Schutz der Eisbären: Die Arbeit von Polar Bears International

Apr. 23, 2025Allgemein, Norwegen, Umwelt & Verantwortung

Hallo, liebe Polarpioniere,

schön, dass Sie wieder dabei sind! Letztes Mal ging es darum, wie der Klimawandel den Lebensraum der Eisbären bedroht und wie bewusstes Reisen helfen kann. Heute schauen wir noch genauer auf die gute Nachricht: Es gibt Organisationen, die aktiv handeln, um den weißen Riesen des Nordens zu helfen. Wer setzt sich konkret für ihren Schutz ein – und wie genau geschieht dieses Engagement? Das entdecken wir gleich zusammen – einfach weiterlesen.

Eisbären sind perfekt an das Leben in der Arktis angepasst – doch ihre Umwelt verändert sich schnell. Steigende Temperaturen und der Verlust des Meereises stellen die Tiere vor große Herausforderungen. Die Organisation Polar Bears International (PBI) setzt genau hier an: Mit wissenschaftlicher Forschung, Bildungsinitiativen und politischer Arbeit engagiert sie sich für den Erhalt der Eisbären und ihres Lebensraums. Hier erfahren Sie, wie diese Arbeit konkret aussieht und wie auch Sie – mit kleinen oder größeren Schritten – Teil dieser wichtigen Bewegung werden können.

Ein Eisbär streckt inmitten von Frost überzogener Vegetation seine Nase in die Luft.

Wissenschaftliche Forschung: Verstehen, um zu schützen

Um Eisbären langfristig zu schützen, müssen wir verstehen, wie sie leben – und welchen Herausforderungen sie durch den Klimawandel ausgesetzt sind.

Seit vielen Jahren erforscht Polar Bears International das Leben der Eisbären in der Arktis – direkt vor Ort, unter teils extremen Bedingungen. Besonders im Fokus steht die Region Svalbard in Norwegen, wo moderne Technik einzigartige Einblicke in die Aufzucht der Jungtiere ermöglicht – ganz ohne Eingriff in das natürliche Verhalten.

Eisbären werden tief unter der Schneedecke geboren, in sogenannten Wurfhöhlen, die für die ersten Lebenswochen überlebenswichtig sind. Der Schutz vor Wind und Kälte sowie die konstante Temperatur bereiten die Jungtiere darauf vor, später draußen im Eis zu überleben. Doch mit dem Verlust des Meereises schrumpfen auch die Orte, an denen solche Höhlen entstehen können.

Polar Bears International (PBI) nutzt innovative Technologien wie GPS-Satellitenhalsbänder und Kamerafallen, um das Verhalten von Eisbären während der kritischen Aufzuchtphase zu überwachen. In Svalbard, Norwegen, dokumentiert PBI, wie Eisbärenmütter ihre Höhlen verlassen und ihre Jungen zum ersten Mal der Außenwelt aussetzen. Diese Forschung liefert wertvolle Erkenntnisse über den Zeitpunkt und das Verhalten der Eisbären während der Geburt und der ersten Lebenswochen.

Die Studien zeigen, dass Eisbärenmütter in den letzten Jahren ihre Wurfhöhlen früher verlassen haben, was das Überleben der Jungen gefährden könnte, da sie weniger Zeit haben, sich an die harschen Außentemperaturen anzupassen. Zudem variiert die Dauer, wie lange Eisbärenfamilien in der Nähe der Höhlen bleiben, was wichtige Informationen für die Entwicklung gezielter Schutzmaßnahmen liefert.

Mit diesen Erkenntnissen kann PBI gezielte Strategien entwickeln, um die Überlebenschancen von Eisbärenmüttern und ihren Jungen zu erhöhen.

 
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Bildung als Schlüssel für mehr Bewusstsein

Wissen schafft Verantwortung – deshalb ist Bildungsarbeit ein zentrales Element der Arbeit von Polar Bears International (PBI).

