Arktische Tundra, Eiswelten & Eisbären
Nur noch 1.000 Kilometer bis zum Nordpol. Mächtige Gletscherfronten, die tief in die Fjorde Spitzbergens kalben. Expeditionskreuzfahrten entlang abgelegener Küsten, vorbei an Packeisfeldern, in denen Walrosse ruhen und Robben zwischen den Eisschollen auftauchen. Beobachtungen von Eisbären in einer der letzten großen Wildnisse unserer Erde. Vogelklippen mit tausenden Dickschnabellummen, Papageientauchern und Dreizehenmöwen, deren Rufe über die arktischen Fjorde hallen. Wanderungen durch die stille Tundra Spitzbergens, die während des kurzen Sommers überraschend farbenreich erblüht. Die Mitternachtssonne, die die Landschaft in ein beinahe endloses Licht taucht. Spuren früher Polarforscher und entlegene Siedlungen, die von der rauen Geschichte des Hohen Nordens erzählen.
Unsere Reisen nach Spitzbergen
4.150 €
Sportliches Basecamp in Nordspitzbergen
2.950 €
Kurze Expeditionskreuzfahrt durch West-Spitzbergen
5.246 €
West-Spitzbergen & Polareiskante
7.790 €
Spitzbergen-Expedition bis ins Packeis | MS Quest | MS Stockholm
9.135 €
Vogelinseln & Gletschereis in der Norwegischen Arktis
12.789 €
Spitzbergen exklusiv zwischen Packeis & Mitternachtssonne
5.408 €
Orcas & Nordlichter in den norwegischen Fjorden | MS Stockholm
7.550 €
Spitzbergen – Nordost-Grönland – Island: Nordlichter, Inuit und lange Wanderungen |…
7.550 €
Nordost-Grönland Extrem
22.496 €
Zur Sonnenfinsternis nach Ost-Grönland
11.386 €
Historische Spitzbergen-Umrundung mit Kvitøya | MS Sea Spirit
5.790 €
Frühling in Spitzbergen auf kleinem Schiff | MS Quest | MS…
Longyearbyen liegt auf 78° Nord – eine der nördlichsten dauerhaft bewohnten Städte der Erde. Der Archipel gehört zu Norwegen, aber die Regeln des Alltags gelten hier kaum noch: Rund 65 % der Fläche Svalbards stehen unter Naturschutz, und außerhalb der Siedlungen gelten besondere Sicherheitsregeln zum Schutz vor Eisbären. Östlich und nordöstlich von Spitzbergen liegt die Barentssee, nördlich das Nordpolarmeer; westlich schließen Grönlandsee und Europäisches Nordmeer an. Es ist ein Reiseziel für Menschen, die die Welt noch einmal anders sehen wollen – rauer, stiller, ursprünglicher.
Die Expeditionen nach Spitzbergen bei inventia sind keine klassischen Kreuzfahrten. Es sind Reisen mit kleinen Schiffen, erfahrenen Guides und Routen, die sich nach Eis, Wetter und Tierbeobachtungen richten – nicht nach einem festen Fahrplan. Ob Sie zum ersten Mal in die Hocharktis reisen oder bereits Polarluft kennen: Spitzbergen stellt sich jedem anders vor.
