Neue Gesetze für Natur- und Tierschutz in Spitzbergen

Juni 21, 2024Allgemein

Liebe Kunden, Freunde und Interessenten,

ab dem 1. Januar 2025 treten zum Schutze der Umwelt und der Tierwelt neue Reise-Regulierungen für Spitzbergen in Kraft.

Wir möchten Ihnen heute einen Überblick über die neuen Richtlinien geben, diese einordnen und Ihnen erklären, wie sie sich auf unsere Reisen auswirken. Bitte kontaktieren Sie uns jederzeit, wenn Sie Fragen dazu haben.

Zu den vom Parlament angenommenen neuen Verordnungen gehören:

  1. Beschränkungen für Landungen:
    • Touristische Anlandungen sind in Schutzgebieten nur noch an 43 festgelegten Stellen erlaubt, verglichen mit den derzeit rund 240 Landeplätzen. An 12 dieser Stellen dürfen jeweils maximal 39 Personen gleichzeitig an Land gehen​. 
  2. Begrenzung der Passagierzahlen:
    • Schiffe, die in den Schutzgebieten von Spitzbergen operieren, dürfen maximal 200 Passagiere an Bord haben. Diese Regelung ist strenger als die in der Antarktis, wo Schiffe mit bis zu 500 Personen erlaubt sind​.
  3. Verbote und Abstandsregelungen:
    • Es wird ein generelles Verbot für den Einsatz von Drohnen geben, um die Tierwelt nicht zu stören​.
    • Schiffe müssen einen Mindestabstand von 500 Metern zu Gebieten einhalten, in denen Walrosse ruhen, und dürfen nicht in der Nähe von brütenden Seevögeln oder Eisbären navigieren​.
  4. Geschwindigkeitsbegrenzungen:
    • Schiffe dürfen in bestimmten Gebieten, insbesondere in der Nähe von Vogelklippen, nicht schneller als 5 Knoten fahren, um Störungen zu minimieren​.

Diese neuen Regelungen sollen die wachsenden touristischen Aktivitäten in Einklang mit dem Schutz der einzigartigen arktischen Umwelt und Tierwelt bringen.

Es wird erwartet, dass diese Maßnahmen nicht nur die Zahl der Besucher reduzieren, sondern auch den Druck auf die verbleibenden zugänglichen Gebiete erhöhen könnten, was sowohl von Umweltgruppen als auch von Tourismusunternehmen kritisch gesehen wird.

Was wir von inventia davon halten:

Wir bei inventia begrüßen die neuen Bestimmungen insbesondere in Bezug auf die reduzierten Passagierzahlen ausdrücklich. Sie gehen uns nicht einmal weit genug. Mit unseren kleinen Schiffen, die maximal 12, 50 bzw. 108 Passagiere beherbergen, haben wir das geforderte Limit schon immer um ein Vielfaches unterboten.

Wir sind damit wie immer unserer Zeit voraus.

Wenn Sie also in Zukunft auf Schiffen mit mehr als 200 Personen in die Arktis reisen, werden Sie nur noch auf Routen außerhalb der Nationalparks und Schutzzonen reisen können.

Warum die neuen Vorschriften unsere Reisen auf kleine Schiffen begünstigen

Inventia wurde im Jahr 2024 als Best Adventure Travel Agency 2024 – Germany bei den EU Travel Awards ausgezeichnet. Die Awards würdigen Unternehmen, die unvergleichliche Erlebnisse bieten, fortschrittliche Technologien einführen, sich für Nachhaltigkeit einsetzen und maßgeschneiderte Dienstleistungen anbieten.

Unsere Kernwerte sind Leidenschaft, Integrität, Nachhaltigkeit und Kundenorientierung. Diese Prinzipien leiten uns seit unserer Gründung im Jahr 2002 und prägen unsere Mission, bedeutungsvolle und transformative Reiseerlebnisse zu schaffen. Wir glauben fest daran, dass Reisen nicht nur das Entdecken neuer Orte bedeutet, sondern auch das Sammeln unvergesslicher Erlebnisse, die das Leben unserer Kunden bereichern und ihre Beziehungen nachhaltig prägen.

