Nina Sedano hat alle 193 UN-Staaten der Welt bereist. Damit ist sie die meist gereiste Frau Deutschlands. Ihre Reiseerlebnisse hat sie in ihrem Buch Die Ländersammlerin festgehalten, das es auf die Spiegel-Bestsellerliste geschafft hat.

Jetzt ist sie wieder unterwegs und ich freue mich, dass sie inventia als Reiseagentur ihres Vertrauens mit der Buchung ihrer Reise beauftragt hat. In der vergangenen Woche habe ich ihre Reiseunterlagen fertiggestellt. Ein untrügliches Zeichen dafür, dass es bald los geht. Genau genommen am Dienstag. Juchhuuu! Nina freut sich schon und ich freue mich für sie und mit ihr mit.

Zu Beginn habe ich Nina verschiedene Kreuzfahrten und Expeditionen vorgeschlagen. Denn es galt zunächst einmal herauszufinden, wie genau sie die Antarktis bereisen möchte. Zwischen luxuriöser Kreuzfahrt und Hardcore-Expedition mit Zeltcamp und mehrtägiger Ski-Wanderung liegen ganze Erlebniswelten. Insbesondere für die Antarktis ist es vorab wichtig zu wissen, was Sie erwartet. Wenn Sie eher aktiv, sportlich und naturverbunden sind, passt ein komfortables Expeditionsschiff eher zu Ihnen als eine luxuriöse Motoryacht. Möchten Sie auch in der Antarktis nicht auf Gourmet-Dinners und Champagner verzichten, empfiehlt sich eines der kleinen Kreuzfahrtschiffe.

Gehen Sie bei der Auswahl des Schiffes keine Kompromisse ein. Lassen Sie sich von einem Experten beraten. Er kennt alle Schiffe und Reisen und kann einschätzen, welches Schiff am besten zu Ihnen passt.Stephanie Gräf, Antarktis-Expertin bei www.inventia.de

Nina Sedano hat alles richtig gemacht. Als erfahrene Reisende weiß sie, dass sie höchstwahrscheinlich nicht so schnell wieder ans südliche Ende unserer wunderbaren Welt reisen wird. Deshalb hat sie sich für die 19-tägige Große Antarktis-Reise auf der MV Placius entschieden, ein Expeditionsschiff, das ganzjährig durch die Arktis (in unserem Sommer) und die Antarktis (in unserem Winter = der antarktische Sommer) tourt.

Auch das Routing einer Antarktis-Reise spielt eine wichtige Rolle: Die meisten Reisen in die Antarktis beginnen in Ushuaia, dem argentinischen Teil Feuerlands. Die Antarktische Halbinsel selbst ist der Star einer Antarktis-Expedition (abgesehen vom Südpol, der jedoch nur mit einem Flug zu erreichen ist (Südpol-Anfragen an welcome@inventia.de)).

Nina reist zunächst nach Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt auf dem argentinischen Teil Feuerlands. Von dort geht die Reise mit der MV Plancius weiter auf die Falkland-Inseln. Die Inselgruppe ist seit dem berühmten Krieg 1982 britisches Territorium und beim Besuch der Hauptstadt Port Stanley wird sie bei Pub- und Museumsbesuchen eine Einblick in das unwirtliche Leben der Falkländer bekommen.

Der Besuch Südgeorgens ist ein weiterer Höhepunkt der Reise. Der berühmte Polarforscher Sir Ernest Shackleton liegt hier begraben und neben dem Besuch seines Grabes wird Nina eventuell noch die Möglichkeit haben, seinen Spuren nach Stromness Bay zu folgen.

Auf den South-Orkney-Inseln wird sie dann die argentinische Forschungsstation „Orcadas“ besuchen, bevor es dann endlich durch das Weddellmeer Richtung Antarktischer Halbinsel und zurück nach Ushuaia geht.

Ein grandioses Erlebnis liegt vor ihr.

 

Die nächste Saison für Antarktis-Reisen ab November

Bald kommt der März – und damit das Ende der Saison für Expeditionen und Kreuzfahrten in die Antarktis. Zumindest für die laufende Saison. Wenn bei uns Winter ist, ist auf der südlichen Erdhalbkugel Sommer. Wenn bei uns der Frühling kommt – und damit der Herbst in die Antarktis einzieht -, wird es dort gänzlich unwirtlich. Die Eismassen verdicken sich und für die Expeditionsschiffe gibt es oftmals kein Durchkommen mehr.