Das Wichtigste zu unseren Spitzbergen-Reisen auf einen Blick:
- Kleine Expeditionsschiffe mit rund 12 bis 70 Passagieren – für spontane Anlandungen, flexible Routen und unmittelbare Naturbeobachtungen
- Reisen vom arktischen Frühjahr bis in den Herbst – je nach Saison mit Mitternachtssonne, Tierwelt, Packeis oder Polarlichtern
- Eisbären, Walrosse, Wale – Spitzbergen zählt zu den bekanntesten Wildbeobachtungszielen der Arktis
- Expeditionen für verschiedene Reisestile – von der kompakten Kurzexpedition bis zur Spitzbergen-Rundreise oder 15-tägigen Kombiroute nach Nordostgrönland und Island
- inventia berät Sie persönlich auf Deutsch – mit einem kuratierten Angebot aus den besten Expeditionsreisen weltweit
Kleine Schiffe, flexible Routen – warum das hier den Unterschied macht
Auf einem Schiff mit 200 Passagieren sieht man Spitzbergen aus der Distanz. Auf einem Expeditionsschiff mit 12, 20 oder 30 Gästen landet man direkt davor. Das ist kein Marketing-Versprechen, sondern eine Frage der Physik: Kleine Schiffe kommen näher an Gletscher heran, ankern in Buchten, die für große Schiffe gesperrt sind, und wenden innerhalb von Minuten, wenn ein Eisbär am Ufer auftaucht.
Viele Regionen der Küste sind nur mit kleinen Expeditionsschiffen oder Zodiacs erreichbar – abgelegene Buchten, die größeren Schiffen verschlossen bleiben. Routen und Tagesabläufe orientieren sich an dem, was die Arktis zeigt – nicht an dem, was im Katalog steht. Das macht jede Reise anders, und genau das macht sie unverzichtbar für alle, die echte Wildnis suchen statt einen geordneten Ablaufplan.
Die Schiffe bei inventia reichen von der MS Quest mit 22 Passagieren über die MS Stockholm bis zur Aqua Lares, einer Ice-Class-Superyacht für Expeditionen in arktischen Gewässern. Alle Expeditionsteams sind international erfahren, die Bordsprache in der Regel Englisch – das gehört zur Natur dieser Reisen. Die deutschsprachige Beratung, die Auswahl der richtigen Route und die Vorbereitung auf das, was Sie erwartet: das leistet inventia vor der Abreise.
Spitzbergen im Sommer: Mitternachtssonne und Tierwelt
Von Frühjahr bis Spätsommer ist Spitzbergen besonders gut bereisbar. Die Mitternachtssonne prägt die Reisemonate von Ende April bis Ende August – im Hochsommer scheint die Sonne 24 Stunden am Tag. Das klingt zunächst abstrakt, verändert das Reisen aber grundlegend: Zodiac-Ausflüge um Mitternacht, Gletschertrekking ohne Zeitdruck, Tierbeobachtungen im goldenen Licht um 2 Uhr früh.
Die Tierwelt ist in dieser Jahreszeit auf dem Höhepunkt. Walrosse sonnen sich an Poolepynten, Papageientaucher und Dreizehenmöwen nisten in großen Kolonien an den Klippen, Buckelwale ziehen durch die Fjorde. Rentiere und Polarfüchse streifen durch die Tundra, Robben lassen sich von kaum einem Schiff stören. Wer Spitzbergen im Sommer bereist, erlebt den arktischen Sommer in seiner ganzen Dichte – kurz, intensiv und schwer zu vergessen.
Eisbären auf Spitzbergen
Spitzbergen zählt zu den bekanntesten Regionen weltweit für Eisbärenbeobachtungen in freier Wildbahn. Die Barentssee-Region rund um den Archipel beherbergt schätzungsweise rund 3.000 Eisbären – eine der größten Populationen der Arktis. Im Sommer sind sie häufig an der Küste oder auf dem Treibeis zu beobachten, im Frühjahr besonders gut auf dem Packeis des Nordostens. Ein Expeditionsschiff mit erfahrenem Guide ist eine der sichersten und verantwortungsvollsten Arten, ihnen zu begegnen. Auf Svalbard gelten gesetzliche Mindestabstände zu Eisbären: bis zum 30. Juni 500 Meter, ab dem 1. Juli 300 Meter – Anlandungen und Beobachtungen erfolgen ausschließlich unter Aufsicht erfahrener Guides.
