25 Menschen, acht Kilometer Straße, ein Restaurant

Insel Støtt, Helgelandküste

Herbst · 4 Tage (3 Nächte)

Privatlodge-Reise
Privatlodge-Reise auf der Insel Støtt | 4 Tage / 3 Nächte | Helgelandküste, Nordland, Norwegen | Herbstsaison 1. September bis 1. November | Guides auf Norwegisch und Englisch
Zwischen dem 1. September und dem 1. November zeigt der Herbst an der Helgelandküste, was er kann: Die Luft wird klarer, das Wasser kälter, die Farben kräftiger, und die Tage werden kurz genug, dass über dem Vestfjord wieder das Polarlicht stehen kann. Schauplatz dieser vier Tage ist Støtt, eine kleine Insel nördlich des Polarkreises, auf der ein Handelsposten aus dem 19. Jahrhundert steht, eines der besterhaltenen Zeugnisse der Küstenkultur Nordlands.
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Für wen diese Reise gedacht ist: Støtt ist eine kleine Privatlodge, geführt von Eva und ihrem Bruder Sven, in einem Familienbesitz, der über Generationen weitergegeben wurde. Die restaurierten Häuser des Handelspostens nehmen mehrere Parteien gleichzeitig auf, deshalb wird die Insel für Familienfeiern gebucht, für den runden Geburtstag etwa, zu dem alle anreisen, ebenso wie für Retreats und Klausurtagungen. Und weil Støtt an der Küstenschifffahrtsroute liegt, lässt sich der Aufenthalt als Zwischenstopp einer Hurtigruten-Reise einplanen: in Ørnes aussteigen, ein paar Tage bleiben, später wieder zusteigen. Von den Lofoten aus ist die Insel ebenfalls zu erreichen.
Was uns an diesem Ort überzeugt: Er ist keine Kulisse. Rund 25 Menschen leben ganzjährig hier, in den alten Holzhäusern wohnen bis heute Familien, und der Posten wird Gebäude für Gebäude restauriert, statt nachgebaut zu werden. Wer bleibt, wohnt nicht neben der Geschichte, sondern darin. Nach Norden blickt man von der Insel über den Vestfjord auf die Gipfel der Lofoten, nach Süden über eine Vielzahl kleiner Inseln bis zu den Meløy-Alpen.
Erstmals erwähnt wurde das Fischerdorf 1530, der Name bedeutet „Inseln am aufragenden Berg“. Gehandelt wurde über Generationen mit dem, was das Meer hergab. Zur Fangsaison lagen bis zu tausend Fischer vor der Insel, es gab eine eigene Bäckerei, eine Telegrafenstation und den Kaufladen, der bis 1959 in Betrieb war. Geführt wurde der Posten über Generationen von der Familie Gotaas, bis 1884 lag er in den Händen von Kristiane Bolette Gotaas und ihren Erben.
An drei vollen Tagen führen Sie ortskundige Guides durch das Programm. Gegessen wird im Gammelbutikken, dem alten Kaufladen, dessen Küche von dem lebt, was vor der Tür aus dem Wasser kommt. Der Hafen davor gilt als einer der bestgeschützten der Küste: Weil die Berge des Festlands und der Svartisen-Gletscher den Südostwind abschirmen, suchten Fischer hier über Generationen Schutz, bevor sie den Vestfjord überquerten.
Für die Tage davor oder danach lohnt die Region ringsum. Vor den Toren von Bodø presst sich bei Saltstraumen viermal täglich die Flut durch eine 150 Meter schmale Meerenge, der stärkste Gezeitenstrom der Welt. Ab Bodø fährt außerdem die Nordlandsbanen über den Polarkreis; wer in Lønsdal aussteigt, steht nach knapp zwei Stunden mitten im Saltfjellet. Weiter südlich an der Helgelandküste liegen die Vega-Inseln, seit 2004 UNESCO-Welterbe, weil ihre Bewohner über Jahrhunderte von der Eiderdaunen-Ernte lebten. Sprechen Sie uns gerne an, wir stellen Ihr individuelles Vor- oder Nachprogramm zusammen.
Stephanie Gräf
Inhaberin & Gründerin
Seit 2002 berate ich persönlich zu außergewöhnlichen Expeditions- und Privatreisen, kleinen Schiffen und Reisen in abgelegene Regionen der Welt.
Gerne besprechen wir Ihre Reise persönlich.
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Gut zu wissen
Einreisebestimmungen: Für deutsche Staatsangehörige ist ein gültiger Reisepass erforderlich. Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts finden Sie für Norwegen. Für andere Nationalitäten können Regelungen abweichen. Sprechen Sie uns gerne an.
Wetter und Kleidung: Der Herbst bringt an der Helgelandküste klarere Luft, kälteres Wasser und ein zunehmend intensives Farbenspiel. Für die Touren an Land und auf See empfehlen wir wind- und wasserdichte Oberbekleidung, dazu Wollkleidung, feste Wanderschuhe, warme Stiefel, Mütze und Handschuhe.
Reiseart: Privatlodge-Reise mit geführtem Tagesprogramm in Helgeland, der Küstenregion im Norden von Norwegen, auf einer Insel mit rund 25 ganzjährigen Einwohnern. Die Termine sind innerhalb der Herbstsaison vom 1. September bis 1. November frei wählbar.
