Vielfältige Tierwelt und auf den Spuren von Entdeckern und Abenteurern
Falklandinseln, Südgeorgien und – je nach Route – die Süd-Orkney-Inseln machen viele dieser Expeditionsreisen zu einer außergewöhnlichen Kombination aus Tierwelt, Landschaft und Polarhistorie.
Die Falklandinseln begeistern mit weiten Graslandschaften, wilden Küsten und großen Kolonien von Pinguinen und Seevögeln. Südgeorgien bildet mit seinen vergletscherten Bergen, Königspinguinen, See-Elefanten und den Spuren Ernest Shackletons für viele Reisen einen besonderen Höhepunkt. Auf ausgewählten Routen kommen die abgelegenen Süd-Orkney-Inseln hinzu, wo bei geeigneten Bedingungen Anlandungen und ein Besuch der Forschungsstation Orcadas möglich sind.
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Zwischen Südamerika und der Antarktis liegen zwei der eindrücklichsten Inselwelten des Südatlantiks: die Falklandinseln mit ihren weiten Graslandschaften und Südgeorgien, eine gebirgige und stark vergletscherte Insel. Beide Inselwelten sind Bestandteil vieler unserer Expeditionsreisen – teils als Stationen auf dem Weg zum siebten Kontinent. Außergewöhnliche Tierwelt und bewegte Expeditionsgeschichte machen sie dabei zu weit mehr als bloßen Zwischenstopps.
Südgeorgien, Falklandinseln und Antarktis – drei Welten auf einer Expeditionsreise
Die Kombination aus Südgeorgien, Falklandinseln und Antarktis verbindet ganz unterschiedliche Facetten der Polarwelt – oft auf ein und derselben Reise:
- Subantarktische Wildnis – von den Graslandschaften der Falklandinseln bis zu den vergletscherten Gipfeln Südgeorgiens
- Jahrhundertealte Geschichte – auf den Spuren von Polarforschern wie Shackleton und den Walfängern des Südatlantiks
- Der siebte Kontinent selbst – viele Routen verbinden diese Inselwelten mit der Antarktischen Halbinsel, den Süd-Orkney-Inseln oder sogar dem Südpolarkreis
Südgeorgien – Höhepunkt vieler Antarktis-Reisen
An Stränden wie Salisbury Plain, St. Andrews Bay und Gold Harbour warten große Königspinguinkolonien. An vielen Stränden begegnen Ihnen zudem See-Elefanten und Pelzrobben. Bei begleiteten Landgängen und Zodiac-Fahrten lässt sich die Tierwelt Südgeorgiens intensiv beobachten.
Geschichte wird hier fast greifbar: In Grytviken, der ersten Walfangstation Südgeorgiens, liegt Sir Ernest Shackleton begraben – der Polarforscher, der die Insel 1916 nach einer der dramatischsten Rettungsaktionen der Polargeschichte in einem offenen Rettungsboot erreichte. Museum, Kirche und die Ruinen der alten Walfanganlagen erinnern an diese Zeit. An Shackletons Grab stoßen Besucher traditionell auf den Polarforscher an.
Falklandinseln – Pinguine, Albatrosse und wilde Küsten
Rund 500 Kilometer vor der argentinischen Küste liegen die Falklandinseln – ein Archipel aus rund 780 Inseln mit britischem Charakter mitten im Südatlantik. Wo Südgeorgien mit Gletschern und Fjorden beeindruckt, zeigen sich die Falklandinseln von einer anderen Seite: sanfte, grasbewachsene Hügel, weiße Sandstrände und kleine Farmsiedlungen.
Auf den Inseln brüten fünf Pinguinarten, darunter Esels-, Magellan- und Felsenpinguine. Auf den äußeren Inseln brüten zudem Schwarzbrauenalbatrosse in großen, weltweit bedeutenden Kolonien. In Stanley, der kleinen Hauptstadt des Archipels, trifft britisches Inselleben auf raue Südatlantik-Kulisse.
Süd-Orkney-Inseln – möglicher Zwischenstopp auf der Großen Runde
Auf einigen Routen führt der Weg zwischen Südgeorgien und der Antarktischen Halbinsel über die Süd-Orkney-Inseln, rund 650 Kilometer nordöstlich der Antarktischen Halbinsel. Anlandungen sind hier wetterabhängig und nicht garantiert, dafür warten unwirtliche, abgelegene Küsten und – bei passenden Bedingungen – ein Besuch der argentinischen Forschungsstation Orcadas. Nicht jede Reise nach Südgeorgien führt über die Süd-Orkney-Inseln – sie sind Teil der ausgedehnteren Routenvarianten, nicht aller.
Welche Südgeorgien-Reise passt zu Ihnen?
Route, Dauer und Schiff unterscheiden sich zum Teil erheblich – abhängig davon, wie viel Zeit Sie mitbringen und welche Regionen Sie zusätzlich erleben möchten:
Falklandinseln und Südgeorgien im Fokus – kompaktere Reisen, etwa 17 bis 19 Tage, ohne die Antarktische Halbinsel.
Die Große Runde – die klassische Kombination aus Falklandinseln, Südgeorgien und Antarktischer Halbinsel, bei manchen Terminen ergänzt um die Süd-Orkney-Inseln.