Ab Mitte / Ende März treten die Expeditionsschiffe Ihre Reisen Richtung nördlicher Erdhalbkugel an und cruisen im Sommer in der Arktis rund um Spitsbergen, Grönland, Island und Alaska.

Aber die nächste Antarktis-Saison kommt bestimmt. Ab November werden die nächsten großartigen Expeditionen und Kreuzfahrten ans südliche Ende der Welt wieder stattfinden und auch Ninas Große Antarktis-Reise wird darunter zu finden sein.

 

Mehr von der Ländersammlerin

In Ihrem Buch „Die Ländersammlerin“ berichtet Nina Sedano über ihre große Reise durch die Welt. Ihr Reisebericht hat es bis auf die Spiegel-Bestseller-Liste geschafft und ist in jedem gut sortierten Buchgeschäft und hier zu kaufen:

 

 

Man kennt sich. Unter den Jägern der magischen 193, wobei 193 für die Anzahl der offiziellen UN-Staaten steht.

Lee Abbamonte zum Beispiel ist der jüngste Amerikaner, der alle 193 Staaten bereist hat. In seinem Buch Chasing 193 – The Quest to visit every country in the world  wird Nina schon an vierter Stelle erwähnt. Dabei ist sie unter 33 interviewten Männern die einzige Frau. Reisen kann auch sportlich sein :-). Herzlichen Glückwunsch, liebe Nina.

 

Auf Travelbook verrät sie ihre drei Lieblingsreiseziele in der Welt. Drei Reiseziele, die auch bei inventia ganz weit oben rangieren.

 

Happy End: Die stillen Örtchen dieser Welt. Neues von der Ländersammlerin.

Mittlerweile hat die Ländersammlerin nachgelegt und über den Titel Ihres zweiten Buches musste ich richtig lachen. Als ich nämlich noch als Reiseleiterin mit Reisegruppen durch die Welt getourt bin, war das Thema „Toiletten“ täglich – nahezu stündlich – aktuell. Länderübergreifend. Ganz gleich wo wir waren, „austreten“ muss schließlich jeder mal. Man glaubt es ja gar nicht, wo die Toiletten sauber sind und wo eher nicht. Da kann es auch zu Überraschungen kommen.

Überraschungen gab es auch schon einmal da, wo sich meine männlichen Reisegäste umgerechnet 20 Cent (!!) für das Toilettenhäuschen sparen wollten und gleich daneben „wild“ pinkelten. Der Hosenschlitz war kaum geschlossen, da kam auch schon die russische Polizei mit Blaulicht herangeeilt. Mit der gesamten Reisegruppe durften wir bei der Polizeistation von Smolensk (kurz hinter der weissrussischen Grenze) antanzen, die für diese „Spar“-Aktion 500 Euro von den Herren wollten. Man möchte es nicht glauben, aber meine Gäste haben sich geweigert, sprachen von Wucher, Abzocke und dass man das mit den guten Touristen aus Deutschland, die ja immerhin viel Geld für die Reise bezahlt haben (ja, das sagten die 20-ct-Sparer“) nicht machen könne. Die russichen Beamten blieben unbeeindruckt und wollten die Wildpnkler in Gewahrsam nehmen, bis sie das bezahlen.

Die anderen Reisegäste waren mittlerweile äußerst genervt (um nicht „angepi..t“ zu sagen (sorry!)). Unsere 17-tägigen Russland-Programme waren immer straff organisiert und durch die Diskussionen ging uns wertvolle Zeit verloren. Ich musste die Herren leider vor die Wahl stellen: Bitte bezahlen oder hierbleiben.

Endlich sahen sie ein, dass man als Wildpinkler in Russland den Status des „guten deutschen Touristen“ aberkannt bekommt. Auch die Häme der anderen Mitreisenden und die Scham ihrer Ehefrauen waren hilfreich. Nach zwei Stunden des Wartens und Diskutierens bezahlten sie endlich. Und nein, eine Quittung gab es nicht. Die Moral von der Geschicht‘: Sparen an der falschen Stelle lohnt sich nicht.

Auch wenn diese (meine) Geschichte in Ninas Buch fehlt: Ninas Geschichten und Anekdoten rund um die WC-Kultur auf der ganzen Welt sind äußerst lesenswert! So banal sich das Thema auch anhört, das Buch wird sie überraschen und bereichern. Und einige Male laut zum Lachen bringen.

Aber jetzt bin ich erst einmal auf Ninas Bericht über die Antarktis gespannt und hoffe, dass ich an dieser Stelle wieder darüber berichten kann.

Eure Stephanie Gräf

Reiseexpertin Stephanie Gräf