HIGHLIGHTS
- Nordlichtpirsch nach dem Abendessen – Erst Mythen und Film im Fischereimuseum, dann ein Feuer am Basislager und der Blick nach oben.
- Mittagessen in den Bunkern – Zwischen den Geschützstellungen der deutschen Küstenbefestigung am Svenningen-Plateau wird der Tisch gedeckt.
- Fang aus dem eigenen Netz – Hinaus auf Kabeljau, Seelachs und Heilbutt, wahlweise auf der Yacht oder mit traditionellen Netzen und Krabbenreusen.
- Seeadler über dem Archipel – Die Bootsfahrt zwischen den Inseln führt durch eines der bedeutendsten Brutgebiete des größten Greifvogels Nordeuropas.
- Grünes Licht über dem Vestfjord – Der Herbst bringt die ersten dunklen Nächte des Jahres, und mit ihnen das tanzende Polarlicht über dem Handelsposten.
- Sechs Gänge aus dem Meer – Zum Abschluss das Degustationsmenü des Küchenchefs, jedes Gericht erzählt, jeder Wein auf Wunsch dazu erklärt.
- Stockfisch aus eigener Trocknung – Das Restaurant im alten Kaufladen ist das einzige in Norwegen, das seinen Stockfisch selbst trocknet.
- Übernachten im Denkmal – Bäckerei, Fischerhütte und Vorratsspeicher aus dem 18. und 19. Jahrhundert, restauriert und mit antiken Möbeln eingerichtet.
Route

Reiseverlauf
Tag 1 | Vom Museum in die Bunker
Der erste Tag beginnt dort, wo die Insel ihre Geschichte aufbewahrt: im Fischereimuseum im Obergeschoss des alten Kaufladens. Ihr Guide erzählt vom Leben und der Mühsal der Fischer, von den Kaufleuten, die den Handelsposten führten, und vom alten Handwerk der Kabeljautrocknung, mit dem Støtt bis nach Bergen und ins Ausland verbunden war. An den Wänden hängen die Illustrationen, die Kaare Espolin Johnson zu Johan Bojers Roman schuf.
Danach führt der Rundgang hinaus ins Fischerdorf, vorbei an den Häusern der Inselbewohner und an den Gebäuden des Handelspostens. Es geht um Alltag und Herausforderungen einer Gemeinschaft, die hier seit Jahrhunderten lebt. Der Weg steigt weiter zum Svenningen-Plateau, einem der höchsten Punkte der Hauptinsel.
Oben liegen Bunker und Geschützstellungen aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Inseln um Støtt waren strategisch wichtig, um die Schifffahrtsrouten entlang der norwegischen Küste zu überwachen; als Teil des Atlantikwalls kontrollierten die Anlagen den Seeverkehr. Zwischen diesen Mauern wird das Mittagessen serviert, während Ihr Guide erzählt, was hier zwischen 1940 und 1945 geschah.
Am Abend wartet im Gammelbutikken ein Menü über drei Gänge. Die Küche folgt dem, womit die Kaufleute ihre Gäste über Jahrhunderte bewirteten: Kabeljau und Heilbutt, Klippfisch, Stockfisch und Bacalao. Danach führt der Nordlicht-Guide zurück hinauf ins Museum, zeigt einen Film über das Polarlicht und erzählt die Mythen, die sich darum ranken. Anschließend gehen alle gemeinsam hinaus zum Basislager, wo ein Feuer brennt, ein heißes Getränk gereicht wird und die Blicke am Himmel hängen.
Tag 2 | Fang, Sauna und eine Tafel am Wasser
Der Vormittag gehört dem Meer, und Sie entscheiden, auf welche Weise. An Bord der Yacht „Yara jenta“ werfen Sie unter Anleitung der Crew die Leinen nach Kabeljau, Seelachs und Heilbutt aus. Oder Sie fahren mit traditionellen Netzen hinaus, holen sie ein und sehen, was das Wasser hergibt. Dazu werden Reusen geködert und auf den Grund gelassen, die später oft voller Krabben wieder hochkommen.
Zurück am Kai wird der Fang verarbeitet. Im Restaurant kommen Fischsuppe und Bacalao auf den Tisch, und wer mit der Yacht draußen war, findet den eigenen Fang im Teller wieder. Die Nachmittagsstunden sind ruhig: In der Sauna am Rand des Restaurants wechseln Hitze und kühle Seeluft, das offene Wasser liegt direkt davor.
Am späteren Nachmittag kippt das Licht. Der Himmel steht zwischen Tag und Nacht, legt sich weich und rosa über die Insel, Meer und Horizont verschwimmen zu einer Linie. Ihr Guide begleitet Sie durch diese blaue Stunde, in der die Farben nacheinander aus der Landschaft weichen.
Zum Abendessen ist am Wasser gedeckt. Der Tisch steht direkt am Ufer, ringsum Inseln und offener Horizont, dazu das Geräusch der Wellen und der Seevögel. Serviert wird frisches Fleisch aus der Region, während der Himmel in Gold und Rosa wechselt.
Tag 3 | Durch das Archipel und sechs Gänge zum Abschied
Am Morgen geht es hinaus zwischen die Inseln. Das Boot zieht durch das Archipel, vorbei an zerklüfteten Felsen und versteckten Buchten, und über allem kreisen die Seeadler, für die Støtt eines der bedeutendsten Brutgebiete Nordeuropas ist. Ihre Guides erzählen von der Landschaft und der Tierwelt ringsum. Das Lunchpaket wird an Bord ausgepackt oder auf einer kleinen Insel.