Mit den Tundra Connections® Webcasts bringt PBI die Arktis direkt in Klassenzimmer, Wohnzimmer und auf Bildschirme weltweit. In diesen interaktiven Live-Sendungen berichten Forschende direkt von ihren Expeditionen, teilen neueste Erkenntnisse und beantworten Fragen aus dem Publikum – anschaulich, verständlich und nah am Geschehen.

Jeden Herbst, wenn sich Eisbären bei Churchill in Kanada versammeln, beginnt eine neue Staffel der Webcasts – live übertragen aus dem natürlichen Lebensraum der Tiere. Frühere Staffeln stehen als Archivaufnahmen zur Verfügung und laden dazu ein, besondere Momente und faszinierende Begegnungen mit dem Team vor Ort nachzuerleben.

Allein im Jahr 2023 erreichte PBI auf diesem Weg über 480.000 Menschen weltweit, darunter viele Schulklassen im kanadischen Norden, die sich direkt mit den Expert:innen austauschen konnten.

Neugierig geworden? In den Tundra Connections® Live-Webcasts können Sie auch den Forschenden virtuell über die Schulter schauen und ihre eigenen Fragen stellen.

Koexistenz fördern: Gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften

Wenn Eisbären an Land kommen, beginnt das Miteinander. In vielen arktischen Regionen leben Menschen und Eisbären Tür an Tür – ein Nebeneinander, das durch das schmelzende Meereis zunehmend zur Herausforderung wird.

Die Zukunft der Eisbären hängt davon ab, wie wir als Menschen mit ihnen zusammenleben.

Polar Bears International arbeitet eng mit indigenen Gemeinschaften, lokalen Behörden und Forschungseinrichtungen zusammen, um ein respektvolles und sicheres Zusammenleben zu ermöglichen. Was bedeutet das konkret?

Ein Beispiel kommt aus Churchill, der „Eisbärenhauptstadt“ der Welt. Dort unterstützt Polar Bears International die Gemeinde dabei, zur ersten offiziell zertifizierten „Polar Bear Smart Community“ zu werden. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Behörden wurden Schulungen, Informationsmaterialien und praktische Sicherheitsmaßnahmen entwickelt, die den Alltag der Menschen sicherer machen – ohne dabei die Eisbären zu gefährden.

Zum Einsatz kommt dabei auch modernste Technik: das sogenannte „Bear-dar“-System – ein Frühwarnsystem, das Radar und künstliche Intelligenz kombiniert, um Eisbären frühzeitig zu erkennen, bevor sie in die Nähe von Siedlungen gelangen. So können rechtzeitig Schutzmaßnahmen ergriffen werden – ein Meilenstein für das sichere Zusammenleben von Mensch und Tier in der Arktis. Wird ein Bär rechtzeitig entdeckt, können Menschen gezielt auf bewährte, nicht-tödliche Mittel wie Lärmsignale oder Signalraketen zurückgreifen – und so gefährliche Begegnungen für Mensch und Eisbär gleichermaßen verhindern.

Eisbärensicherheits-Poster entwickelt von Polar Bears International und Partnern, mit regional angepassten Verhaltenstipps

Politisches Engagement für den Schutz der Eisbären

Politische Entscheidungen haben direkte Auswirkungen auf das Überleben der Eisbären.

Aus diesem Grund setzt sich Polar Bears International (PBI) dafür ein, dass politische Maßnahmen im besten Interesse der Eisbären getroffen werden. Dabei geht es nicht nur darum, Entscheidungsträger auf die Dringlichkeit des Schutzes aufmerksam zu machen, sondern auch darum, Menschen zu aktiven Unterstützern und Fürsprechern für die Eisbären zu machen.