Innerhalb unseres Portfolios werden wir aufgrund der neuen Bestimmungen nur minimale Änderungen vornehmen müssen, da alle unsere Schiffe innerhalb der neuen Limitierungen liegen (und schon immer lagen). Wir unterstützen die neuen Einschränkungen ausdrücklich, um die Arktis auch in der Zukunft als lebenswerte Heimat für eine Vielzahl von Wildtieren zu bewahren.

Unsere Mikro-Expeditionen auf Schiffen mit nur 6 bzw. 7 Kabinen sind auf kleine Gruppen von maximal 12 Gästen ausgelegt. Dadurch können wir alle 43 Orte in den Nationalparks Spitzbergens ansteuern, die unter den neuen Einschränkungen für Anlandungen mit nur 39 oder 200 Personen zugänglich sind (200 Personen sind aus unserer Sicht immer noch zu viele!).

Die Reduzierung der Landeplätze wird die Qualität unserer Expeditionen nicht beeinträchtigen. Als echte Entdecker nehmen wir die Unvorhersehbarkeit der Arktis an und nutzen jede Gelegenheit optimal. Anstatt uns an einen strengen Reiseplan zu halten, beobachten wir die Natur, wie sie sich entfaltet, nutzen die Möglichkeiten, die sich uns bieten, und wahren stets den Respekt vor der Umgebung, die wir besuchen. Das wird sich nie ändern.

Das Reisen in kleinen Gruppen verringert nicht nur die Belastung des Ökosystems Spitzbergens, sondern ermöglicht auch eine tiefere Verbindung mit der Natur und anderen Entdeckern.

Weiter unten finden Sie unsere Expeditionsschiffsflotte nach Größe (bzw. Kleine ;-)) sortiert.

Drohnen

Die Regeln und Auswirkungen für den Einsatz von Drohnen wurden in Spitzbergen entwickelt und werden eingeführt, um die Störung der Tierwelt zu verringern. Leider ist es Expeditionsgästen nicht gestattet, während ihrer Expedition Drohnen einzusetzen. Wenn Mitglieder unseres Teams Drohnen fliegen, werden diese professionell eingesetzt und halten sich an die Spitzbergen-Vorschriften und AECO-Richtlinien.

Tierbeobachtung

Die Wahrung eines respektvollen Abstands zu Wildtieren hatte schon immer oberste Priorität und wurde von unseren Guides strikt eingehalten. Die neuen Vorschriften konzentrieren sich auf die Hauptsommermonate, in denen Vogelfelsen als wichtige Brutstätten dienen. Es ist wichtig, das empfindliche Gleichgewicht der Natur nicht zu stören. Die Möglichkeit, Wildtiere zu beobachten, ist immer noch möglich. Es geht darum, ein Gleichgewicht des Respekts zwischen wilden Tieren und uns selbst aufrechtzuerhalten.

Warum sich beeilen? Ebenso wurde die Einhaltung einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 5 Knoten eingeführt. Wir lassen es gerne langsam angehen und entscheiden uns oft dafür, den Motor abzustellen, um die Tierwelt in aller Ruhe beobachten zu können. Wir würden sagen, dass dies für die besten Möglichkeiten zur Tierbeobachtung unerlässlich ist.

Weiterführende Informationen:

> Information der norwegischen Regierung (auf norwegisch) mit interessantem Kartenmaterial

> Zum Reisefinder | Alle unsere Reisen in die Arktis auf kleinen Schiffen

Unsere Flotte in der Arktis aufsteigend nach Größe sortiert:

MS Villa | Kleines Expeditionsschiff für die Arktis | max. 12 Passagiere

MS Meander Mikro-Expeditionsschiff | für max. 12 Passagiere

MS Stockholm | Kleines Expeditionsschiff für die Arktis | max. 12 Personen

MS Balto | Mikro-Expeditionsschiff um Grönland | max. 12 Personen

MS Sjoveien | Mikro-Expeditionsschiff für max. 12 Passagiere

SY Rembrandt van Rijn | Dreimasttraditionssegler mit Format | max. 33 Passagiere

MS Quest | Kleines Expeditionsschiff für authentische Reisen in der Polarregion | max. 50 Passagiere

MS Ortelius | Das authentische Entdeckerschiff

MS Sea Spirit | Komfortables Expeditionsschiff für Antarktis und Arktis

MS Hondius | Das fortschrittliche und neueste Expeditionsschiff

MS Ocean Victory & Ocean Albatros I Die X-Bow-Class

NEU! Reisekalender:

Stephanie Gräf

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