Der letzte Abend gehört der Küche. Der Küchenchef serviert sein Degustationsmenü über sechs Gänge, kleine Gerichte aus dem Meer und das Beste, was das Haus zu bieten hat. Zu jedem Gang wird erzählt, woher er kommt, und zu jedem passenden Wein, aus welcher Rebsorte er stammt und wie er entsteht. Draußen liegt die Insel im Dunkeln, und wenn der Himmel klar ist, steht über dem Vestfjord noch einmal das Nordlicht.
Tag 4 | Abschied von der Insel
Am letzten Morgen deckt das Gammelbutikken ein letztes Mal den Frühstückstisch. Danach bleibt Zeit für einen Gang über den Kai, vorbei an den Gebäuden, deren Geschichten Sie inzwischen kennen.
Dann legt das Schnellboot ab. Vom Wasser aus schiebt sich die Insel langsam in die Reihe der anderen zurück, bis sie nur noch eine unter vielen an dieser Küste ist.
Hier übernachten Sie
Bakeriet · Die alte Bäckerei
Lage
Das Bäckereigebäude steht mitten im historischen Handelsposten, wenige Schritte vom alten Kaufladen mit Restaurant und Fischereimuseum und vom Kai, an dem das Schnellboot anlegt. Weiter als ein paar Minuten hat man es auf dieser Insel ohnehin nirgendwohin.
Zimmer
Die Bäckerei hat acht Doppelzimmer, das sind die besten des Hauses. Sechs davon haben ein eigenes Bad, zwei teilen sich eines; eines dieser beiden hat eine eigene Küchenzeile, eine Sitzecke und Blick auf den Hafen. Die Zimmer gibt es mit Doppelbett oder mit zwei Einzelbetten.
Ausstattung
Das Gebäude wurde sorgfältig restauriert und um modernen Komfort ergänzt, ohne seinen Charakter zu verlieren. Zur Ausstattung gehören Daunendecken, Bettwäsche und Handtücher, Bademäntel und warme Hausschuhe, Haartrockner, Pflegeprodukte im Bad, Schokolade, Kaffee und Tee mit Wasserkocher sowie ein Regenschirm für den Weg zum Restaurant. Im Zimmer liegen außerdem die Geschichte des Handelspostens, eine Übersicht der Aktivitäten und die Fahrpläne der Schnellboote aus. Die Einrichtung folgt dem Zeitstil des Hauses: antike Möbel und die eleganten Details aus der Epoche des Handelspostens.
Die Geschichte des Hauses
In der Blütezeit lagen zur Fangsaison bis zu tausend Fischer zusätzlich zu den Einwohnern vor der Insel, und die brauchten Brot. Der Ofen der alten Bäckerei buk nach Überlieferung sechzig Brote auf einmal und lief von früh morgens bis spät nachts. Als das Gebäude 1878 vollständig abbrannte, segelte der Kaufmann Gotaas nach Åsvær, einem anderen Handelsposten an der Helgelandküste, kaufte den kompletten Posten samt Bäckerei und ließ alles über See nach Støtt versetzen. So kam das Haus, in dem Sie heute schlafen, überhaupt erst auf diese Insel. Seit 2018 wird darin wieder übernachtet.
Für wen
Für alle, die den höchsten Komfort auf der Insel möchten. Sechs der acht Zimmer haben ein eigenes Bad, zwei teilen sich eines.
Rorbua · Die Fischerhütte am Kai
Lage
Die Rorbua steht dort, wo früher gearbeitet wurde: direkt am Wasser, im Kern des Handelspostens. Restaurant, Museum und Kai liegen in Gehweite, der geschützte Hafen mit seiner Mole beginnt vor der Tür.
Zimmer
Das Haus teilt sich in zwei Abschnitte mit jeweils eigenem Eingang. Rorbua Nord hat drei Doppelzimmer, ein Badezimmer und ein Wohnzimmer. Rorbua Sør hat vier Doppelzimmer, zwei Badezimmer und ein Wohnzimmer. Beide Abschnitte lassen sich als Einheit belegen, was einer Gruppe einen eigenen Rückzugsbereich gibt, ohne dass man sich das Haus mit Fremden teilt.
Ausstattung
Atmosphäre und Einrichtung spiegeln die Blütezeit des Handelspostens: antike Möbel im Zeitstil und schwere Daunendecken, dazu Bettwäsche und Handtücher, Hausschuhe, Haartrockner, Pflegeprodukte im Bad, Schokolade, Kaffee und Tee sowie Regenschirme. Das Wohnzimmer ist der gemeinsame Treffpunkt, wenn nach den Touren die nassen Sachen zum Trocknen hängen. Die Bäder werden innerhalb des jeweiligen Hausteils geteilt, in Rorbua Nord teilen sich drei Zimmer ein Bad, in Rorbua Sør vier Zimmer zwei Bäder.
Die Geschichte des Hauses
Eine Rorbu war die Hütte, in der die Fischer während der Fangsaison schliefen und aßen. Hier bereiteten sie ihre Fanggeräte vor und beköderten die Haken der Langleinen, oft bis tief in die Nacht. Typischerweise bestanden diese Häuser aus nur zwei Räumen: einem Lager für Lebensmittel und Ausrüstung und einem Wohnraum mit den Betten. Mit ihrer leuchtend roten Farbe und den weißen Zierleisten sind Rorbuer bis heute ein Sinnbild des maritimen Erbes Norwegens, und an der Helgelandküste stehen sie dort, wo über Jahrhunderte der Kabeljau angelandet wurde.