Die beste Jahreszeit für Eisbären auf Spitzbergen hängt davon ab, was Sie erleben möchten: Eisbären im Packeis bei tiefem Wintersonnenlicht – Frühjahr. Eisbären an der Küste mit Mitternachtssonne im Hintergrund – Hochsommer. Beides ist auf Spitzbergen möglich, beides ist außergewöhnlich.
Spitzbergen im Frühjahr: Packeis und Winterlandschaft
Im Frühjahr zeigt sich Spitzbergen von seiner arktischsten Seite. Das Meereis erreicht rund um den Archipel in der Regel im März seinen jährlichen Höchststand, viele Fjorde sind noch vereist, und die Landschaft wirkt stiller und rauer als im Sommer.
Einige Reisen bei inventia konzentrieren sich genau auf diese Phase der Saison: tiefverschneite Landschaften, Schneeschuhwanderungen über zugefrorene Buchten und Expeditionen entlang des Packeises. Auch die Chancen auf Eisbärbeobachtungen gelten im Frühjahr als besonders gut, da viele Tiere noch auf dem Meereis unterwegs sind.
Ausflüge und Aktivitäten auf Spitzbergen
Spitzbergen ist kein Reiseziel zum Beobachten, sondern zum Teilnehmen. Was das bedeutet, hängt von der Reise ab:
- Kajak-Expeditionen zwischen Treibeis und Gletscherfronten – stilles Fahren durch Landschaften, in denen kein Motorengeräusch stört
- Schneeschuhwanderungen über arktische Tundra und Gletscher, teils bis zum Rand des Packeises
- Tierbeobachtungen an Land – geführte Anlandungen zu Walrosskolonien, Vogelklippen und Gletscherfronten, begleitet von erfahrenen Expeditionsbiologen
- Historische Stationen – verlassene Walfangstationen, russische Bergbausiedlungen und Polarforscherstationen erzählen von einer anderen Zeit in der Arktis
- Fotografie – die Lichtstimmung auf Spitzbergen ist zu jeder Jahreszeit außergewöhnlich; mehrere Reisen bieten fotografische Begleitung an Bord
Welche Aktivitäten auf welcher Reise möglich sind, hängt von Schiff, Route und Saison ab. Nicht jede Expedition bietet alles – und das ist auch richtig so. Ein guter Spitzbergen-Urlaub hat einen Schwerpunkt.
Schiffsreise nach Spitzbergen: Expeditionsschiff oder Kreuzfahrtschiff?
Wer nach einer klassischen Kreuzfahrt sucht, findet in Spitzbergen heute beides: große Schiffe mit festen Routen ebenso wie kleine Expeditionsschiffe, die speziell für Fahrten in arktischen Gewässern konzipiert sind. Der Unterschied zeigt sich schnell: Kleine Expeditionsschiffe ermöglichen flexible Routen, Zodiac-Anlandungen und Fahrten in Regionen, die größeren Schiffen oft verschlossen bleiben.
inventia konzentriert sich bewusst auf Reisen mit echtem Expeditionscharakter – mit kleinen Schiffen und erfahrenen Expeditionsteams.
Spitzbergen und Nordostgrönland – oder beides?
Wer weit reist, will oft mehr als eine Region. Mehrere Routen im inventia-Angebot verbinden Spitzbergen mit Nordostgrönland und Island – ein Dreiklang aus arktischer Inselwelt, grönländischen Eisfjorden und isländischer Vulkanlandschaft. Die 14-tägige Expedition „Spitzbergen – Nordostgrönland – Island” ist eine der geografisch vielfältigsten Arktisrouten: drei Polarregionen, eine Route, ein Schiff.
Nordostgrönland zählt zu den am schwersten erreichbaren Regionen der Erde. Der Scoresby Sund – nach allgemeiner Einschätzung das größte Fjordsystem der Welt mit rund 38.000 km² – ist nur mit kleinen Expeditionsschiffen zugänglich und zeitweise eisbedingt gesperrt. Wer dorthin will, braucht Flexibilität und ein passendes Schiff.
