Die Antarktische Halbinsel ist das populärste Reisegebiet der Antarktis.
Rund 1.200 bis 1.300 Kilometer lang erstreckt sich die Halbinsel in Richtung Südamerika – kein anderer Teil der Antarktis liegt näher, keiner ist schneller erreicht. Zwei Seetage von Ushuaia entfernt beginnt eine Welt aus kalbenden Gletschern, tiefen Fjorden und Vulkaninseln. Zodiac-Anlandungen zwischen tafelgroßen Eisbergen. Eselspinguine, Zügelpinguine und Adeliepinguine in ihren Kolonien. Buckelwale beim Blasen. Schneebedeckte Gipfel, die bis auf 2.800 Meter aufragen – eine Fortsetzung der Anden, die hier unter dem Meer verschwindet und an der Halbinsel wieder auftaucht. Seit dem frühen 19. Jahrhundert hinterließen Robbenfänger und später Walfänger ihre Spuren entlang der Antarktischen Halbinsel, die an mehreren Anlandungsstellen bis heute sichtbar sind. Die Halbinsel gilt als Korridor der Antarktis: der dem südamerikanischen Kontinent nächstgelegene Teil des Kontinents und natürlicher Zugang zum antarktischen Festland – weshalb sich die meisten Antarktisreisen auf die Halbinsel konzentrieren. Wo die Halbinsel als einziger Teil des antarktischen Festlands nach Norden über den südlichen Polarkreis hinausragt.
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Per Charterflug über die Drake-Passage ins Eis der Antarktis
14.276 €
Pinguinküken in der Mitternachtssonne der Antarktis
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Königreich der Könige | Falklands, Südgeorgien & Antarktis
18.513 €
Antarktis-Expedition | Vom Expeditionsschiff zur Segelyacht
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Weltpremiere: Antarktis-Gesamtumrundung 2028 | Le Commandant-Charcot
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Aurora Australis – Polarlichter unter dem Südpolarkreis | MS Ortelius |…
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Aufbruch zum Südpolarkreis
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Zu den Walen & Pinguinen in der Antarktis
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12.987 €
Antarktis Express – Südwärts auf See & Nordwärts im Flug
Expeditionsalltag auf der Antarktischen Halbinsel
Auf der Antarktischen Halbinsel gibt es keine landlebenden Säugetier-Raubtiere – ein Umstand, der viele Tiere bemerkenswert zutraulich macht. Pinguine nähern sich oft von selbst bis auf wenige Meter; umgekehrt gilt für Sie ein Mindestabstand von 5 Metern zu Wildtieren (bei manchen Arten wie Robben mehr). Gefahr droht Pinguinen dagegen aus der Luft und vom Wasser: Raubmöwen erbeuten Eier und Küken, Seeleoparden und Orcas jagen im Meer.
Mit wendigen Zodiacs erreichen Sie enge, eisverhangene Buchten, die für größere Schiffe unzugänglich bleiben. Manche Routen kombinieren einen Stopp bei Port Lockroy – heute Museum und Postamt unter britischer Verwaltung – mit dem Besuch der noch aktiven ukrainischen Forschungsstation Vernadsky: ein direkter Vergleich zwischen musealer Polargeschichte und laufender Wissenschaft.
Je nach Expedition erwarten Sie außerdem:
- Geführte Wanderungen an jedem Anlandungspunkt, begleitet von Expertinnen und Experten, die Einblicke in Tierwelt, Geschichte und Geografie der Region geben.
- Tägliche Vorträge von Polarexpertinnen und -experten zu Themen wie Biologie, Glaziologie oder der Geschichte der Antarktisforschung.
- Der optionale Polar Plunge: der Sprung ins eiskalte Wasser unter Aufsicht des Expeditionsteams, auf vielen Reisen einmal pro Expedition möglich.
- Paddeltouren und Stand-Up-Paddleboarding auf ruhigem Polarwasser, für Einsteiger ebenso geeignet wie für Erfahrene.
- Professionelle Fotografie-Begleitung, die hilft, Polarlandschaft und Tierwelt optimal festzuhalten.
Von der klassischen Route bis zur Umrundung: die richtige Reiseform finden
Die Antarktische Halbinsel lässt sich auf sehr unterschiedliche Weise bereisen – von der klassischen Route entlang der Küste bis zur mehrwöchigen Umrundung des gesamten Kontinents. Diese Vielfalt spiegelt sich in unserem Reiseprogramm wider:
- Klassische Kreuzfahrt über die Drake-Passage: vorbei an den Südshetlandinseln entlang der Westküste der Halbinsel.