Für wen
Für Familien und Freundesgruppen, die zusammen wohnen und sich abends im eigenen Wohnzimmer treffen wollen. Für viele Gäste ist die Rorbua die erste Wahl auf Støtt.
Stabburet · Der älteste Bau der Insel
Lage
Auch das Stabburet gehört zum Ensemble des Handelspostens und steht damit wenige Schritte von Restaurant, Museum und Kai entfernt.
Zimmer
Das Stabburet ist eine Wohnung über zwei Etagen für bis zu vier Personen. Im Erdgeschoss liegen der Eingang, ein gemütliches Wohnzimmer und eine Toilette mit Waschbecken, im Obergeschoss ein großes Schlafzimmer mit einem Doppelbett und zwei Einzelbetten. Man wohnt hier also nicht in einem einzelnen Zimmer, sondern in einem kleinen Haus für sich.
Ausstattung
Wie in den anderen Häusern des Postens: antike Möbel im Zeitstil, schwere Daunendecken und die charmanten Details aus der Zeit, als hier gehandelt statt übernachtet wurde.
Die Geschichte des Hauses
Jeder größere Handelsposten der Küste besaß ein Stabbur, in dem Getreide und Lebensmittel lagerten, sicher vor Feuchtigkeit und Nagern. Das von Støtt stammt aus den 1700er Jahren und ist damit das älteste Gebäude der Insel. Bau- und Konstruktionsholz muss vollständig über See herangeschafft worden sein, anders ging es hier draußen nicht. Später wohnte in dem Speicher das Personal des Handelspostens.
Für wen
Für ein Paar oder eine vierköpfige Familie. Das Haus gilt als das romantischste des Postens.
Restaurant Gammelbutikken · Küche und Mahlzeiten
Der alte Kaufladen
Gegessen wird im Gammelbutikken, dem alten Laden des Handelspostens. Bis 1959 wurde hier verkauft, was die Insel und die Fischer brauchten: ein umfangreiches Warensortiment, Proviant und Ausrüstung für die Fangsaison, dazu ein eigener Tresen für Spirituosen. Das Gebäude selbst wurde einst von Åsvær nach Støtt versetzt und war damals größer als heute. Für Übernachtungsgäste ist im Restaurant automatisch ein Tisch reserviert.
Der Tagesablauf
Frühstück gibt es von 07:30 bis 09:00 Uhr, sonntags bis 09:30 Uhr. Das Mittagessen läuft von 13:00 bis 15:00 Uhr, die letzte Platzvergabe ist um 14:30 Uhr. Zum Abendessen ab 18:30 Uhr setzen sich alle Gäste gemeinsam an den Tisch. An Werktagen wird ein täglich wechselndes Drei-Gänge-Menü serviert, je nachdem, welche Zutaten gerade am besten sind, samstags ein Fünf-Gänge-Menü.
Die Küche
Die kulinarische Linie kommt aus der Geschichte des Ortes: Über Jahrhunderte bewirteten die Kaufleute ihre Gäste mit Kabeljau und Heilbutt, Wal, Klippfisch, Stockfisch, Bacalao und Fischsuppe, in großzügigen Portionen. Zu den Menüs wird jeweils eine abgestimmte Weinauswahl angeboten, bei der Zusammenstellung der Karte berät ein Fachmann das Haus, und die Bar schenkt auch Spirituosen und Cocktails aus.
Eigene Stockfischtrocknung
Das Haus ist das einzige Restaurant Norwegens, das seinen Stockfisch selbst trocknet. Jeden März werden große Chargen Kabeljau und Küstenkabeljau direkt von lokalen Fischern gekauft, vom Rückgrat befreit und auf großen Gestellen im Freien aufgehängt. Ideal sind guter Wind und Temperaturen zwischen null und drei Grad, und genau die liefern März und April auf Støtt. Nach rund zwei Monaten wird der Fisch abgenommen, zum Zubereiten eingeweicht und enthäutet. Die Rückenstücke und die feineren Teile kommen als Hauptgang auf den Teller, kleinere Stücke in die Stockfischsuppe. Historisch war Støtt außerdem der erste Produktionsstandort für Lebertran an der Helgelandküste.
Gut zu wissen
Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten sollten Sie rechtzeitig vor der Anreise mitteilen, dann richtet die Küche sich darauf ein.
Das Ensemble · Kai, Mole und die übrigen Häuser
Ein Posten, der nach und nach zurückkommt
Der Handelsposten wird Gebäude für Gebäude restauriert, in der Reihenfolge, in der es geht. 2012 eröffnete das Restaurant im alten Laden, 2014 wurden Stabburet und Rorbua als Unterkünfte fertig, 2015 kamen das Fischereimuseum und Konferenzräume im Obergeschoss darüber dazu, 2018 die Bäckerei. Was Sie beim Rundgang sehen, ist also ein Ort mitten in der Arbeit, kein fertiges Museum.