Die Anreise
Viele unserer Spitzbergen-Expeditionen starten und enden in Longyearbyen, dem Hauptort des Archipels mit eigenem Flughafen (LYR). Direktflüge von Deutschland gibt es nicht – der übliche Weg führt über Oslo mit Anschluss nach Longyearbyen, Flugzeit ab Oslo rund 3 Stunden. Manche Reisende planen die Anreise über Tromsø, von wo ebenfalls Flüge nach Longyearbyen abgehen – einige Expeditionen beginnen oder enden auch dort.
Die Gesamtreisezeit von Deutschland nach Longyearbyen beträgt je nach Verbindung zwischen 6 und 10 Stunden. Ein Aufenthaltstag in Longyearbyen vor Expeditionsbeginn ist empfehlenswert – als Puffer bei Flugverspätungen und weil der Ort selbst einen Besuch wert ist.
Häufige Fragen zu unseren Spitzbergen-Reisen
Was kostet ein Spitzbergen-Urlaub?
Die Preise unserer Expeditionen variieren je nach Schiff, Dauer, Route und Saison erheblich. Was den Unterschied macht: Kleine Expeditionsyachten mit wenigen Gästen sind aufwendiger als mittelgroße Expeditionsschiffe. Längere Routen – etwa eine Kombination aus Spitzbergen, Nordostgrönland und Island – kosten mehr als eine kompakte Kurzexpedition. Reisen im Frühling oder Herbst haben andere Preisstrukturen als der Hochsommer. Eine genaue Einschätzung für Ihre Wunschreise erhalten Sie auf Anfrage – inventia berät Sie persönlich und findet die Reise, die zu Ihrem Budget und Ihren Erwartungen passt.
Wann ist die beste Reisezeit?
Sommer für Mitternachtssonne und Tierwelt, Frühjahr für Schnee- und Packeis-Erlebnisse. Je nach Saison lassen sich Eisbären auf Spitzbergen unter sehr unterschiedlichen Bedingungen beobachten – im Frühjahr auf dem Packeis, im Sommer entlang der Küstenregionen. Es gibt keine schlechte Saison, nur unterschiedliche Spitzbergen-Erfahrungen.
Wie lange fliegt man von Deutschland aus?
Der Standardweg führt über Oslo nach Longyearbyen. Ab deutschen Großstädten beträgt die Gesamtreisezeit mit Umstieg zwischen 6 und 10 Stunden – je nach Verbindung und Wartezeit in Oslo. Der Flug Oslo–Longyearbyen dauert rund 3 Stunden. Direktflüge aus Deutschland nach Spitzbergen gibt es nicht.
Wie reist man am besten nach Spitzbergen?
Nahezu alle Reisenden kommen per Flugzeug nach Longyearbyen. Eine reguläre Fährverbindung von Norwegen nach Spitzbergen gibt es nicht. Wer möchte, kann die Anreise über Tromsø planen und dort einen Aufenthaltstag einbauen. Manche Expeditionen beginnen oder enden auch in Tromsø – das vereinfacht die Anreise und ermöglicht einen sanfteren Einstieg in den Norden.
Ist Spitzbergen gefährlich?
Spitzbergen ist keine gefährliche Destination – aber eine, die Respekt und Vorbereitung erfordert. Außerhalb der Siedlungen gelten besondere Sicherheitsregeln zum Schutz vor Eisbären. Viele Reisende sind deshalb nur mit bewaffnetem Guide oder entsprechender Eisbärenschutzausrüstung unterwegs. Auf unseren geführten Expeditionsreisen ist dieser Schutz selbstverständlich organisiert: Anlandungen erfolgen mit erfahrenen Guides, die mit den Sicherheitsprotokollen der Region vertraut sind. Für Reisende auf einem Expeditionsschiff zählt Spitzbergen damit zu den sichersten Möglichkeiten, die Arktis strukturiert und begleitet zu erleben.
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