramm zusammen.

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