Rødbrygga
Der rote Speicher am Kai aus den 1820er oder 1830er Jahren ist das Gebäude, das den Blick auf den Handelsposten prägt. Hier kam der Fang an und wurde verarbeitet: ausgenommen, filetiert, gesalzen. Von diesem Haus aus ging der Klippfisch auf die Reise nach Bergen und weiter ins Ausland. Innen wartet der Speicher noch auf seine Restaurierung. Sie ist für die kommenden Jahre vorgesehen. Von außen bleibt er das Wahrzeichen der Insel.
Telegrafstasjonen
Die Telegrafenstation war 1858 die erste zwischen Sandnessjøen und Bodø, errichtet auf Initiative der Kaufleute Bonsak und Kristiane Bolette Gotaas. Ein eigenes Gebäude bekam sie 1884, nachdem das große Haupthaus des Postens abgerissen worden war. Über diese Station lief für Jahrzehnte die schnellste Verbindung der Insel zur Welt.
Fischereimuseum
Im Obergeschoss über dem Restaurant erzählt das Museum vom Leben der Fischer, vom Küstenhandel im Zeitalter der Segelschiffe und vom Handwerk der Kabeljautrocknung. Zu sehen sind dort auch die Illustrationen, die Kaare Espolin Johnson zu Johan Bojers Roman schuf. Im Sommer dient der Raum zusätzlich als zweiter Speisesaal.
Hafen und Kai
Der Hafen gilt als einer der bestgeschützten der Küste, geschützt durch die Mole sowie vorgelagerte Inselchen und Riffe. Die Einfahrt weist nach Südosten, aus genau der Richtung, aus der hier nie Wind kommt, weil die Berge des Festlands und der Svartisen-Gletscher das Archipel abschirmen. Am Dampfschiffkai legten früher die Küstenschiffe an, heute beginnt dort der geführte Rundgang. Historisch verfügte die Insel zudem über eigenes, ausgezeichnetes Brunnenwasser.
Støtt Kolonial
Der Inselladen am Kai versorgt Einheimische wie Gäste und ist zugleich sozialer Treffpunkt, Poststelle und Verleihstation für Fahrräder, Kajaks, kleine Boote und Angelausrüstung. Für eine Gemeinschaft von rund 25 ganzjährigen Einwohnern ist dieses Geschäft von entscheidender Bedeutung. Im südlichen Teil der Hauptinsel gibt es außerdem Grillplätze und eine Schutzhütte am Strand.
Ihr Programm im Detail
Fischereimuseum, Fischerdorf und Svenningen-Plateau (inklusive, 10:00 bis 14:00)
Die geführte Tour verbindet drei Orte zu einer Erzählung. Im Fischereimuseum im Obergeschoss des alten Kaufladens geht es um die Fischer, die Kaufleute und den Küstenhandel im Zeitalter der Segelschiffe, um Stockfisch und Klippfisch und um die Kunstwerke von Kaare Espolin Johnson. Der anschließende Rundgang durch das Fischerdorf zeigt die Gebäude des Handelspostens und ihre frühere Nutzung.
Zum Schluss steigt der Weg zum Svenningen-Plateau mit den Bunkern und Geschützstellungen aus dem Zweiten Weltkrieg. Von oben reicht der Blick nach Norden über den Vestfjord bis zu den Gipfeln der Lofoten und nach Süden über die Inseln bis zu den Meløy-Alpen. Fragen an den Guide sind unterwegs jederzeit willkommen.
Mittagessen in den Bunkern (inklusive, 12:30 bis 13:30)
Während der deutschen Besetzung Norwegens von 1940 bis 1945 waren die Inseln um Støtt strategisch wichtig, um die Schifffahrt entlang der Küste zu überwachen. Als Teil des Atlantikwalls entstanden Betonbunker und Befestigungen, die den Seeverkehr kontrollierten und alliierte Angriffe abwehren sollten. Einzelne Anlagen dienten als Beobachtungsposten und Geschützstellungen über der offenen See, ein Bunker als Feldlazarett.
Heute liegen die Reste still in der Landschaft. Zwischen ihnen wird der Tisch gedeckt, und der Guide erzählt, was die Anlagen für die Menschen auf der Insel bedeuteten.
Nordlichtpirsch (inklusive, abends nach dem Essen)
Nach dem Abendessen im Restaurant führt der Nordlicht-Guide Sie hinauf ins Museum und zeigt einen Film über das Polarlicht. Dort geht es um die Mythen und Geschichten, die sich um die Erscheinung ranken, und um die wissenschaftliche Erklärung dahinter.
Anschließend geht es gemeinsam hinaus. Der Weg führt zum Basislager, wo ein Feuer entzündet und ein heißes Getränk gereicht wird, während Sie den Himmel beobachten. Abseits der Häuser ist der Sternenhimmel über der Insel außergewöhnlich klar und frei von Lichtverschmutzung. Ob sich das Nordlicht zeigt, lässt sich naturgemäß nicht versprechen.
Angeln auf der Yacht oder mit Netz und Reuse (zur Wahl inklusive, 10:00 bis 14:00)
Für den Vormittag auf See gibt es zwei Wege, und Sie entscheiden, welcher Ihnen liegt.
- Auf der Yacht „Yara jenta“ fahren Sie hinaus auf Kabeljau, Seelachs und Heilbutt, begleitet von einer erfahrenen Crew. Zurück an Land wird aus dem Fang eine Fischsuppe, die Sie zu Mittag essen. Die Fahrt mit der Yacht bietet das Haus von Juni bis September an; bei Terminen im Oktober fahren Sie mit dem offenen Boot zu Netz und Reuse hinaus.