- Kombinationen mit Südgeorgien und den Falklandinseln: Königspinguinkolonien und subantarktische Inselwelt ergänzen die Halbinsel zu einer großen Rundreise.
- Weddellmeer-Expeditionen: selten besuchtes, eisreiches Gebiet an der Ostseite der Halbinsel, teils mit Helikopterflügen.
- Fly & Cruise: Ein Charterflug über die Drake-Passage nach King George Island erspart die Überfahrt und verkürzt die Reisezeit.
- Südpolarkreis-Überquerungen: für alle, die noch weiter in den Süden vordringen möchten.
- Aktive Expeditionen: mit Kajak, Camping, Schneeschuhwandern oder Bergsteigen als festem Bestandteil.
An Land und auf See begegnen Ihnen neben den Pinguinkolonien auch See-Elefanten, Pelzrobben und Weddellrobben, während Blauaugenscharben, Riesensturmvögel und antarktische Seeschwalben die Lüfte über den Fjorden bevölkern.
Häufig gestellte Fragen zur Antarktischen Halbinsel
Was ist die Antarktische Halbinsel?
Die Antarktische Halbinsel bezeichnet den nördlichsten, langgestreckten Ausläufer des antarktischen Kontinents und gehört geografisch zu Westantarktika. Unter Reisenden gilt sie praktisch als Synonym für die Antarktis, da sich die meisten Expeditionskreuzfahrten auf dieses Gebiet konzentrieren.
Wie ist das Klima in der Region?
Reisen zur Antarktischen Halbinsel finden in der Regel im antarktischen Sommer statt, zwischen Oktober und März – nur in diesem Zeitraum lässt sich das Packeis mit eisverstärkten Schiffen sicher befahren. An den Küsten liegen die Temperaturen in dieser Zeit meist zwischen -10 °C und 5 °C, dazu kommen häufig Wind und wechselhaftes Wetter; Niederschlag fällt überwiegend als Schnee. Mehr zu Tageslicht und Temperaturverlauf im Jahresverlauf finden Sie in unserem Ratgeber zur besten Reisezeit für die Antarktis.
Kann man die Antarktische Halbinsel als Privatperson besuchen?
Ja, die Antarktische Halbinsel ist auch für Privatpersonen ohne wissenschaftlichen oder behördlichen Auftrag zugänglich. Individualreisen auf eigene Faust sind allerdings nicht möglich: Der Zugang erfolgt ausschließlich im Rahmen organisierter Expeditionen mit dem Schiff oder, wie oben beschrieben, per Fly & Cruise – jeweils unter Einhaltung der geltenden Umweltrichtlinien für die Antarktis. Lesen Sie hierzu passend auch unseren Leitfaden für nachhaltiges Reisen in der Antarktis.
Wie lange dauert eine Reise zur Antarktischen Halbinsel?
Die Reisedauer variiert stark: Fly & Cruise-Reisen mit Charterflug über die Drake-Passage sind bereits in 6 bis 8 Tagen möglich, klassische Schiffsreisen dauern in der Regel 10 bis 20 Tage. Wer die Antarktische Halbinsel mit Südgeorgien, den Falklandinseln oder einer Südpolarkreis-Überquerung kombiniert, ist häufig 20 Tage oder länger unterwegs – die längsten Routen, etwa in Kombination mit dem Rossmeer oder einer Atlantiküberquerung, erstrecken sich über mehrere Wochen.
Gibt es deutschsprachige Reiseangebote?
Ja, deutschsprachige Unterstützung gehört bei mehreren unserer Antarktis-Expeditionen zum Standard – von deutschsprachigen Mitgliedern des Expeditionsteams über deutsche Bordunterlagen bis zu Ansagen und Vorträgen auf Deutsch. Beispiele sind die Reise mit der MS Sea Spirit, die Kap-zu-Kap-Route mit der HANSEATIC spirit sowie deren Halbumrundung von Ushuaia nach Christchurch durch das Rossmeer. Bei welchen Terminen und Schiffen deutschsprachige Unterstützung verfügbar ist, sagen wir Ihnen gerne im persönlichen Gespräch.
Wie viel kostet eine Reise zur Antarktischen Halbinsel?
Die Preise für eine Reise zur Antarktischen Halbinsel hängen von Faktoren wie Reisedauer, Schiffsgröße, Kabinenkategorie und Zusatzleistungen wie Helikopterflügen oder Charterflügen über die Drake-Passage ab – von kompakten Fly & Cruise-Optionen bis zu Luxus-Expeditionen mit Segelyacht oder Ultra-All-Inclusive-Ausstattung ist die Bandbreite entsprechend groß. Die aktuellen Preise zu Ihrer Wunschreise nennen wir Ihnen gerne auf Anfrage.
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