Gewaltige Tafeleisberge, historische Entdeckerhütten & Kaiserpinguine
Expeditionsreisen durch gewaltige Packeisfelder des Rossmeers. Kaiserpinguine in einer der entlegensten Regionen der Antarktis. Riesige Tafeleisberge und die mächtige Ross-Schelfeiskante. Anlandungen bei den historischen Hütten von Robert Falcon Scott und Ernest Shackleton. Orcas, Weddellrobben und Adéliepinguine im eisigen Südpolarmeer. Pinguine der subantarktischen Inseln Neuseelands. Kleine Expeditionsschiffe. Außergewöhnliche Routen. Eine der letzten großen Wildnisse unserer Erde.
Unsere Reisen ins Rossmeer
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Das Wichtigste über unsere Rossmeer-Reisen auf einen Blick
- Reisezeit: Dezember bis Februar – das einzige Zeitfenster des Jahres
- Reisedauer: 25 bis 33 Tage an Bord, plus An- und Rückreise – bei der Antarktis-Gesamtumrundung entsprechend länger
- Abfahrt: ab Neuseeland (z. B. Dunedin oder Bluff; Anreise oft über Queenstown) oder Tasmanien (z. B. Hobart), bei Halbumrundungen ab Südamerika
- Schiffe: kleine eisverstärkte Expeditionsschiffe (meist unter 150 Gäste)
- Erlebnisse: u. a. Kaiserpinguine, Adélie-Kolonien, Tafeleisberge und Scotts Hütte auf Ross Island
Das entlegenste Ziel der Antarktis
Während die Antarktische Halbinsel jedes Jahr von deutlich über 100.000 Reisenden besucht wird, zählt das Rossmeer zu den am seltensten bereisten Regionen der Antarktis und wird nur von wenigen Expeditionsschiffen pro Saison erreicht.
Der Grund liegt in der Geografie: Das Rossmeer liegt weit südlicher als die Halbinsel, ist erheblich kälter und von einem Meereis bedeckt, das sich erst im antarktischen Hochsommer kurz öffnet. Das kurze Zeitfenster lässt weltweit nur sehr wenige Abfahrten pro Saison zu.
Was eine Rossmeer-Expedition ausmacht
Die Reise beginnt bereits vor dem Rossmeer. Die Routen passieren die subantarktischen Inselwelten Neuseelands – Macquarie Island, Campbell Island, die Auckland Islands: Orte mit einer außergewöhnlichen Dichte an Wildtieren, darunter mehrere Pinguinarten, Königsalbatrosse mit bis zu 3,5 Metern Flügelspannweite und dichte Seelöwenstrände. Mehrere dieser Inselgruppen gehören zum UNESCO-Weltnaturerbe und gelten selbst für erfahrene Antarktis-Reisende als eigenständiges Highlight.
Im Rossmeer selbst bestimmen Eis, Wetter und Tierbegegnungen den Tagesablauf. Zodiac-Ausfahrten führen an Adélie-Kolonien und Tafeleisbergen vorbei, die ganze Städte überragen würden. Kaiserpinguine sind im Rossmeer möglich – ihre Kolonien liegen meist zu abgelegen für direkte Besuche, einzelne Tiere oder kleinere Gruppen können jedoch auf dem Packeis gesichtet werden. Auf ausgewählten Routen ist zudem Seekajak buchbar – für besonders intensive Naturerlebnisse aus nächster Nähe.
Das Ross-Schelfeis – größer als Frankreich, an der Eiskante bis zu 50 Meter aus dem Wasser ragend – ist eines der eindrucksvollsten Naturphänomene des Planeten.
Auf Ross Island befinden sich die Hütten der Expeditionen von Scott und Shackleton, vom Eis konserviert seit über einem Jahrhundert. In derselben Region liegen heute auch bedeutende Forschungsstationen wie McMurdo Station und Scott Base. Das Expeditionsteam an Bord (Meeresbiologen, Geologen, Antarktis-Historiker) begleitet jeden Landgang und gibt diesen Orten ihren historischen und wissenschaftlichen Kontext.
Warum das Rossmeer unter besonderem Schutz steht
Das Rossmeer zählt zu den am wenigsten vom Menschen beeinflussten Meeresökosystemen der Erde. Im Jahr 2016 beschlossen 24 Staaten und die Europäische Union die Einrichtung eines großflächigen Meeresschutzgebiets in der Rossmeer-Region – damals das größte der Welt. Die abgelegene Lage und die strengen Schutzbestimmungen haben dazu beigetragen, große Teile dieses einzigartigen Naturraums bis heute nahezu unberührt zu erhalten.
Wenn Sie das Rossmeer bereisen, erhalten Sie einen unmittelbaren Eindruck davon, weshalb der Erhalt solcher Naturräume für Wissenschaft und Umweltschutz von besonderer Bedeutung ist.