- Beim traditionellen Küstenfischen setzen Sie Stellnetze, wie sie an dieser Küste seit jeher gesetzt werden, und Krabbenreusen, die geködert, auf den Meeresgrund gelassen und später wieder heraufgezogen werden.
Die Gewässer vor der Helgelandküste zählen zu den ergiebigsten Norwegens: Das kalte, raue Klima trifft hier auf die warmen Wassermassen des Golfstroms, was für ein nährstoffreiches Meer sorgt.
Arctic Sauna (inklusive, 15:00 bis 17:00)
Spaziergang zur blauen Stunde (inklusive, ca. 1 Stunde)
Eine Stunde, angesetzt zur Dämmerung. Den genauen Zeitpunkt legt der Guide am Morgen fest, denn er verschiebt sich im Herbst Woche für Woche nach vorn: Anfang September geht die Sonne gegen halb neun unter, Anfang Oktober gegen halb sieben, Ende Oktober bereits um halb fünf.
Der Weg bleibt im Dorf und auf der Mole. Es geht nicht ums Gehen, sondern ums Schauen. Feste Schuhe genügen. Eine Stirnlampe für den Rückweg schadet nicht, auf der Insel gibt es kaum Straßenbeleuchtung. Wer fotografieren möchte, bringt ein Stativ mit: Die interessanten Minuten liegen genau dann, wenn die Belichtungszeiten lang werden.
Tafel am Wasser (inklusive, 19:00 bis 22:00)
Für dieses Abendessen wird direkt am Ufer gedeckt, umgeben von Inseln und offenem Horizont. Wellen und Seevögel geben den Ton an, das Menü bleibt bis zum Servieren offen. Auf den Tisch kommt frisches Fleisch aus der Region, während der Himmel in weiche Gold- und Rosatöne wechselt. Um den Tisch herum nichts als Meer und Himmel.
Archipel und Seeadler-Safari (inklusive, 10:00 bis 13:00)
Die Fahrt führt zwischen die zerklüfteten Inseln und in die versteckten Buchten des Archipels. Über den Booten kreisen Seeadler: Støtt ist ein bedeutendes Brutgebiet für Nordeuropas größten Greifvogel, und auf den Inseln und der Halbinsel Kunna wurden rund 200 Vogelarten registriert.
Ihre Guides erzählen von der Landschaft und der Tierwelt. Die Inselchen und Schären rund um Støtt gehören zum Naturschutzgebiet Støttværet. Gegessen wird aus dem Lunchpaket, an Bord oder auf einer kleinen Insel.
Degustationsmenü des Küchenchefs (inklusive, 18:30 bis 21:00)
Zweieinhalb Stunden, von 18:30 bis 21:00 Uhr, im Restaurant im alten Kaufladen. Der Küchenchef serviert sechs Gänge, und zu jedem erklärt er, woher er kommt. Die meisten Zutaten stammen aus dem Wasser vor der Tür oder von der eigenen Stockfischtrocknung.
Die Weinbegleitung ist nicht im Reisepreis enthalten, lässt sich aber vor Ort dazubestellen; eine abgestimmte Auswahl liegt für jedes Menü bereit. Wer keinen Wein möchte, bekommt lokale Biere oder alkoholfreie Begleitung.
Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten teilen Sie uns bitte vor der Anreise mit, dann stellt die Küche die Gänge entsprechend um. Außerhalb der Hauptsaison lässt sich das Menü ohnehin freier an die Wünsche der Gruppe anpassen.
Weitere Erlebnisse auf Anfrage
Über das Programm hinaus lässt sich der Aufenthalt erweitern. Ganzjährig möglich sind Kajaktouren mit Guide durch die geschützten Gewässer rund um den Hafen und Vogelbeobachtung auf der Insel und der Halbinsel Kunna. Auf Støtt stehen Fahrräder zur Miete bereit, acht bis neun Kilometer wenig befahrene Straße führen über die Hauptinsel.
Weiter hinaus geht es zum Svartisen, dem zweitgrößten Gletscher des norwegischen Festlands, zum Leuchtturm auf Kalsholmen oder zur Insel Myken mit ihrer arktischen Whiskybrennerei. Preise und Verfügbarkeit auf Anfrage.