Dank der Unterstützung der PBI-Förderer konnte die Organisation 2023 an bedeutenden internationalen politischen Foren teilnehmen – darunter die Arctic Circle Assembly, das Treffen der Polar Bear Range States und COP28. Bei diesen Veranstaltungen baute PBI wichtige Netzwerke auf und setzte sich für den Schutz der Eisbären auf globaler Ebene ein. Es ging nicht nur darum, Wissen zu sammeln, sondern auch darum, Empfehlungen zu teilen und politische Entscheidungen im Sinne der Eisbären zu beeinflussen.

Zudem lieferte PBI Expertenkommentare, die auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren, um den Schutz von Eisbärenmüttern, ihren Jungen und Wurfhöhlen im Arctic National Wildlife Refuge in Alaska vor industriellen Störungen zu unterstreichen.

Das Ice House in Longyearbyen: Wissen vor Ort erleben

Direkt in der Arktis, wo die Folgen des Klimawandels besonders sichtbar sind, hat PBI in Zusammenarbeit mit dem Svalbard Museum einen Ort des Austauschs und des Lernens eingerichtet: das Ice House in Longyearbyen auf Svalbard. Hier können sich Besucher:innen über die Welt der Eisbären, die Herausforderungen des Meereisverlusts und über konkrete Handlungsmöglichkeiten informieren. Das Zentrum ist saisonal geöffnet und wird von PBI-Feldbotschaftern betreut.

Ein Mann legt seine Hand auf den Abdruck einer Eisbärentatze an einer Wand mit der Aufschrift „Ich verpflichte mich zu handeln – für Eisbären und uns alle“, als Zeichen des Engagements für den Klimaschutz

Gemeinsam mehr bewirken – Ihre Möglichkeiten, aktiv zu werden

Vielleicht fragen Sie sich: Was kann ich selbst tun?

Die gute Nachricht ist – es gibt viele Wege, wie Sie sich für den Schutz der Eisbären engagieren können. Jeder Beitrag zählt, ob groß oder klein, ob von zu Hause oder unterwegs. Polar Bears International bietet zahlreiche Möglichkeiten, wie Sie mithelfen können: 

Im Alltag klimafreundlich handeln

Auf der Seite „Climate Actions ab 18“ finden Sie konkrete, alltagstaugliche Tipps – von Ernährung bis Mobilität – die helfen, den eigenen CO₂-Ausstoß zu reduzieren. Ganz unkompliziert, Schritt für Schritt.

Mit einer Spende Forschung & Bildung unterstützen

Ihre Unterstützung ermöglicht langfristige Projekte. Egal ob einmalig oder regelmäßig – auf der Spendenseite von PBI können Sie gezielt helfen, die Zukunft der Eisbären mitzugestalten.

Eine eigene Spendenaktion starten

Ob Geburtstag, Firmenlauf oder Schulaktion: Mit einer eigenen Fundraising-Kampagne machen Sie auf kreative Weise auf das Thema aufmerksam – und schaffen echte Wirkung im Freundes- oder Kollegenkreis.

Symbolisch adoptieren & Freude verschenken

Eine Eisbären-Adoption ist nicht nur ein originelles Geschenk – sie hilft, die Arbeit von PBI zu finanzieren und verbindet Engagement mit einer persönlichen Geste.

Weitere Wege zu helfen entdecken

Ob Unternehmenskooperation, Nachlass oder Online-Fundraising – auf der Übersichtsseite zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie inspirierende Ideen, wie Hilfe ganz individuell aussehen kann.

Ein Eisbär liegt auf dem Bauch auf dem Schnee und es schneit gerade.

Wenn Sie sich für den Schutz der Eisbären interessieren, finden Sie bei PBI weitere Informationen, Möglichkeiten zur Unterstützung und den direkten Zugang zu Forschung und Bildung.

Danke, dass Sie sich die Zeit nehmen, mehr über den Schutz der Eisbären zu erfahren.

Mit polaren Grüßen,
Patricia
Head of Sustainability & Nature Positive Strategy

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