Fly & Cruise – ein Charterflug bringt Sie von Punta Arenas nach King George Island. So überfliegen Sie die Drake-Passage auf dem Hinweg, bevor Ihre Expedition in der Antarktis beginnt.
Bis zum Südpolarkreis – einzelne Expeditionen versuchen, den Südpolarkreis zu überqueren – wetter- und eisabhängig. Gelingt die Überquerung, erreichen Sie bei etwa 66°33′ Süd einen der besonderen geografischen Meilensteine einer Antarktis-Expedition.
Auf Shackletons Spuren – manche Routen verzichten auf die Falklandinseln zugunsten des Weddellmeeres und Elephant Islands. Auf einzelnen Reisen sind zudem Wanderungen auf Abschnitten von Shackletons historischer Route über Südgeorgien möglich.
Tief ins Weddellmeer – eine besonders lange, eigenständige Route führt von Südgeorgien über die Südlichen Sandwichinseln bis weit in das Weddellmeer hinein, vorbei an historischen Stätten der deutschen Antarktisforschung – eine der außergewöhnlichsten Strecken in unserem Programm.
Weit über die Antarktis hinaus – die längsten Expeditionen verbinden Südgeorgien mit entlegenen Inseln wie Gough Island, Tristan da Cunha, St. Helena und Ascension bis hin zu den Kapverden; je nach Variante gehört auch die Antarktische Halbinsel zur Route.
Auch das Schiff macht einen Unterschied: von kompakten Expeditionsschiffen mit rund 90 Gästen bis zu Luxusyachten, auf denen je nach Schiff sogar optionale Helikopter- und U-Boot-Erlebnisse angeboten werden, reicht die Bandbreite unseres Programms.

Verlauf einer klassischen Route – mit Falklandinseln, Südgeorgien, den Süd-Orkney-Inseln und der Antarktischen Halbinsel.
Lassen Sie sich von uns persönlich beraten, welche Route zu Ihren Vorstellungen passt. Bei Expeditionsreisen kann die konkrete Route aufgrund von Wetter-, Eis- und lokalen Bedingungen angepasst werden.
Die häufigsten Fragen und Antworten
Wann ist die beste Reisezeit für Südgeorgien?
Unsere Südgeorgien-Reisen finden überwiegend zwischen Oktober und März statt. Im Frühling beginnt an vielen Stränden die intensive Fortpflanzungs- und Brutzeit verschiedener Tierarten. Januar und Februar gehören zu den mildesten Monaten der Saison.
Wann ist die beste Reisezeit für die Falklandinseln?
Die Falklandinseln lassen sich während der südlichen Sommersaison bereisen. Dezember bis Februar gelten als besonders gute Monate für Tierbeobachtungen: In dieser Zeit lassen sich zahlreiche Pinguine und andere Seevögel beobachten. Bei mehreren Arten schlüpfen im Dezember die Jungen, während im Januar vielerorts Küken zu sehen sind.
Wie kommt man nach Südgeorgien und auf die Falklandinseln?
Südgeorgien besitzt keinen Flughafen und ist ausschließlich auf dem Seeweg erreichbar. Unsere Reisen führen mit Expeditionsschiffen auf die Insel, Ausgangspunkt ist meist Ushuaia, teils auch Puerto Madryn oder Punta Arenas. Bei klassischen Routen sind Sie bis zu den Falklandinseln häufig zwei bis drei Tage auf See, bis Südgeorgien vergehen ab dort noch einmal etwa zwei bis drei Tage. Mehr über den weiteren Verlauf der klassischen Großen Runde bis zur Antarktis.
Braucht man eine Einreisegenehmigung für Südgeorgien?
Ja. Für Südgeorgien ist ein Entry Permit erforderlich. Die Beantragung erfolgt elektronisch. Wie die Einreisegenehmigung bei Ihrer konkreten Reise organisiert wird, entnehmen Sie bitte dem jeweiligen Angebot. Weitere Informationen zur ESTA für Südgeorgien
Was kostet eine Südgeorgien-Kreuzfahrt mit den Falklandinseln?
Die Preise hängen stark von Reisedauer, Schiff und Komfortstufe ab – von kompakten Expeditionsschiffen bis zur Luxusyacht ist eine große Bandbreite an Reisen buchbar. Wir beraten Sie gern zu einer Reise, die zu Ihrem Budget passt.
Gibt es Unterkünfte auf Südgeorgien?
Nein. Auf Südgeorgien gibt es keine Hotels oder andere touristische Übernachtungsmöglichkeiten an Land und keine ständige Wohnbevölkerung. Vor Ort leben zeitweise vor allem Forschungs- und Regierungsmitarbeitende sowie saisonales Museumspersonal. Reisende übernachten an Bord ihres Expeditionsschiffs.
Welche Kleidung brauche ich für Südgeorgien und die Falklandinseln?
Warme, wind- und wasserdichte Kleidung im Zwiebelschalen-Prinzip ist unverzichtbar, denn das Wetter kann innerhalb weniger Stunden von Sonnenschein zu Sturm wechseln. Je nach Reederei werden Expeditionsparka und Gummistiefel gestellt bzw. leihweise zur Verfügung gestellt.
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