Termine & Preise
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| Zeitraum | Preis pro Person | weitere Informationen |
|---|---|---|
| 1. September bis 1. November | Preis auf Anfrage | 4 Tage / 3 Nächte, Programm laut Reiseverlauf |
Informationen
Inklusivleistungen:
- Drei Übernachtungen in den restaurierten Gebäuden des alten Handelspostens
- Frühstücksbuffet im Restaurant Gammelbutikken
- Geführter Besuch des Fischereimuseums und Rundgang durch das Fischerdorf
- Geführter Aufstieg zum Svenningen-Plateau mit Bunkern und Geschützstellungen
- Mittagessen in den Bunkern
- Drei-Gänge-Menü im Restaurant im alten Kaufladen
- Geführte Nordlichtpirsch mit Film im Museum, Feuer und heißem Getränk am Basislager
- Fahrt auf See zur Wahl: Angeln auf der Yacht oder traditionelles Fischen mit Netz und Krabbenreuse
- Mittagessen im Restaurant
- Arctic Sauna
- Geführter Spaziergang zur blauen Stunde
- Abendessen an der Tafel am Wasser
- Fahrt durch das Archipel mit Seeadler-Safari und Lunchpaket
- Degustationsmenü des Küchenchefs über sechs Gänge
- Guides auf Norwegisch und Englisch
Nicht inklusive:
- Getränke zu den Mahlzeiten, auch die abgestimmte Weinbegleitung zu den Menüs
- An- und Abreise nach Støtt, also Schnellboottickets sowie Transfers per Hubschrauber, Wasserflugzeug oder Charterboot (auf Wunsch übernehmen wir die komplette Reiseplanung für Sie)
- Persönliche Ausrüstung: wind- und wasserdichte Oberbekleidung (wasserabweisend reicht an dieser Küste nicht), Wollkleidung zum Darunterziehen, feste Schuhe, Mütze und Handschuhe
- Miete von Fahrrädern, Kajaks, Booten und Angelausrüstung außerhalb des Programms
- Trinkgelder und persönliche Ausgaben
Wichtig:
- Wir empfehlen eine Anreise ein bis zwei Tage vor Reisebeginn, um mögliche Flug- oder Gepäckverspätungen auszugleichen.
- Eine Auslands-Reisekrankversicherung mit unlimitierten Leistungen ist obligatorisch und muss nachgewiesen werden.
- Die Reise führt in abgelegene Gebiete ohne Zugang zu hochentwickelten medizinischen Einrichtungen. Personen mit lebensbedrohlichen Erkrankungen oder täglichem medizinischen Behandlungsbedarf können nicht teilnehmen.
- Die Guides sprechen Norwegisch und Englisch. Eine deutschsprachige Begleitung ist nicht vorgesehen.
- Diese Reise ist für mobil eingeschränkte Menschen nicht geeignet.
- Sichtbar ist das Polarlicht an dieser Küste von Anfang September bis Mitte April; im übrigen Jahr ist der Himmel zu hell. Auf Støtt wird es in der zweiten Septemberwoche erstmals wieder richtig dunkel. Der September gehört zusammen mit dem März zu den Monaten mit der statistisch stärksten Polarlichtaktivität, im Oktober kommen die längeren Nächte dazu. Die geführte Nordlichtpirsch als Programmpunkt bietet das Haus von November bis März an; im Herbst gehen Sie mit dem Guide hinaus, sobald die Bedingungen es hergeben.
- Das Nordlicht ist ein Naturphänomen und lässt sich nicht garantieren.
- Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten teilen Sie uns bitte rechtzeitig vor der Anreise mit.
Die häufigsten Fragen und Antworten
Wie komme ich nach Støtt?
Støtt liegt an der Küstenschifffahrtsroute und wird mehrmals täglich vom Schnellboot angelaufen: von Bodø aus dauert die Überfahrt etwa eine Stunde, von Ørnes 15 bis 30 Minuten. Bodø erreichen Sie mit Flug, Bahn oder Bus; nach Ørnes fährt mehrmals täglich ein Linienbus, rund zwei Stunden Fahrt entlang der Küste.
Für die Zeitplanung wichtig: Das Programm beginnt an Tag 1 um 10:00 Uhr mit dem Besuch des Fischereimuseums. Ab Ørnes legen die ersten Boote am frühen Morgen ab, die Verbindung ab Bodø erreicht die Insel dagegen erst am Nachmittag. Wer zum Programmstart auf der Insel sein möchte, reist deshalb über Ørnes an oder plant eine Nacht vorab ein.
Auf Anfrage organisieren wir den Transfer auch per Privathubschrauber, Wasserflugzeug oder Charterboot; die Insel hat einen eigenen Landeplatz. Die Schnellboot-Tickets sollten Sie früh und möglichst gleichzeitig mit dem Aufenthalt buchen. Auf Wunsch übernehmen wir die komplette Anreiseplanung für Sie, von den Flügen bis zum letzten Bootsanschluss.
Brauche ich ein Visum?
Für deutsche Staatsangehörige ist ein gültiger Reisepass erforderlich, ein Visum wird für Norwegen nicht benötigt. Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise finden Sie beim Auswärtigen Amt für Norwegen. Für andere Nationalitäten können abweichende Regelungen gelten. Sprechen Sie uns gerne an, wir prüfen Ihren Fall.
Wann stehen die Chancen auf Nordlichter am besten?
Polarlichter entstehen das ganze Jahr über, sichtbar sind sie an dieser Küste aber nur zwischen Anfang September und Mitte April. Im übrigen Jahr ist der Himmel zu hell. Auf Støtt wird es in der zweiten Septemberwoche erstmals wieder richtig dunkel.
Der September hat dabei einen Vorteil, den viele nicht erwarten: Um die Tagundnachtgleiche koppelt der Sonnenwind besonders wirksam an das Erdmagnetfeld, weshalb März und September zu den Monaten mit den stärksten Polarlichtern zählen. Was im September noch fehlt, sind die langen Nächte. Sie kommen im Oktober dazu und vergrößern das Zeitfenster pro Nacht. Beobachtet wird üblicherweise zwischen 20 und 2 Uhr.