Vor der Reise: Das sollten Sie wissen
Die Anreise nach Neuseeland oder Tasmanien ist Teil der Reiseplanung – inventia stellt auf Wunsch individuelle Anreisepakete zusammen, inklusive Flüge, Hotels und Transfers. Auch Vor- und Nachprogramme zur Verlängerung Ihrer Reise sind möglich.
Für die Teilnahme an einer Rossmeer-Expedition ist das Ausfüllen eines medizinischen Fragebogens vor Reiseantritt vorgeschrieben. Die Reisen erfordern keine sportliche Höchstleistung, unterscheiden sich jedoch deutlich von klassischen Kreuzfahrten: Zodiac-Ausstiege in unwegsamem Gelände, wechselhafte Witterung und mehrtägige Seetage gehören dazu. Der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung mit Krankenrücktransport ist Pflicht und muss nachgewiesen werden.
Die Bordsprache ist in der Regel Englisch. Beratung und Buchungsabwicklung bei inventia erfolgen vollständig auf Deutsch.
Dank ihrer Eisklasse können eisverstärkte Expeditionsschiffe und Polar-Eisbrecher Regionen erreichen, die gewöhnliche Kreuzfahrtschiffe nicht anlaufen können – das erweitert das Programm spürbar. Manche Schiffe sind zusätzlich mit Bordhubschraubern ausgestattet, die (je nach Bedingungen) Landungen in schwer zugänglichen Gebieten ermöglichen. Welche Route und welches Schiff zu Ihnen passt, besprechen wir gerne persönlich.
Die häufigsten Fragen zu unseren Rossmeer-Reisen:
Weshalb gibt es so wenige Rossmeer-Expeditionen?
Das Rossmeer ist den größten Teil des Jahres von dichtem Meereis bedeckt und öffnet sich nur im antarktischen Hochsommer für Schiffsreisen. In manchen Saisons gibt es weltweit nur eine einstellige Zahl an Abfahrten.
Ist das Rossmeer viel kälter als die Antarktische Halbinsel?
Ja, deutlich. Auf der Halbinsel sind im Hochsommer Temperaturen um 0°C normal. Im Rossmeer sind auch im antarktischen Sommer erhebliche Minusgrade möglich – die richtige Ausrüstung ist entscheidend. Eine detaillierte Packliste stellen wir Ihnen auf Anfrage zur Verfügung.
Wie lange dauert eine Rossmeer-Reise?
Die Reisen dauern zwischen 25 und 33 Tagen an Bord, je nach Route. Hinzu kommt die An- und Rückreise nach Neuseeland oder Tasmanien. Planen Sie insgesamt mindestens fünf Wochen ein.
Wann ist die beste Reisezeit für eine Rossmeer-Expedition?
Die einzige Reisezeit ist die kurze antarktische Sommersaison von Dezember bis Februar. Dazu kommt das fast durchgehende Tageslicht – rund 24 Stunden, um die Landschaft und Tierwelt zu erleben.
Werde ich Kaiserpinguine sehen?
Die Chance ist real, aber keine Garantie. Kaiserpinguin-Kolonien liegen meist zu abgelegen für direkte Besuche – Begegnungen mit einzelnen Tieren oder kleineren Gruppen auf dem Eis sind jedoch keine Seltenheit. Adélie-Pinguine sind auf fast jeder Reise in großen Kolonien zu sehen.
Ist der Besuch der historischen Hütten garantiert?
Die Expeditionsteams tun alles dafür, die Hütten auf Ross Island anzulaufen – und die Chancen sind gut, da sie vergleichsweise zuverlässig erreichbar sind. Eine Garantie kann niemand geben: Eis und Wetter bestimmen letztlich den Kurs. Jede Reise ist anders.
Weshalb kosten Rossmeer-Expeditionen oft mehr als andere Antarktis-Reisen?
Das Rossmeer ist nur mit speziell ausrüsteten Eisschiffen erreichbar, die Reisedauer beträgt mindestens 25 Tage, und das enge Zeitfenster begrenzt die Zahl der möglichen Abfahrten pro Saison stark. Hinzu kommt die Anreise nach Neuseeland oder Tasmanien. All das schlägt sich im Preis nieder.
Wie lange vorab sollte ich buchen?
Eine frühzeitige Buchung lohnt sich – die Kapazitäten sind begrenzt und gefragte Termine schnell vergeben. Haben Sie eine bestimmte Saison im Blick, sollten Sie nicht zu lange warten.
Kann ich eine Rossmeer-Expedition auf Deutsch buchen?
Ja. inventia berät und betreut Sie vollständig auf Deutsch – von der ersten Anfrage bis zur Abreise. Die Bordsprache auf den Schiffen ist in der Regel Englisch.
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