Was sich nicht planen lässt, ist die Bewölkung; sie ist das größte Hindernis, nicht die Aktivität der Sonne. Abseits der Häuser ist der Himmel über Støtt klar und frei von Lichtverschmutzung. Garantieren lässt sich die Erscheinung trotzdem nicht, das gilt für jeden Ort der Arktis. Was das Programm sicher bietet, sind die Geschichten und die wissenschaftliche Erklärung dahinter, ein Feuer am Basislager und ein heißes Getränk unter freiem Himmel.
Welche Tiere kann ich sehen?
Auf den Inseln von Støtt und auf der Halbinsel Kunna sind rund 200 Vogelarten registriert. Die Insel ist ein bedeutendes Brutgebiet des Seeadlers, des größten Greifvogels Nordeuropas, und die Fahrt durch das Archipel führt mitten hindurch. Dazu kommen Seevögel wie Sturmschwalbe, Basstölpel und Eissturmvogel sowie Greifvögel wie der Raufußbussard. Im Wasser leben Kabeljau, Seelachs und Heilbutt, die auch beim Angeln eine Rolle spielen.
Was sollte ich einpacken?
Wichtig sind wind- und wasserdichte Oberbekleidung, warme Wollkleidung zum Darunterziehen, feste Wanderschuhe und warme Stiefel für die Zeit auf dem Boot, dazu Mütze und Handschuhe. Eine Sonnenbrille gehört ebenfalls ins Gepäck, sie steht auf den Empfehlungslisten für die Touren an Land und auf See.
Wie anstrengend ist das Programm?
Das Tagesprogramm ist gut zu bewältigen, verlangt aber Bewegung an der frischen Luft. Der Rundgang am ersten Tag steigt zum Svenningen-Plateau hinauf, einem der höchsten Punkte der Hauptinsel, und dauert mit Museum und Dorf etwa vier Stunden. Dazu kommen an den anderen Tagen Fahrten auf offener See. Für mobil eingeschränkte Menschen ist die Reise nicht geeignet.
Für wen eignet sich diese Reise?
Für Reisende, die eine Küstenlandschaft nicht im Vorbeifahren sehen, sondern für ein paar Tage in einem lebendigen Fischerdorf ankommen wollen. Wer Interesse an Küstengeschichte, an guter Küche aus dem Meer und an Tagen im Freien mitbringt, ist hier richtig. Støtt ist eine Insel mit rund 25 ganzjährigen Einwohnern und etwa acht bis neun Kilometern Straße, entsprechend ruhig und überschaubar geht es zu.
Kann ich den Aufenthalt verlängern oder mit anderen Zielen verbinden?
Ja, und die Anbindung macht es leicht. Das Schnellboot verbindet Støtt in beide Richtungen mit weiteren Inseln der Helgelandküste, sodass sich ein Inselhüpfen anschließen lässt. Die Anschlüsse und die Häuser entlang der Route folgen dabei teils eigenen Saisonzeiten; für Ihren Termin prüfen wir das vorab. Mit dem Travel Pass Nordland reisen Sie eine Woche lang unbegrenzt mit Schnellboot, Fähre und Bus innerhalb der Provinz Nordland. Nach Norden führt dieselbe Küstenlinie zu den Lofoten, deren Gipfel von der Insel aus über dem Vestfjord sichtbar sind. Sprechen Sie uns an, wir stellen Ihr Vor- oder Nachprogramm zusammen.
Ein Rundgang über die Insel bei auflandigem Wetter
Ein Rundgang über die Insel bei auflandigem Wetter | © Olav Breen
Rot und Ocker über dem Wasser, wie seit zweihundert Jahren
Rot und Ocker über dem Wasser, wie seit zweihundert Jahren | © Emilie Solbakken
Das Stabburet, der älteste Bau der Insel
Das Stabburet, der älteste Bau der Insel | © Henriette Sofia Danielsen
Hinter dieser Tür buk die Insel früher ihr Brot
Hinter dieser Tür buk die Insel früher ihr Brot | © Henriette Sofia Danielsen
Ein Bett aus Großmutters Zeit, frisch bezogen
Ein Bett aus Großmutters Zeit, frisch bezogen | © Henriette Sofia Danielsen
Reklame von gestern an der Wand des Kaufladens
Reklame von gestern an der Wand des Kaufladens | © Henriette Sofia Danielsen
Die Tageskarte steht mit Kreide an der Wand
Die Tageskarte steht mit Kreide an der Wand | © Benjamin A. Ward
Stockfisch im Halbdunkel, das älteste Handwerk der Küste
Stockfisch im Halbdunkel, das älteste Handwerk der Küste | © Emilie Solbakken
Ein Heilbutt, größer als der, der ihn hält
Ein Heilbutt, größer als der, der ihn hält | © Benjamin A. Ward
Ein Buffet, das fast vollständig aus dem Meer vor der Tür kommt
Ein Buffet, das fast vollständig aus dem Meer vor der Tür kommt | © Benjamin A. Ward
Regen gehört zum Herbst an dieser Küste dazu
Regen gehört zum Herbst an dieser Küste dazu | © Olav Breen
Gegen den Wind, wie man hier oben eben geht
Gegen den Wind, wie man hier oben eben geht | © Olav Breen
Das RIB legt unter dem Leuchtturm von Kalsholmen an
Das RIB legt unter dem Leuchtturm von Kalsholmen an | © Øyvind Gjersvik
Ein Abendhimmel, der sich im Hafenbecken wiederholt
Ein Abendhimmel, der sich im Hafenbecken wiederholt | © Eva Ann Andersen
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